Mit viel Vorfreude im Gepäck machte ich mich Sonntagabend auf den Weg Richtung Live Music Hall Köln um Shinedown und Halestorm ein weiteres Mal live zu sehen. Besonders interessant waren Shinedown, denn vor etwas mehr als zwei Jahren war das 2009er Konzert von Shinedown in der LMH mein erstes Konzert als Konzertfotograf (allerdings durfte ich nur die Vorband SOiL ablichten). Schon beim Abbiegen in die Lichtstraße fielen die großen LKWs des WDR ins Auge. Sollte der Rockpalast das Konzert etwa aufzeichnen? In der Halle angekommen bestätigte sich dies bei der Ansage von neben der Bühne aus fotografieren zu müssen, da der Bühnengraben mit Kameras und dem dazugehörigen Personal belegt ist - na Klasse.


Schon zu Beginn an war es brechend voll, als eine Band mit Sänger die Bühne betrat. Etwas unerwartet, war es doch bei Halestorm eine Frau am Mikrofon. Es stellte sich heraus, dass mit Liberty Lies ein weiterer Supportact mit von der Partie war, der mir von der LMH Seite bis dato verschwiegen wurde. Aber egal - „the more the merrier“. Die fünf Jungs aus Wednesbury, England rockten sich souverän durch ihr leider nur aus fünf Songs bestehendes Set.
Obwohl für das Publikum überwiegend unbekannt schafften sie es das Publikum trotz eisiger Temperaturen für die kommenden beiden Auftritte aufzuwärmen. Die Aufnahme des letzten Songs „The Wire“ ist übrigens hier zu finden.


Setlist Liberty Lies
Russian Doll
Beggars Belief
Confessions Of An Effigy
The Difference Between Hope And Faith
The Wire


Etwas aufgewärmt ging es dann mit Halestorm, meinem persönlichen Favouriten des Abends, weiter. Drummer Arejay Hale, Bruder von Sängerin Elizabeth "Lzzy" Hale, kam wie üblich maskiert auf die Bühne und sorgte durch sein besonders bewegungsfreudiges Spiel für viel Acion auf der Bühne. Insbesondere sein Drumsolo war ungewöhnlich, denn wann baut ein Schlagzeuger Teile seines Schlagzeuges ab um ein Becken incl. Ständer als Drumstick zu benutzen?
Lzzy begeisterte durch ihren ausdrucksstarken Gesang, der einen Großteil des Wiedererkennungswertes der neu bei Roadrunner unter Vertrag genommenen Band ausmacht. Beeindruckend war auch, wie sie auf der Bühne umhergesprungen ist in Schuhen mit Absätzen, in dennen ich kaum stehen könnte. Mit Songs wie „Familiar Taste Of Poison“ oder „Dirty Work“ konnten sie die ganze Halle begeistern und das Publikum zum Springen, Tanzen und Headbangen bewegen. Die Aufnahme von „Dirty Work“  ist übrigens auf der Rockpalast-Seite zu bewundern. Die Band zeigte sich spielfreudig und fannah, denn abgesehen davon, dass alle verkauften CDs des Abends signiert waren wurden auch sehr großzügig Plektren und Drumsticks an die Zuschauer verteilt.

Setlist Halestorm
Love Bites (So Do I)
It's Not You
Dirty Work
American Boys
Crazy On You
Familiar Taste Of Poison
Drum Solo
Slave To The Grind
Freak Like Me
I Get Off


Obwohl der Halestorm Auftritt große Klasse war stand das von vielen heiß ersehnte Highlight des Abends noch bevor. Shinedown aus Florida hatten sich kurz vor Veröffentlichung des neuen Albums „Amaryllis“ (VÖ: 23. März 2012) die Zeit für vier Gigs in Deutschland genommen und deren letzter in Köln stand kurz bevor. Mit ausverkauftem Haus und einem Kamerateam des WDR vor Ort konnten die Randbedingungen kaum besser sein.
Schon beim ersten Lied „Sound Of Madness“ war die Stimmung in der proppenvollen Live Music Hall zum Kochen und von den Minusgraden draußen war innen nichts mehr zu spüren. Doch die Anfangsstimmung, die schon als erstklassig beschrieben werden kann konnte sich im Laufe des Sets Dank Publikumslieblingen wie Devour“ noch weiter steigern. Mit dabei war auch „Diamond Eyes (Boom-Lay Boom-Lay Boom)“ ein Song für den Film „The Expendables“ mit Stallone, Statham, Willis, Schwarzenegger und anderen Action Größen, für den laut Sänger Brent Smith Sylvester Stallone eigens bei ihm angerufen hatte.
Als die ersten Töne von „45“ drehte die Menge dann ein vorerst letztes Mal so richtig auf und feierte SHINEDOWNs größten Hit mit allem gebührenden Respekt, bevor die Jungs die Bühne verließen. Ein paar „Zugabe“ Rufe später waren sie jedoch schon wieder da. Sie konnten das Publikum ja kaum ohne „Bully“, die neue Single und einen weiteren großen Hit „Second Chance“ gehen lassen. Dazu kam noch eine Coverversion von LYNYRD SKYNYRDs “Simple Man” und “Fly From The Inside”, bevor die Boxen endgültig verstummten und die Fans immer noch nach mehr schreiend, aber glücklich, aus der mittlerweile heißen Halle strömten. Großartige Show - ich freue mich schon auf die Ausstrahlung des Konzertes im WDR…

Setlist Shinedown
Sound Of Madness
Enemies
Devour
If You Only Knew
Cyanide Sweet Tooth Suicide
Adrenaline
Save Me
The Crow & The Butterfly
Diamond Eyes (Boom-Lay Boom-Lay Boom)
45
---
Bully
Simple Man (LYNYRD SKYNYRD Cover)
Second Chance
Fly From The Inside

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