Mit "All Beauty Must Die" melden sich Krypteria mit ihrem inzwischen 4. Album zurück. Das ein Studioalbum nicht unbedingt die Atmosphäre einfangen kann, die die Konzerte von Krypteria einzigartig macht  ist den Profimusikern anscheinend bewusst. Wohl auch aus diesem Grund hat man sich dazu entschlossen Gastmusiker wie Doro Pesch und Tobias Exxel um sich zu scharen um das Album ein wenig aufzupeppen.

Natürlich war ich gespannt ob das dem Quartett auch gelungen ist.  Ich muss gestehen, mit der ersten Nummer habe ich so meine Schwierigkeiten. Zwar klingen die die Gitarren ordentlich fett und "Messiah" ist auch ordentlich schnell, allerdings gefällt mir die abgehakte Art in der Ji-In Teile des Songs singt einfach nicht.

Bei "As I Slowly Bleed" durfte sich Ji-In offensichtlich so richtig austoben, denn die zierliche Kölnerin macht hier vom ganzen  Spektrum ihrer Stimme Gebrauch. Die Nummer kommt vom Tempo her etwas gemächlicher daher, beeindruckt aber durch eine Intensität die einem live sicher Gänsehaut erzeugt. Bei "Fly away with me" frage ich mich ernsthaft warum Krypteria ausgerechnet das Stück von Johann Sebastian Bach verwursten mussten,  dass sich vor allem bei Beerdigungen großer Beliebtheit erfreut.  Das ist auf jeden Fall ein wenig irritierend weil man sich zunächst fragt woher man diese Melodie denn kennt. Nichts desto trotz wird der Song recht kraftvoll und mit dem für Krypteria üblichen Bombast dargeboten. Ich möchte aber nun nicht auf jeden Song des Albums eingehen sondern werde im folgenden die für mich herausstechenden Stücke beschreiben.  "Eyes Of A Stranger" ist zum Beispiel eine dieser Nummern. Der Song von den Riffs nimmt der Song sich ein wenig zurück, gibt dafür aber beim Bass und den Drums ordentlich Gas. Das gepaart mit Ji-Ins stimmlichen können macht den "Eyes Of A Stranger" zu einer  kraftvollen Nummer die es ordentlich krachen lässt.  Bei "Thanks For Nothing" durfte sich dann S.C. Kuschnerus an der Doublebass ordentlich austoben. Der Song lässt von vorneherein keine Kompromisse zu und entwickelt sich zu einer rasanten, eingängigen Mitsingnummer. Bei der Nummer "Higher" wechselt Edguy Bassist Eggi seinen Bass gegen die Gitarre ein um als Gastmusiker der Nummer ein legenderes  Gitarren-Solo zu verpassen und den ohnehin schon guten Song noch einmal drastisch aufzuwerten. "Victoria" ist dann wieder eine Nummer die durch Krypteria-Nightwish-haften Bombast überzeugt, dafür aber deutlich langsamer ist als die anderen Nummern auf dem Album. Der Chorus ist auf Latein, was den Bombast Charakter deutlich unterstreicht. Was man aufgrund Ji-Ins Stimmgewalt schnell überhört, hier liefert sich die seit Jahren unumstrittene Metal Queen Doro ein Duett mit Ji-In.

Alles in allem setzt sich das Album aus vielen schnellen Bombaststücken und einigen langsameren aber nicht weniger kraftvollen Nummern zusammen, die fast alle ordentlich Stimmung machen. Zwei negative Ausreißer sind für mich der Song "Messiah" und die unsägliche Ballade "Hurt So Bad".  Das Album klingt ungewohnt hart, was wohl der neugewonnenen Entscheidungsfreiheit geschuldet ist.  Sehr gut gelungen sind hier auch die Songs die von Gastmusikern unterstützt werden und die es auf ihre eigene Weise schaffen die für Krypteria typische Atmosphäre zu transportieren.  Wenn  ihr auf Bombast-Metal steht.. Kauft die Scheibe!

 

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Titel:

All Beauty Must Die

Veröffentlicht am:

23.04.2011

Bewertung:

8.0

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Tracklist:

1. Krypteria - Messiah (3:48)
2. Krypteria - As I Slowly Bleed (4:23) [X]
3. Krypteria - Fly Away With Me (3:41)
4. Krypteria - You Killed Me (3:11)
5. Krypteria - Live To Fight Another Day (3:35)
6. Krypteria - Eyes Of A Stranger (4:14) [X]
7. Krypteria - Thanks For Nothing (4:08) [X]
8. Krypteria - Turn The World Around (3:22)
9. Krypteria - Higher (4:29)
10. Krypteria - Victoria (2:58)
11. Krypteria - (How Can Something So Good) Hurt So Bad (3:54)
12. Krypteria - The Eye Collector (11:20)
13. Krypteria - Get The Hell Out Of My Way (4:36)
14. Krypteria - Liberatio 2011 (4:08)
15. Krypteria - Come Hell Or High Water (3:23)