Vor kurzem brachte mir die nette junge Dame von der Post, eben jene die mich Samstags immer aus dem Bett klingelt,
ein Päckchen vorbei.. ihr werdet es euch sicher denken können: Drin war eine CD!

Um genau zu sein, das Debut Album "Til Death Do Us Apart" der Schweden Degradead. Die Stockholmer Melodic Death Combo liefert mit ihrem (sieht man einmal von dem Demo "Death Row" ab) Erstlingswerk eine feine Scheibe ab, die mit GENETIC WASTE direkt von Anfang an ordentlich auf die Ohren gibt. Der Song legt ein ordentliches Tempo vor und wirkt dank der melodischen Verspieltheit und der kraftvollen Screams niemals eintönig. Etwas weniger melodisch aber nicht weniger genial schlägt TAKE CONTROL in die selbe Kerbe und lässt Böses ahnen.. sollten Degradead irgendwann einmal Live in meiner Nähe spielen, werden sich meine Nackenmuskeln wohl nie davon erholen.
Mit feinen Soli und etwas langsamer kommt dann Pass away daher.. Hauptsächlich fällt hier der andere Rythmus auf, der dann etwas Abwechslung in die Scheibe bringt.
Burned ist dann eine Nummer die neben den Deathmetal typischen Growls ein rasantes Solo und unerwarteter Weise auch normale Gesangsparts bietet. Im Grunde kann man sich sämtiche Worte zu den weiteren Songs sparen. So richtig sticht kein Song aus der Tracklist hervor, was unter anderem daran liegt das einfach jeder Song geil ist und
einem so richtig die Trommelfelle weich klopft. Abgeschlossen wird das Album mit der Zupf-Akkustik von "Til Death Do Us Apart".

Fazit:
Das Album ist brutal schnell und hat von Growls, Screams schnellen Soli und warhaft halsbrecherischen Rythmen eigentlich alles zu bieten, was das Deathmetal-Herz begehrt.
Degradead haben sich zu Recht in Schweden eine breite Fan-Base aufgebaut und werden sicher auch im Rest von Europa ordentlich Boden wett machen, sobald "Til Death Do Us Apart" am 4. Februar 2008 in den Regalen steht. Geschmiedet wurde der Longplayer in den IF Studios und kein geringereren als In Flames Mastermind Jesper Strömblad hat im Hintergrund die Strippen gezogen. Man hört dem Album auch deutlich an das Mr. In Flames seine Finger im Spiel hatte. Der Wind in Sachen Melodic Death kommt definitiv aus Schweden und klingt auf keinen Fall muffig, wie so einige Neuveröffentlichungen heutzutage.

Tracklist:
Anspieltipp [X]
  1. Genetic Waste [X]
  2. Take Control
  3. Pass away
  4. Burned [X]
  5. Relations to humanity
  6. The bloodchain
  7. The fallen
  8. Day of the dead
  9. Resemblance of the past
  10. Reborn