Etwa zehn Jahre ist es her das Whitesnake zusammen im Studio gesessen haben um neues Material einzuspielen. Diese lange Zeit ist jetzt zum Glück vorbei und so präsentieren die Herren um Mr. Coverdale pünktlich zu Ihrem 30 jährigen Bandjubiläum eine neue Silberscheibe.

Good to be bad heisst das Album. 11 Songs insgesamt beinhaltet die Scheibe, 3 davon sind Rockballaden. Die restlichen 8 sind markige Rocksongs die alle zum Klischee des in den Sonnenuntergang fahrenden Bikers passen würden.  Alles in allem greift die Band mit dem Album die Bandgeschichte einmal auf und arbeitet sich durch ihre gesamte Entwicklungstadien. Gleich der Erste Song fängt mit einem melodischen Intro an. "Best Years" bewegt sich im Midtempo und kann einige komplizierte Soli vorweisen.
"Can you hear the wind blow" kommt mit 80er Jahre Riffs daher und dürfte vorallem die Dauerwellen-Fraktion begeistern. (no offence meant ;)) Für alle die Whitesnake nicht kennen, lässt sich der Song am ehesten mit "Rock you like a hurricane" von den Scorpions vergleichen, auch wenn er etwas zahmer daher kommt.  
"Call on me" ist eine weitere (welch überraschung) Rocknummer die aber etwas mehr Geschwindigkeit hat als die vorhergegangenen Nummern, dafür sind die Gitarrenriffs aber auch nicht so bissig. "All i want all i need" ist eine der 3 Balladen auf dem Longplayer und kllingt so wie "Is this love" heutzutage klingen würde. Durchaus Radio-tauglich aber für meinen Geschmack viel zu schmalzig.
Mit dem Titelsong des Albums geht es weiter: "Good to be bad" einer weiteren Whitesnake typischen Rocknummer, die in oldschooligem Gewand daherkommt.
Der Rythmus lässt einen ohne umschweife im Takt mitnicken.
Mit "All for love" dreht das Album dann auf. Der Song ist eine der starken Nummern auf "Good to be bad". Eröffnet wird er von zwei Gitarren und einer Hammond Orgel. Coverdale glänzt bei diesem Stück und komplettiert wird es von einem virtuosen Gitarrensolo.
Danach wird mit "Summer Rain" es wieder ruhig und etwas schmalziger. Summer Rain ist die zweite radiotaugiche Ballade die Whitesnake im Gepäck haben. Inhaltlich und musikalisch in meinen Augen nichts besonderes, aber ganz nett anzuhören.
Interessanter ist dann "Lay down your love", eine richtig geniale Rocknummer, die direkt in die Beine geht. Hier wird Gitarrenarbeit vom feinsten geleistet.
"Got what you need" drückt nochmal ein wenig aufs Gaspedal um auch die letzten Rockfans aus der Reserve zu locken. Schnelle Riffs sind hier Programm.
"Til the end of time" ist die dritte und letzte Ballade auf dem Album.

Fazit: Whitesnake haben ein gutes Album abgeliefert. Auch wenn das Album meiner Meinung nach nicht beste Whitesnake Album ist, kann man es sich durchaus gut anhören. Probleme habe ich eher mit der Schmalzdrüse auf die Whitesnake seit anbeginn der Zeit kräftig  zu drücken pflegen. Das kommt gerade bei den Balladen drastisch an die Oberfläche. Aber nun gut, wenn man darüber hinwegsieht hat man ein gutes Album in den Händen, das die Augen von Rock / Hardrock Fans sicher zum Leuchten bringen wird.

Tracklist:
[X] Anspieltipp

  1. Whitesnake - Best Years (5:15) [X]
  2. Whitesnake - Can You Hear The Wind Blow (5:04)
  3. Whitesnake - Call On Me (5:02)
  4. Whitesnake - All I Want All I Need (5:41)
  5. Whitesnake - Good To Be Bad (5:14)
  6. Whitesnake - All For Love (5:13) [X]
  7. Whitesnake - Summer Rain (6:11)
  8. Whitesnake - Lay Down Your Love (6:01)
  9. Whitesnake - A Fool In Love (5:50)
  10. Whitesnake - Got What You Need (4:16) [X]
  11. Whitesnake - 'Til The End Of Time (5:35)