Norwegen.. Unendliche Weiten.. Wir schreiben das Jahr 2008..
Halt! Nochmal von vorne... richtig, das Album Hallucinations das hier gerade vor mir liegt kommt aus Norwegen, genauer gesagt die Band Soundborne kommt aus Norwegen.


Wenn man sich die Besetzung von Soundborne genauer anschaut, wird man zwei bekannte Namen entdecken: Stian Dahl und Torkil Riiser. Beide sind Mitglied einer Band die hier auch schon des öfteren Erwähnung fand. Grund genug für mich, das Album Hallucinations etwas genauer zu betrachten.

Soundborne bringen frischen Wind in den etwas angestaubten Rocksektor: Das erreichen die 5 Norweger, auf Ihrem Debut hauptsächlich dadurch, dass sie anders sind. Ähnlich wie Ihre deutschen Kollegen gehen sie einen besonderen Weg indem sie etwas weglassen. In diesem Fall den Gesang.

Hallucinations ist ein reines Instrumental-Album, meiner Meinung nach sogar ein verdammt gutes. Die Titel der Songs sprechen für sich und können den geneigten Hörer vollkommen fesseln. So wartet zum Beispiel "The Race" mit einem treibenden rockigen Riff auf, das locker als Soundtrack eben ein Rennen oder eine Hetzjagt taugen würde. Zwischendurch verliert sich der Track immer wieder in verspielten Soli um dann nachher scheinbar ruhig auszuklingen. Aber nur scheinbar, denn in der letzten Minute nimmt der Song wieder Fahrt auf. The Race soll hier nur als Beispiel dienen, denn jeden Song beschreiben würde zuviel vorwegnehmen. Jeder Song des Albums ist einzigartig und am besten lässt sich das Gesamtwerk mit einem Wort beschreiben: Klangwelten. Man muss sich auf das Album einlassen um völlig in den Songs aufzugehen und sich treiben zu lassen. Hallucinations ist eher eine Scheibe zum entspannen als zum Abgehen. Dies soll jetzt aber nicht als negative Wertung verstanden werden.. im Gegenteil!

Immer wieder experimentieren die Musiker mit Rock und Jazz Elementen, hier gibt es mal ein knackiges Gitarrenriff, da eine ruhige gezupfte Passage. Jede Menge gibt es  zu entdecken auf der Reise auf die einen Soundborne mitnehmen. Und auch wenn das Album nicht unbedingt als Nackenbrecher auf der Tanzfläche taugt, vermag es doch zu Überzeugen. Die Zusammenstellung der Songs ist, auch wenn sie keinen festen Konzept folgt in sich stimmig und langeweile wird man mit der Scheibe jedenfalls nicht erleben.

Wer offen für neues ist, ist bei Soundborne definitiv richtig. Wer jedoch Standard-Rock oder Metal erwartet sollte vorsichtshalber ersteinmal in das Album reinhören.


Tracklist


Anspieltipp: [X]

  1. The Race [X]
  2. Detective
  3. Space [X]
  4. Unreal
  5. Creatures of a fairy tale
  6. Weather
  7. Echoes
  8. Lullaby
  9. Le Roi Soleil
  10. Chase
  11. Lava [X]
  12. Funky
  13. Locomotive