Necromantia ist eine interessante Black-Metal Combo, die in 1989 gegründet wurde. Hervorstechend ist hier, dass keine E-Gitare zum Einsatz kommt, sondern ein 8-Saitiger und ein 4-Saitiger Bass.

Auf dem Album begegnen dem Zuhörer 8 sehr unterschiedliche Songs mit vielen unterschiedlichen Parts, wobei manche etwas bunt wirken mögen, aber im Gesamten betrachtet sind da feine Geschichten bei herausgekommen.

Das Klangbild ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber man freundet sich ziemlich schnell mit dem Bass-Sound an. Weit entfernt erinnert der Sound an eine Mischung aus den neuen Enslaved-Scheiben und Vesania, was das Klangbild aber nicht annäherungsweise treffend beschreibt, da es sehr sehr eigen ist.

Das Intro mit gleichnamigen Albumtitel, wo einem Kampfgeräusche aufeinanderprallender Armeen begegnen, macht schnell Lust auf mehr.
Natürlich geht durch das Fehlen der Gitarre ein gutes Stück Atmosphäre verloren, aber bei Songs wie Knights of the Black and White Eagle klappt es wunderbar ohne Gitarre. Basstechnisch werden dem Zuhörer Läufe, Soli und Tappings geboten. Allerdings ist der Einsatz der elektronischen Soundsamples an vielen Stellen auch störend, an anderen Stellen unterstützen diese den Aufbau der düsteren Atmosphäre. Der Gesamtsound ist leider etwas dünn geworden. Da wäre bestimmt noch mehr drin gewesen.

Fazit: Wenn man sich auf die Samples einlässt, findet man schnell gefallen an dieser Scheibe.

 

8 Songs, 41: 47 Minuten 

[x] Abspielempfehlung

1) The Sound of Lucifer storming Heaven (Intro):

      - Atmosphärisches Intro mit teilweise nervenden Soundasamples, andererseits sehr geilen wie das Kampfgemetzel 

2) Order of the Black Sphinx 

     - Kreischende Vocals und Hammer-Blast zum Auftakt

     - Folgende Parts eher mit nervenden Keyboard-Effekten

     - Recht melodischer Refrain

     - Etwas schwacher Mittelteil mit Chorgesang

 

3)  For the Elder Magi: I-Eibeon the Necromancer [x]:

     - Langsmame Auftakt mit viel Keyboard

     - Rhytmische Schlagzeugparts

     - Chromatische Chordwechsel im häufig vorkommenden Strophenteil  (Songdauer 7:06 Minuten)

     - Klassische Soundsamples

     - Geiles Bass-Solo zum Schluss

 

4)   Architecture ofExquisite madness:

     - Gut gewählte Samples im Auftakt

     - Rollende Duoble-Bass mit interessanter Snarefigur

     - Daraufolgender Part stützt sich auf schlecht gewählte Soundsamples

     - Richtig guter Mittelteil , welcher ordentlich böse klingt 

 

 5) Knights of Black and White Eagle [x]:

     - Sehr gut klingender atmosphärischer Anfang

     - Geile Strophe mit variierenden Gesang

     - Gute Bassläufe

     - Richtig gutes appregilastiges Bass-Zwischenspiel

     - Gutes, oft einsetzendes Bass-Motiv

 

6) The Invisible Empire: 

     - Langsamer, recht düstere Song mit schleppenden Parts

     - Fies klingendes Bass-Solo

 

7) HellSeher [x]:

     - Bass Tppings zum Auftakt (geil!)

     - Schneller Part mit gut gewähltem Keyboard

     - Tempowechsel in langsamere , gut klingende Strophe

     - Atmosphärischer, böser Mittelteil

 

 8) LES LITANIES DE SATAM-Act II: From Hell:

     - Harmonischer Auftakt mit Chorgesng

     - zwischenzeitlich gute atmosphärische Parts, auf der anderenseite of nervige Soundsamples