Zwei Jahre ist es nun her, dass die Hamburger Kürbisköpfe von Helloween ihre Fortsetzung der Keeper of the seven keys Saga auf den Markt warfen.
Doch jetzt sind Helloween mit einem neuen Longplayer im Gepäck zurück.
"Gambling with the devil" heisst das gute Stück und beginnt mit der schaurig schönen Hintergrundmusik eines Jahrmarktes, auf dem der Teufel (gesprochen von Saxon Urgestein Biff Byford) höchst persöhlich sein Unwesen treibt. Nachdem dann eine arme Seele auf die Verlockungen des Gehörnten eingeht geht es nahtlos in "Kill it", den eigentlichen "ersten" Song des Albums über.


Kill It geht keine Kompromisse ein und und haut dem geneigten Helloween Fan direkt ein rasantes Power-Riff um die Ohren. Thematisch behandelt der Song die Neigung der Menschheit alles zu töten was wir nicht besitzen können.
Schnell und etwas melodischer geht es dann mit "The Saints" weiter. Der ca. 7 minütige Song hat Hymnencharakter auch wenn Andi Deris hier (so klingt es zumindest) regen Gebrauch einer Voice-Box macht. "As long as I fall" ist der zweite Song des Albums der durchaus das Zeug zum Klassiker hat. Hier wird nicht mit ruhigen Parts und gegeizt.
Im Chorus dreht der Song dann aber richtig auf. Es ist zu erwarten das dies einer der Songs sein wird, die auf der kommenden Live-Tour mit Gammaray lauthals mitgesungen werden. Nach einem rasanten "Paint a new world" und dem anfangs etwas gemächlichen "Final fortune" folgt dann der Hauptteil des Albums, der aus der Trilogie "The bells of the 7 hells", "Fallen to pieces" und "I.M.E" besteht. The bells of the 7 hells kommt im progressiven Gewand daher und besitzt wie viele der Helloween-Songs einen eingängigen Chorus der leicht mitzugröhlen ist. Natürlich darf auch das obligatorische schnelle Solo nicht fehlen, das ebenso zum Grundrezept eines guten Helloween Songs gehört. Mit Fallen to pieces verliert das Album dann etwas an Geschwindigkeit. Dafür wird der Hörer aber mit diversen Richtungswechseln entschädigt. "Fallen" ist ein recht verspielter Song bei dem sich die Kreativität der Hanseaten richtig austoben konnte. Das rythmisch sehr abwechslungsreiche "I.M.E" schliesst die Trilogie ab. Persönlich kann ich mit dem Song nicht allzuviel anfangen, da gefallen mir die typischen Helloween Songs doch besser.
Nun folgt mit "Can do it" ein Stück das im Vergleich zu den anderen Songs, die thematisch etwas düster daher kommen, recht gutgelaunt und sonnig klingt. Can do it ist ein
richtiger gute Laune und gegen Ende des Albums recht gut platziert. Farbenfroh geht es dann mit "Dreambound", einer typischen Helloween-Nummer weiter, um das Album letztendlich in dem melodisch sehr starken "Heaven tells no lies" enden zu lassen.

Fazit:
Gambling with the devil ist ein gutes Album. Vielleicht nicht das Beste, dass Helloween je abgeliefert haben, aber dennoch eines das in den oberen Reihen rangiert.
Das Album kommt in den ersten beiden Dritteln recht düster daher um dann nachher in das pure Gegenteil umzuschlagen. Auch nach mehrmaligem Hören wird das Konzeptalbum
G W T D nicht langweilig und macht einen neugierig darauf, was die Hanseaten denn noch so aus dem Ärmel schütteln werden. Fans von Helloween werden dieses Album lieben,
alle anderen sollten zumindest einmal reingehört haben ob ihnen der abwechslungsreiche Stil des Albums zusagt.
Zu guter Letzt bleibt noch zu erwähnen, dass Helloween im gegen Ende November mit Gammaray udn Axxis auf Tour gehen. (Im Album ist ein Rubbelos beigelegt mit dem man Tickets für kommende Südamerika-Tournee samt Hotel und Flug gewinnen kann.)

Tracklist

[x] Anspieltip 

  1. Crack the riddle
  2. Kill it
  3. The Saints
  4. As long as i fall [x]
  5. Paint a new world
  6. Final fortune
  7. The bells of the 7 hells [x]
  8. Fallen to pieces
  9. I.M.E
  10. Can do it [x]
  11. Dreambound
  12. Heaven tells no lies