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Sommer, Sonne, Bier und Metal – So in etwa könnte man den Abend vom 01.06.2011 in wenigen Worten zusammenfassen, denn im Nord am Viehofer Platz in Essen konnte man genau dies vorfinden. An sich ist das keine große Neuigkeit, denn beim Nord handelt es sich um eine Metalkneipe. Gelegentlich finden hier auch Konzerte statt, wobei es sich meist um lokale Bands handelt, doch am Mittwoch standen unter anderem Metal Inquisitor auf dem Programm.
Bei den recht sommerlichen Temperaturen fiel es nicht schwer im Biergarten auf den Konzertbeginn zu warten und den Abend mit dem ersten Bierchen zu begrüßen. Dem folgte schnell ein zweites und dann startete schon die erste Band, Abnormal End. Auch wenn es im Nord noch recht leer war absolvierten Abnormal End aus Duisburg einen recht souveränen Auftritt bei dem sie eine rockige Mischung aus Melodic-Death und Trash mit Saxofon-Einlagen. Musikalisch kam die Band recht gut rüber, auch wenn das Saxofon teilweise nicht zu hören war. Das fiel aber nicht besonders negativ auf, denn die Songs funktionieren auch ohne Blasinstrument. Mit etwas gemischten Gefühlen blicke ich allerdings auf die Performance des Sängers zurück. Klar lohnt es sich immer, gerade für den Frontmann einer Band, einen auf Rampensau zu machen, doch sollte man vielleicht damit warten sich ins Publikum zu springen bis genug Leute da sind. Auch wäre es wohl besser gewesen mehr Growls in die Songs einzubauen, da bei den cleanen Vokals deutlich der Druck fehlte. Das sind allerdings die einzigen Kritikpunkte und auch diese wiegen meiner Meinung nach nicht allzu schwer, da die Jungs gerade mal eine Hand voll Gigs absolviert hat. Abnormal End haben letztendlich eine ganz gute Show gezeigt und auch die Songs kamen recht gut an. Setlist Abnormal End: Sadness's path Heartless I'm alive River of no return Rectification of a broken mind Simplification of a complex mind
Warfield Within aus Mönchengladbach gaben sich nach dem gelungenen Opener die Ehre auf der kleinen Bühne im Nord und knallten dem Publikum eine ausgewogene Mischung aus Death und Thrash vor den Latz. Die Combo kam gut an, was nicht zuletzt der Bühnenpräsenz von Frontmann Sebastian geschuldet war. So waren Warfield Within für mich, neben Metal Inquisitor, eine der stärksten Bands des Abends. Setlist Warfield Within: Warfield Within Tortured souls Scapegoat Cynic hell reality A future dark War of attrition New blood Pride of creation
Die letzte der Bands, welche das Publikum auf den Headliner Metal Inquisitor einstimmen sollten, Diaroe ballerte ein Grindcore Stück nach dem nächsten aus den Lautsprechern wobei die Songs immer wieder durch mehr oder weniger lustige und zum Kontext passende Einspieler unterstützt wurden. Die Texte bewegten sich alle auf einem recht niedrigen Niveau. Das kann man mögen, muss man aber zum Glück nicht. Und so kann ich ohne schlechtes Gewissen sagen, dass Diaroe nicht zu meinen Lieblingsbands gehören werden. Beim Publikum, das sich in der Zwischenzeit langsam vermehrt hatte, kam die Band mit ihren simplen und teilweise fäkalhumorigen Songs aber relativ gut an. Setlist Diaroe: Vater Unser Fleischsong W.D.N.H.B. Sexuelle Verwahrlosung Nemesis Kill Rape Eat Hate Mettigel Supertrumpf Joscha's Traum Nekromantik T.A.P. Mary Jane Fäkalschlacht am Darmschacht
Headliner des Abends waren Metal Inquisitor aus Koblenz. Die Jungs aus der Pfalz können schon auf eine recht umfangreiche Bandhistorie zurückblicken und spielten bereits auf diversen großen Festivals. Mit einer derartig großen Bühnenerfahrung war es für die Band ein leichtes dem Publikum ordentlich einzuheizen. So füllte es sich zu Beginn der Metal Inquisitor Show auch merklich in dem Raum vor der Bühne. Da Metal Inquisitor im Gegensatz zu den anderen Bands des Abends eher im traditionellen Heavy Metal angesiedelt sind, verwundert es nicht, das viele Fans erst zum Headliner erschienen sind. Alles in allem legten sich die Jungs ordentlich ins Zeug um dem Nord eine angemessene Show zu bieten, auch wenn sich Frontmann „El Rojo“ gerne mal über den Sonnensimulator, welcher ihm direkt auf den Schädel gestrahlt hat, beschwerte. Alles in allem war der Abend sehr geil, was unter anderem auch an der angenehmen Atmosphäre vom Nord lag. Wer noch nicht da war, sollte auf jeden Fall mal einen Blick riskieren! Setlist Metal Inquisitor: Extinction Persuader Doomsday for the heretic Take revenge Betrayed battalion Quest for vengeance M4A1 Starchaser Casuality evacuation Drowning death Restricted agony Daze of avalon Satans host Zombie driver
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