Eluveitie - Helvetios (CD-Review) |
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| Geschrieben von: Manror . | |||||||||||||||||||||
![]() Mit „Helvetios“ legten die acht Schweizer von Eluveitie am 10. Februar 2012 ihr fünftes Studioalbum vor. Es ist das erste Konzeptalbum der Pagan-Metaller und behandelt den gallischen Krieg (58 bis 51/50 v. Chr.), also die Eroberung des freien Galliens durch Gaius Julius Cäsar. Textlich ist das Ganze teils in englischer Sprache und teils in einer rekonstruierten gallischen Sprache gehalten. Auch sonst orientieren sich die Texte stark an historischen Begebenheiten, die von Sänger Christian „Chrigel“ Glanzmann in Zusammenarbeit mit Historikern recherchiert wurden. Anna Murphy (Drehleier, Flöte, Gesang) sagte hierzu auf der Prelistening Session, das Album sei „also nicht irgendwelcher esoterischer oder paganistischer Schnickschnack“, sondern “historisch fundiert“. Denjenigen, die historisch besonders interessiert sind sei hierzu der Wikipedia Eintrag zum Album ans Herz gelegt, der Lied für Lied den historischen Hintergrund erläutert und auf ausführlichere Artikel zum gallischen Krieg verweist. Mit dem vorab schon als Songtext-Video veröffentlichtem „Meet The Enemy“ folgtein klassischer Eluveitie Song mit Flöteneinlage und überwiegende Growlgesang, wobei auch Anna neben den für sie üblichen Gesangseinlagen auch kurz schreit. „A Rose For Epona“ ist ein vom Gesang Annas dominierter, gefühlvoller Song, der als eine der beiden Balladen auf der Platte diese nicht so schnell langweilig werden lässt, denn bei 17 Songs muss Abwechslung geboten werden. Mit „Havoc“ kommt wieder ein Melodic-Death-Nackenbrecher, der durch eine verspielte Instrumentalisierung aufgelockert wird. Beim nachfolgenden „The Uprising“ ist Schauspieler Alexander Morton wieder im Einsatz, der durch seinen Sprechpart in der Mitte des Liedes die Handlung weiter führt und die Spannung aufbaut. Bei „The Siege“ handelt um sich einen energiegeladenen Song der oberen Geschwindigkeitskategorie, ohne jedoch die melodiöse Komponente des Folk zu vergessen. Direkt im Kontrast dazu folgt mit „Alesia“ eine Geschwindigkeitsbremse, bei der Anna, mit einer zwischenzeitlich fast zerbrechlich wirkenden Stimme, zur Gänsehautstimmung einer der emotionalsten Songs der CD maßgebend beiträgt. Wohl platzierte Chorgesänge komplettieren diese Stimmung und machen den Track zu dem Low-Speed Highlight der CD. Nach „Uxellodunon“ schließt die CD mit einem atmosphärischen „Epilogue“ und wieder einmal läuft vor meinem geistigen Auge eine Filmszene ab, die problemlos in die „Herr der Ringe“ Trilogie gepasst hätte. Eluveitie bleiben ihrer Linie treu, denn warum sollte man einem dermaßen guten Konzept auch grundlegende Änderungen durchführen? Der Mix aus Melodic-Death-Metal und Folkklängen ist erwartungsgemäß geglückt und die Verpackung in einem historischen Kontext macht das Ganze nur noch interessanter. Mit „Helvetios“ legen Eluveitie schon zu Beginn des Jahres die Messlatte äußerst hoch und es bleibt abzuwarten, welche neuen Alben bei diesem Niveau werden mithalten können.
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