Aus dem Land der Feen und Kobolde, der grünen Wiesen und dem guten Bier kommt eine weitere gute Sache. Musik mit absoluter "Gute Laune Garantie".  Das wollen einen Paddy und seine Ratten zumindest glauben lassen, denn die Jungs kommen nicht aus Irland sondern aus Ungarn. Dennoch stehen  Paddy and the Rats für einen soliden Mix aus Irish Folk und Punk.

Das Debüt der Ratten "Rats on Board" wird ab März 2010 zu haben sein. Hauptthema des Albums ist ohne Frage das Saufen, so haben es sich die Jungs auch in den Kopf gesetzt die ganze Welt in einen Pub zu verwandeln. Mit der Scheibe dürfte das auch problemlos gelingen. Ich für meinen Teil habe selten so viel Spaß an einem Album gehabt denn die Songs gehen aufgrund der folkoiden Spielweise  sofort ins Ohr und wandern von da an direkt in alle erdenklichen Muskeln.  Wer bei den Stücken ruhig sitzen bleiben kann, sollte sich getrost in ein Erdloch legen und zuschütten lassen.
"The Six Rat Rovers" lässt den Hörer sofort erahnen wo der Hammer hängt. Kompromisslos fidelt es einem entgegen. Das schnelle FolkPunk-Stück  ist der perfekte Einstieg. Mit "Song of a Leprechaun", einer Liebeserklärung an Irland geht es nicht minder flott weiter.
Viel mehr gibt es zu dem Song eigentlich nicht zu sagen. Bei "Pub’n Roll" kommen dann erstmal die Bagpipes zum Einsatz. Diese verschaffen dem Song einen stark melancholischen Anstrich. Der Song handelt im großen und ganzen wie die meisten der Songs vom Trinken und arbeitet alle wichtigen Irischen Bier- und Whisky-Marken ab.  Der Song fängt ganz gut die Stimmung ein die so ziemlich jeden Säufer schnell einholt: Bittersüsse Melancholie. Mit "Freedom" arbeiten die Rats dann ein Stück Geschichte der grünen Insel auf. So wird einem schnell klar, dass es sich hier um ein Gedenken an die gefallenen Iren handelt die seinerzeit William Wallace in den Tod gefolgt sind. So ist auch der Ruf nach Freiheit Hauptthema der markigen Nummer. "We Will Fight" ist eine eher fröhliche punkige Nummer. Mit "Fuck you i'm Drunk" schlägt die Band wieder melanchol/nachdenkliche Töne an. Der Song ist eine typische Mitsing/Schunkelnummer die man am besten mit einem kalten Guinness geniesst.
Die restlichen Songs passen wieder eher in die fröhliche tanzbare Schublade und machen allesamt verdammt viel Spass. Herausragend sind hier allerdings der Song "William" der sich klar auf William Wallace bezieht und der wohl bekannteste Song des Albums "Drunken Sailor" der in frischem Gewand daher kommt. Den Abschluss macht "Bully in the alley", ursprünglich einem alten Shanty. Der Abschlusssong ist der einzige der den alten traditionals am nächsten kommt.

Fazit:
Einfach geiles Album das sofort in die Beine geht daher gibts die volle Punktzahl:

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Titel:

Paddy and the Rats - Rats on board (CD-Review)

Veröffentlicht am:

01.09.2009

Label:

Nordic Records

Bewertung:

10.0

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Tracklist:

Tracklist:
1. The Six Rat Rovers [X]
2. Song Of A Leprechaun
3. Pub’n Roll [X]
4. Freedom
5. We Will Fight
6. Fuck You, I’m Drunk
7. Poor Ol’ Jimmy Biscuit
8. Hurry Home
9. Sailor Sally
10. Bang!
11. Ugly Drunken Woman
12. Clock Strikes Midnight
13. William
14. Drunken Sailor
15. Bully In The Alley [X]