Am 12. Februar 2012 waren die Dänen von Disneyland After Dark, oder kurz D-A-D, zu Gast im Kölner Luxor um das im November letzten Jahres veröffentlichte Album "DIC.NII.LAN.DAFT.ERD.ARK" live zu präsentieren.


Um 19:00 Uhr war es soweit und die erste von zwei Vorbands betrat die Kölner Bühne. Für Nitrovolt, eine schon seit 2004 bestehende Speedrock Formation, war der Auftritt ein Heimspiel, denn die Jungs kommen selber aus Köln und spielen des Öfteren dort (nächster Termin: 30.03.2012 im Sonic Ballroom).
Die Mischung aus rotzigen Gitarrenklängen und einer energiegeladenen Performance sorgte zwar nicht für Begeisterungsstürme, aber für eine unbekannte Band war das Interesse seitens der Zuhörer doch groß. Die Lieder waren verhältnismäßig kurz und kamen ohne lange Umschweife direkt auf den Punkt, echter Rock 'n' Roll eben. Die vier Jungs zeigten den Bewegungsdrang und die Spielfreude, die sie der schnellen Musik schuldeten, sodass es dem Publikum nicht langweilig wurde.
Es lohnt sich sicherlich diese Combo im Auge zu behalten, denn Potential ist mehr als genug vorhanden. Wenn sie vor Publikum auftreten, was mit den gespielten Songs vertraut ist geht es garantiert ordentlich ab. Nach 30 Minuten Spielzeit war Schluss mit lustig und die Bühne musste für The Bulletmonks geräumt werden.

Setlist Nitrovolt
Rock 'n' Roll Commando
High Voltrush
Rock It Out
Don't Let Go
Born To Love
Get Rid
We Rise
Hail Hail


Nach nur rund zehn Minuten Wartezeit ging es mit The Bulletmonks aus Nürnberg rockig weiter. Was die Bühnenperformance angeht kommen sie nicht annähernd an die Energie und Action heran, die ihre Vorgänger von Nitrovolt noch geboten haben. Auch musikalisch gab es deutliche Unterschiede, so wirkten die Lieder weniger rotzig und kamen stilistisch eher Old School daher. Kein Wunder werden auf der Internetseite Bands wie Iron Maiden, Guns N‘ Roses und Frank Zappa angegeben.
Auch die Mönche haben mit einem etwas verschlafen wirkendem Publikum zu kämpfen, wobei die Stimmung im Laufe des Gigs weiter zunahm.
Ebenso wie die Stimmung vor der Bühne wuchs stieg auch der Bewegungsdrang auf der Bühne, sodass die anfangs etwas steif wirkenden Jungs langsam auftauten. Optische Highlights waren der Mikrofonständer aus einer Metallkette und die dauernd wehende Mähne des Drummers M. Dogg.
The Bulletmonks konnten zeigen, was in ihnen steckt und wie viel Leidenschaft sie in ihrer Musik verarbeiten. Musikalisch auf hohem Niveau wird auch schnell klar, warum die Truppe schon vor Szenegrößen wie Volbeat auftreten durfte. Mit ihrem Januar erschienenen zweiten Album „Royal Flush On The Titanic“ wird es ihnen sicherlich gelingen sich eine größere Fangemeinde zu erspielen. Auch die Mönche mussten nach einer halben Stunde Spielzeit die Bühne verlassen.

Setlist The Bulletmonks
Old Mans Rollercoaster
My Worlds A Show
Do You Believe
Never Be A Wannabe
No Gain Just Pain
Rack The Slide
Hang On Lord


Nach circa einer halben Stunde Wartezeit kam endlich die Band auf die Bühne, auf die alle gewartet hatten. Während bei den unbekannten Liedern der Vorbands die Zuschauer noch verhalten reagierten gab es nun bei den Hits der Dänen kein Halten mehr. Schon beim Opener „A New Age Moving In“ zeigt das Publikum was Sache ist. Der Song, welcher auch der erste auf der neuen Scheibe ist, kann vom Publikum schon lautstark mitgesungen werden.
Mittlerweile war das Luxor auch prall gefüllt und die Vermutung lag nahe, dass die wenigen Restkarten alle an der Abendkasse verkauft wurden. Dementsprechend kuschelig war es vorne vor der Bühne und der Weg Richtung Fotograben oder Toilette war der schmalen Bauweise der Halle geschuldet äußerst mühsam. Aber warum weg bewegen, wenn man mit einem kühlen Getränk in der Hand auch von seinem Platz die Show bewundern kann?
Und zu begucken gab es so einiges, besonders auffällig war natürlich das durchsichtige und blau leuchtende Instrument von Basser Stig Pedersen, welcher großen Spaß dran hatte auf die Bass-Drum seines Bandkollegen Laust Sonne zu klettern.
Das Publikum war schon  nach wenigen Minuten begeistert und nicht nur Granaten wie „Jihad“ oder „Grow Or Pay“ wurden von den Kölnern gebührend gefeiert. Auch die neuen Songs wie beispielsweise „Monster Philosophy“ oder „I Want What She's Got“ waren den Kölner Zuschauern wohlbekannt, sodass die ganze Halle mitsingen konnte. D-A-D sind schon lange im Geschäft und wissen, was das Publikum erwartet und sind daher in der Lage genau das gepaart mit einer gehörigen Portion Spaß und Ironie zu servieren. Das Publikum freut’s sichtlich.
Es blieb nicht viel Verschnaufpause, denn die Dänen reihten geschickt ein Highlight an das andere, wobei bei einer elf Studioalben umfassenden Diskografie natürlich nicht jeder Hit seinen Weg auf die Setlist finden konnte. Gespielt wurde ein bunter Mix vom ersten bis zum letzten Album, sodass für jeden Fan etwas dabei war. Besondere Aufmerksamkeit wurde natürlich auf das neuste Werk "DIC.NII.LAN.DAFT.ERD.ARK" gelegt, welches die meisten Songs für die Setlist lieferte.
Es wurde mit zwei Stunden Spielzeit eine klasse Rockshow abgeliefert  und nach einem kurzen Ausflug Richtung Merchstand verließen die Fans das Kölner Luxor mit dem festen Vorsatz die nächste Show der Dänen in ihrer Nähe wieder zu besuchen.


Setlist D-A-D
A New Age Moving In
Jihad
The End
Everything Glows
Point of View
Monster Philosophy
Reconstrucdead
Riding With Sue
Last Time In Neverland
Grow or Pay
We All Fall Down
I Want What She's Got
Evil Twin
Bad Craziness
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The Place Of The Heart
Sleeping My Day Away
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Laugh 'N' A Half
It's After Dark

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