Kroatien ist hierzulande nicht unbedingt als Mutterland des Metals bekannt, das sich dort aber das ein oder andere Juwel verstecken mag, beweisen Jan, Leo, Nino, Zoran und Denis von Cold Snap. Das man hierzulande große Erwartungen setzt kann an daran sehen das es dem Nu-Metal Quintettrelativ problemlos gelang einen Majordeal mit MIG zu erhaschen. Perfection heisst die Scheibe die seit Ende Oktober bei uns in den Läden steht. Was wird einem hier geboten? Musikalische Perfektion oder doch nur stumpfer Einheitsbrei?

Cold Snap klingen wie eine typische von Korn inspirierte Nu-Metal Band die Ihre Songs auch gerne mal mit genreuntypischen Instrumenten aufpeppt. Besonders das Didgeridoo wird gerne mal in den Songs eingebaut und passt meiner Meinung nach recht gut in das Klangbild das die Jungs da aufbauen.

Wenn wir das unnötige Intro ignorieren finden sich auf dem Album 9 Nummern die ordentlich energiegeladen abgehen, 2 bei denen keine rechte Stimmung aufkommen will und eine Nummer bei der die Jungs beweisen dass sie Humor bestizen. Aber jetzt erstmal der Reihe nach..
Wie geasgt, das Intro ignorieren wir einfach mal, denn das braucht kein Mensch. Danach geht es erstmal etwas gemächlicher mit dem Song Genocide los, der sich dann aber nach den ersten 40 Sekunden zu einer treibenden Kraft entwickelt der man einfach nichtmehr ausweichen kann. Hier kann man zwischendurch immer wieder Parallelen zu Korn ziehen, denn oft genug klingen die Vocals verdächtig nach dem Rastatragenden Frontmann der Amerikaner. Weiter geht es mit dem Song Snap, bei dem Cold Snap tief in die menschliche Psyche abtauchen. Snap ist wie der Vorgänder eine recht brauchbare Nummer, die ordentlich Laune macht. Bei Party machen die Kroaten das erste mal Gebrauch vom oben angekündigten Didgeridoo. Nach dem stimmungsvollen Intro fängt der Song aufgrund einiger Disharmmonien aber recht schnell an nervig zu werden. Das gleiche Problem hat leider auch der darauf folgende Song Flutter of Mother Earth, der ebenfalls mit dem Australischen Instrument untermalt wird. Zum Glück sind dann mit den restlichen Stücken wieder einige ordentliche Stimmungsmacher dabei, wobei es mit den beiden langsamen Songs Epica osjecaja und Bury the hatchet allerdings nochmal 2 Ausnahmen gibt. Die beiden Songs erweisen sich im Vergleich zu den anderen als regelrechte Spaßbremsen.

Etwas heraus sticht dann noch der Song Bongo Bong. Als ich die Rückseite der CD betrachtet habe konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, dass die Kroaten diesen nervigen Sommer-Song gecovert haben. Haben sie aber.. und das eigentlich ganz gut. Die Nummer kann man sich sogar öfter anhören oder dabei wahnsinnig zu werden!

Alles in allem haben Cold Snap ein solides Album abgeliefert, leider werden nicht alle Songs der Stimmungskurve gerecht und so gibt es hier und da den ein oder anderen Ausreißer nach unten. Trotzdem sollte man den Jungs eine Chance geben und zumindest mal in das Album reinhören.

Titel:

Perfection

Veröffentlicht am:

29.10.2010

Bewertung:

7.5

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Tracklist:

1. Cold Snap - Intro (1:32)
2. Cold Snap - Genocide (3:36) [X]
3. Cold Snap - Snap (3:27)
4. Cold Snap - Party (2:55)
5. Cold Snap - Flutter of mother earth (4:03)
6. Cold Snap - You failed (3:31)
7. Cold Snap - Going nowhere (5:07) [X]
8. Cold Snap - Friend (3:57)
9. Cold Snap - Epica osjecaja (5:06)
10. Cold Snap - Religion (5:48)
11. Cold Snap - Music Evolution (3:03)
12. Cold Snap - Bongo Bong (3:06) [X]
13. Cold Snap - Bury the hatchet (4:44)