Was für Liebhaber: Planet Black, die neue Scheibe vom Kopf und Namensgeber der Band, Joss Mennen.

 


Die aktuelle Veröffentlichung beginnt ruhiger als erwartet mit dem Titelsong der aber bestenfalls als Intro gesehen werden kann. Weiter geht es mit "Cant get you out of my head"einer kurzen Rocknummer im Midtempo die mit einer komplizierten und verspielten Rhythmik aufwartet. Ein besonderer lyrischer Erguss ist der Song trotz seiner Komplexheit allerdings nicht, denn der Titel ist quasi auch gleich die einzige Textzeile die des Öffteren wiederholt wird.
"Power to the bone" ist der erste Song auf dem Album den ich als "richtigen" Song deuten würde.
"Power to the bone" ist auch wieder eher im Midtempo angesiedelt. Bei nächsten Nummer handelt es sich um den Song "Solitary man" in dem Joss dann ein bisschen auf die
Schmalztube drückt. Etwas rockiger / härter geht es dann bei "Feel put aside" zugange. Hier bekommt man zum ersten mal härtere Riffs entgegen geschleudert. Die Nummer eignet sich prima zum abrocken, dafür fehlt hier ein komplexeres Solo. Mit "On fire" geht es dann wieder etwas melodiöser zu, immer im Wechsel mit harten Rockriffs.
Die Hardrockschiene wird dann auch bis zum Song "Mr. Father" beibehalten, wo man dann wieder ruhigere Töne anschlägt. Das verhilft dem Song zu fast schon balladenhaften Zügen.
"Time will tell" beginnt mit komplexem Gitarrenspiel entwickelt sich dann aber dann auch wieder zu einer ruhigen Nummer. Die Rockgitarren packt Herr Mennen dann erst gegen Ende des
Songs wieder aus um den Übergang zu "Crash and burn" zu schaffen. "Wait another day" ist dann wieder einer der Songs die mir persönlich am besten gefallen haben:
Eine reinrassige Rocknummer.  Ausklingen lässt man das Album dann mit einem etwas funkig angehauchten "Future ahead".



Fazit: Ein solides Album, dass für Leute gedacht ist die sich gerne in der Musik verlieren und bewusst zuhören. Für den "kurzweiligen" Musikgenuss ist das
Album zu schade und auch viel zu komplex. Meine Tasse Kaffee ist es zwar nicht so ganz, aber das liegt hauptsächlich daran, dass ich schnellen harten Metal bevorzuge.
Zwei Highlights sind für mich daher die beiden Songs Feel put aside und Wait another day, weil es dort etwas härter zur Sache geht.
Wenn man sich das Album aufmerksam anhört fällt einem rote Faden direkt auf der sich durch die Scheibe zieht: Herr Mennen singt über Herzschmerz.. und das ganz arg.
Und auch die Namen und Reihenfolge der Titel sind sicherlich nicht zufällig gewählt. Vom schwarzen Loch in das man fällt bis zum letzten Funken Hoffnung ist eigentlich alles dabei.
Für Liebhaber experimentellen Rocks und melodiöser Intermezzi kann ich das Album wärmstens empfehlen. Wer jedoch die härtere Gangart bevorzugt wird mit Mennen nicht allzuviel
anfangen können.


  1. planet black (2:43)
  2. cant get you out of my head (2:47)
  3. power to the bone (5:06)
  4. solitary man (3:22)
  5. feel put aside (5:32) [X]
  6. on fire (3:50)
  7. green elefants and blue clouds (5:33)
  8. reason (5:13)
  9. mr. father (5:52)
  10. time will tell (3:50)
  11. crash and burn (4:24)
  12. wait another day (4:15) [X]
  13. future ahead (3:29)