Metal Comedian Moses W. und Bardic Sänger Eddie Arndt, das sind die Heavies. Die beiden passionierten Musiker haben es sich zur Mission gemacht den Metal auch in die Haushalte zu bringen in denen stromgespeiste Teufelsgitarren mit dem Leibhaftigen gleich gesetzt werden.  Und so beschlossen die beiden Barden eine Ihr aktuelles Programm unterstützende CD zu produzieren auf welcher die Sahnestücke der knapp 90 minütigen Show verewigt sind.

Obwohl das Liveprogramm durchaus witzig und unterhaltsam gestaltet ist, darf man jetzt aber nicht dem Trugschluss erliegen dass die Beiden sich über die teilweise schon etwas betagteren Klassiker lustig machen würden oder auf der Studio-CD ein Gag-Feuerwerk abfackeln. Nein.. die CD ist eine liebevolle Hommage an Klassiker wie Ace of Spades oder Out in the Fields.  Die Instrumente? 2 Akustik-Gitarren und die durchaus Hardrock-taugliche Stimme von Eddie Arndt.  Die Tracklist beinhaltet kaum einen Song der einem als passionierter Metal-Fan  unbekannt vorkommt.

Schon der erste Song des Albums "Ace of Spades" beweist eindrucksvoll was einem die nächsten 39 Minuten blüht. An Eddie Arndt ist definitiv ein Lemmy verloren gegangen, eigentlich fehlt nur noch der Südstaatler-Bart und die Warze! Etwas weniger genuschelt und einen ganzen Schlag langsamer als das Original von Motörhead kommt der Song daher.

Auch vor Breaking the Law von Judas Priest machen die beiden nicht halt. Schon bei den ersten Tönen des GESUNGENEN!! Intros konnte ich mir ein Grinsen nichtmehr verkneifen. Auch Iron Maiden sind auf der Scheibe mit einem Medley (Hallowed be thy name / Flight of Icarus) und einem auf neue sehr unterhaltsame Weise arrangierten Number of the beast vertreten. 

Ansonsten orientieren sich die Songs auf dem Album weitestgehend an den Originalversionen, wenn man notwendige Änderungen um die Stücke für 2 Akustik-Gitarren spielbar zu machen vernachlässigt.
Ihre Meisterleistung legen die beiden allerdings mit Seasons of the Abyss hin. Ich ziehe meine Hut vor den Barden, dass Sie es geschafft haben diesen Trash-Klassiker  mindestens 3mal so langsam zu spielen ohne dabei albern zu klingen. Der Song klingt dadurch sogar eher noch bedrückender.
Den Abschluss macht ein ehrwürdiges "Rock n Roll all night" inklusive geschraddeltem Schlagzeug-Intro.
Fazit: Ein gelungenes, sehr kultiges und ungewöhnliches Album das ich jedem nahe lege, der  Musik liebt.  Einzig und allein die Spielzeit von 39 Minuten empfinde ich als ein wenig zu kurz. Bei einem Preis von 12 Euro kann man aber eigentlich nicht meckern.

Beziehen kann man die Scheibe übrigens unter www.the-heavies.de

 

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Titel:

An Acoustic Tribute To The Monsters Of Rock

Veröffentlicht am:

01.01.2010

Label:

Eigenvertrieb

Bewertung:

8.0

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Tracklist:

1. The Heavies - Ace of Spaces (3:17)
2. The Heavies - Breaking the law (2:22)
3. The Heavies - Hells Bells (4:12)
4. The Heavies - Out in the fields (4:11)
5. The Heavies - Enter Sandman (3:50)
6. The Heavies - Hallowed be thy name / Flight of Icarus (5:38) [X]
7. The Heavies - Seasons of the abyss (4:54) [X]
8. The Heavies - Ten thousand fists (3:10)
9. The Heavies - Number of the beast (3:47) [X]
10. The Heavies - Rock and Roll all nite (3:08)