Aquiles Prister, Kopf der Band Hangar hat bereits eine bewegte Karriere hinter sich: So ist der gute Beispielsweise Drummer bei Angra und hat auch schon bei Di'Anno hinter der Schiessbude gesessen.   Jetzt aber zum Album: Dieses beginnt mit einem gesprochenen Intro, das einen erstmal im Regen stehen lässt. Es ist zwar sehr stimmungsvoll, aber lässt einen nicht erahnen wie das Album sich entwickeln wird. Anders sieht es dann schon mit dem Titelsong "The reason of your conviction" aus.
Geboten wird einem Powermetal der klassischen Sorte aber ohne ins Eierkneiferniveau abzudriften. Bei Hangar geht es eben eine ganze Spur rauher zu als bei Angra. Die Vocals sind locker eine Oktave tiefer angelegt und mehr Geschriesungen (schlagt mich nicht für diese Wortschöpfung) als bei Angra, klingen also deutlich agressiver. In den Songs verliert man sich in ruhigen Passagen, rasanten Riffs, und melodiösen Proggressive-Parts die eine Inspiration von Bands wie Dream Theatre nicht verleugnen können.

Thematisch handelt es sich um ein Konzeptalbum dessen Thematik eher in  Bereiche des Deathmetal passen würde: Es geht um eine Person, die über zahlreiche missliche Umstände feststellt das sie durch den Tod anderer Leute Freude empfindet und im späteren Verlauf feststellt ein potentieller Serienkiller zu sein.

Der Aufbau des Albums ist eigentlich die Standardform eines jeden Powermetal Albums: Eine Hand voll schneller Stücke die einem die Gehörgänge freiblasen, gewürzt mit ein oder zwei Balladen (Im Falle dieses Albums wäre das dann "Hastiness")
Nando Fernandez unverwechselbare rauhe Stimme prägt den Vocals Part der Songs drastisch und sorgt so für eine gewisse Eigenständigkeit in der Flut der  PowerProg-Symbionten die aus Übersee rüberschwappen.

Sicher.. Proggressive  Metal ist nicht jedermanns Sache und über die Notwendigkeit diverser verschachtelter Soli kann man sicher streiten.
Alles in allem ist das Album aber gelungen, auch wenn man keinen WOW-Effekt erwarten darf. Selbst wenn das Album nicht zu meinen Lieblingsalben gehören wird, mit einem Kauf macht man jedenfalls (sofern man Powermetal mag) nicht viel falsch.



Tracklist
[X] Anspieltipp
  1. Just the beginning (1:46)
  2. The reason of your conviction (5:11) [X]
  3. Hastiness (4:14)
  4. Call me in the name of pain (4:45)
  5. Forgive the pain (4:53)
  6. Captivity a house with a thousand rooms (3:34)
  7. Forgotten Pictures (5:19) [X]
  8. Everlasting is the salvation (4:14)
  9. One more chance (5:02)
  10. When the darkess takes you (4:34)