Nachdem Grand Magus 2008 mit „Iron Will“ ein wahres Meisterwerk veröffentlichten sind die Erwartungen für ihre aktuelle Scheibe „Hammer Of The North“ natürlich enorm. Letzten Freitag kam das aktuelle Album in die Plattenläden und wir haben für euch reingehört, um euch sagen zu können ob die hohen Erwartungen berechtigt waren.

Veröffentlicht wurde das Ganze bei Roadrunner Records, ein Label mit überwiegend Bands modernerer Metalsubgenres. So ist es schön zu sehen, dass auch eine traditionellere Heavy-Metal-Band einen Platz dort gefunden hat.

Das Trio um Sänger und Gitarrist Janne „JB“ Christoffersson spielt bekanntermaßen eine Mischung aus Stoner- und Doom-Metal und geht damit konsequent seinen Weg, egal wie sich die Trends ändern. Sie sind nicht daran interessiert immer schneller und/oder härter zu werden, noch bemühen sie sich darum mit möglichst viel Aufwand (Orchester, etc.) immer bombastischer zu werden. Ich will diese Trends nicht verurteilen, aber manchmal ist weniger eben mehr. Grand Magus sind so ein Fall: Mehr als drei Leute braucht es nicht um musikalisch wirklich etwas zu reißen und den Zuhörer in den Bann zu ziehen.

Doch nun, was ist dieser Weg, von dem ich sprach? Traditionelle Riffs untermauert von einem sehr soliden Fundament aus Bass und Drums, welches keine Wünsche offen lässt. Gekrönt wird das Ganze dann von JBs markanten Stimme, die der Musik auch einen großen Teil des Wiedererkennungswertes gibt. Der Gesang ist in jedem Stück passend und ich könnte mir keine bessere Stimme für die Lieder denken. So war es beim letzten Album und so ist es auch dieses Mal.

Den Anfang des Albums macht mit „I, The Jury“ gleich einer meiner Favoriten. Mit einem für Rob Halford (Judas Priest) typischen Schrei bricht einer der schnelleren Songs des Albums über den Hörer herein und mit den eingängigen Melodien, der starken Gitarrenarbeit und einem JB in Judas Priest Manier hat der Song durchaus Ohrwurmcharakter.

Als nächstes dürfte wohl auffallen, dass die Jungs auch mitreißende, langsamere Stücke spielen können, ohne das einem langweilig wird. Als Beispiel könnte man hier den Titelsong der Scheibe „Hammer Of The North“ nennen, welcher mich insbesondere mit dem Gesang begeistert. Unterstützt wird JB dort noch durch chorartigen Hintergrundgesang der das Gesamtbild angenehm abrundet. Zu dem Song gibt es auch ein Musikvideo, was ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte:

Als Fazit bleibt zu sagen, dass Grand Magus mit dieser CD durchaus wieder einen Schritt nach vorne gemacht haben und trotzdem ihrer Linie treu geblieben sind. Das Album bietet 10 abwechslungsreiche Songs, bei denen einem nicht langweilig wird. Wer auf Heavy Metal alter Schule steht und von der Entwicklung von Manowar enttäuscht ist muss sich diese Platte einfach anhören. Hier wird traditioneller Stil mit frischen Ideen kombiniert.

Titel:

Hammer of The North

Veröffentlicht am:

18.06.2010

Label:

Roadrunner Records (Europa)

Bewertung:

9.0

MP3s kaufen
Album kaufen

Tracklist:

01. I, The Jury [Anspieltipp]
02. Hammer Of The North [Anspieltipp]
03. Black Sails
04. Mountains Be My Throne
05. Northern Star
06. The Lord of Lies
07. At Midnight They´ll Get Wise [Anspieltipp]
08. Bond Of Blood
09. Savage Tales
10. Ravens Guide Our Way