Lordi
Mit Deadache haben haben Lordi, die für ihre etwas eigentümlichen aber kultigen optischen Auftritte bekannt sind, ihr bereits 4. Studioalbum aus der Gruft geholt. Die Finnen, die spätestens seit dem Eurovision Song Contest so ziemlich jedem bekannt sein sollten, räumten in Helsinki mit dem höchsten Punktestand seit der Geschichte des Grand Prix ab.

Nun aber zum Album, das mir leider nur in digitaler Form vorliegt..


Das Konzept ist wie bei den Vorgängern denkbar einfach: Die Scheibe beinhaltet eine lockere Ansammlung markiger Hardrock Songs die sich  thematisch alle im Horrorbereich aufhalten. So weit so gut.. doch wie sieht es hinter der Maske aus?

13 (Passend zur Horrorthematik) Songs, von denen einer das Intro ist, und 48:31 Minuten Spielzeit sind eigentlich ganz ok.
Vom Sound her haben sich Lordi wie bei jedem Ihrer Alben wieder ein wenig verändert. Zwar immer noch Hardrock, aber deutlich rauher als The Arockalypse kommt "Deadache" daher. Nahezu jeder Song geht direkt ins Ohr und von da aus  ins Rückenmark so dass man automatisch mitwippt. Die Refrains sind größtenteils recht einfach gestrickt. Beste Voraussetzungen für Ohrwürmer also. Zwischen soliden midtempo Rocknummern wie Bite it like a Bulldog und Girls go chopping (kein Tippfehler), findet sich mit Evilyn auch eine langsame Schauer-Ballade. Rebirth of the Countess hätten sich Lordi aber getrost sparen können. Zwar passt das Klavierstück mit französischem gesprochenen Text in die Gruselatmosphäre, hätte man aber die Zeit besser für eine weitere Rocknummer nutzen können. Mit Raise Hell in Heaven geben die Monster um den Dämon Mr. Lordi dann auch nochmal richtig Gas. Schluss mit Midtempo, denn im dem Song tritt Mr. Lordi das Pedal nochmal bis zum Bodenblech durch.

Deadache ist ein sehr schickes Rockalbum, dass sich nicht verstecken braucht, allerdings vermisse ich einen richtigen Kracher wie Devil is a Loser oder Blood Red Sandman auf dem Album. Bite it like a bulldog hat da am ehesten das Potential anzuknüpfen, aber so ganz reicht es eben nicht für einen Hit.

Wer Rock / Hardrock mit rauhen Stimmen mag, liegt mit Deadache definitiv nicht falsch. Über die Monsterverkleidungen kann man natürlich streiten, aber die bekommt ja nur mit, wenn man auf Live Konzerte geht.



Titel:

Deadache

Veröffentlicht am:

24.10.2008

Label:

Gun Records

Bewertung:

7.0

MP3s kaufen
Album kaufen

Tracklist:

1. Lordi - 01 SCG IV (0:48) 2. Lordi - 02 Girls Go Chopping (4:09) [X] 3. Lordi - 03 Bite It Like A Bulldog (3:35) [X] 4. Lordi - 04 Monsters Keep Me Company (5:35) 5. Lordi - 05 Man Skin Boots (3:48) 6. Lordi - 06 Dr. Sin Is In (3:54) 7. Lordi - 07 The Ghosts Of The Heceta H (3:46) 8. Lordi - 08 Evilyn (4:06) 9. Lordi - 09 The Rebirth Of The Countess (2:05) 10. Lordi - 10 Raise Hell In Heaven (3:38) [X] 11. Lordi - 11 Deadache (3:35) 12. Lordi - 12 The Devil Hides Behind Her (4:18) 13. Lordi - 13 Missing Miss Charlene (5:14)