Mit „Break The Line“ veröffentlichten Revolving Door (zu Deutsch: Drehtür) ihr erstes Album. Die aus einer Thüringer Schülerband hervorgegangene Rockband kennt momentan nur einen Weg und der geht aufwärts.

Wer und was sind Revolving Door?

Das „wer“ ist einfach: Liesa-Marie Fehrmann (Gesang, Gitarre), Wiebke Koschut (Gesang), Sabrina Schöler (Bass), Christian Rüger (Gitarre) und Felix Müller-Litz (Schlagzeug). 2005 wurde Revolving Door als Schülerband des Gymnasium Neuhaus gegründet. Es fing an mit Coverversionen von Mando Diao und Bon Jovi, doch schon bald wurden eigene Songs geschrieben. Der „Schooljam“-Schulbandwettbewerb wurde gewonnen und es folgten über 300 Shows unter anderem mit Revolverheld, Silbermond und den Killerpilzen. Auch Festivalauftritte wie zum Beispiel beim Area 4 waren dabei. Um das ganze perfekt zu machen musste nun natürlich auch ein Album her. Im Oktober war es dann soweit und nach der selbstbetitelten EP konnte die Band das erste Album in den Händen halten.

Das gute Stück wurde vom Dark Age Frontmann Eike Freese produziert und bietet knapp 38 Minuten Spielzeit bei elf Tracks. Da wäre durchaus ein wenig mehr drin gewesen, aber Quantität alleine bringt ja auch nichts. Musikalisch bewegt sich das ganze irgendwo zwischen Rock und Alternative. Als Vergleich würden mir ad hoc Die Happy oder Guano Apes einfallen. Der überwiegende Teil der Songs sind energiegeladene Nummern mit eingängigen Melodien und Mitsingpotential. „Sleepless“ bildet eine Ausnahme und ist mehr eine Schmusenummer. Ich drücke an der Stelle gerne die Skip-Taste, aber irgendwelche Romantiker haben da vielleicht ihren Spaß dran. Technisch gibt es nichts zu bemängeln, die Instrumente kommen alle gut zur Geltung und am Spielerischen habe ich auch nichts auszusetzen. Besonders überzeugt der Gesang der beiden Frontfrauen. Die beiden ergänzen sich gut und die Mischung gibt der Musik den Wiedererkennungswert. Abgesehen von dem einen Totalausfall „Sleepless“ wird ein relativ konstantes Niveau geboten, wobei meines Erachtens die besten Lieder eher im vorderen Teil zu finden sind. Das liegt vielleicht aber auch daran, dass das Songwriting nicht übermäßig innovativ war, sodass sich die Songs stark ähneln.

Kein weltbewegendes Album, aber als Debut kann man das von einer Schülerband auch wirklich nicht erwarten. Als Auftakt macht das ganze aber einen soliden und ausbaufähigen Eindruck und mit ein wenig Weiterentwicklung im Songwriting sehe ich hier durchaus Potential. Wenn man sich die Konzertbilanz der fünf ansieht, merkt man schnell, dass hier viel Energie in die Musik gesteckt wird und alle mit ganzen Herzen dabei sind. Das Fundament ist da und nun liegt es an der Band beeindruckend darauf aufzubauen um nicht in Belanglosigkeit wieder unter zu gehen. Ich würde mich zumindest freuen in naher Zukunft mehr von Revolving Door zu hören.

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Titel:

Break The Line

Veröffentlicht am:

13.08.2010

Bewertung:

8.0

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Tracklist:

01. Goodbye
02. Perish [X]
03. Break the line [X]
04. Funky baby cry
05. Belongs to you
06. Hey you
07. Pretend to be somebody
08. Sleepless
09. Move on
10. I don't even know you [X]
11. Die for you