10 Jahre hat es gedauert bis Iced Earth Mastermind John Schaffer den ersten Teil seiner Something Wicked Story fertigstellte. Ob es besser ist als das überpatriotische "Glorious Burden" oder ob es genau so.. speziell und gewöhnungsbedürftig ist werden wir hier genauer unter die Lupe nehmen.

Inhaltlich behandelt das erste Album "Framing Armageddon" die Geschichte der Setianer, einem weisen Volk aus grauer Vorzeit, welches in einem blutigen Krieg von einer ausserirdischen Rasse bedroht wird, die nach Macht giert: den Menschen.


 

Gleich nach der Overtüre werden Kenner des Albums gleich erfreut aufhorchen, greift doch Mr. Schaffer das Thema der Something Wicked Trilogie auf, die die letzten 20 Minuten von "Something wicked this way comes" bildet. Die Iced Earth typischen treibenden Stakkato-Gitarrenriffs prägen den Song und lassen einen automatisch im Takt mitnicken. Gewöhnungsbedürftig , aber keineswegs fehl am Platz wirken die Shouts vom Ripper.

Nach der Invasion der Menschen erfahren wir in einem anderthalb Minuten langen Song mehr über die Motivation der Menschen die friedlichen Setianer abzuschlachten. Nahtlos geht es dann weiter mit Setian Massacre, wo die Menschen mit ihrem blutigen Werk beginnen. Mit "A charge to keep " folgt dann einer der wenigen ruhigen Songs des Albums, der mit eingen choralen Stellen aufwartet und dem Ripper die Möglichkeit gibt sein gesamtes Stimmpotential voll zu entfalten.
A charge to keep ist definitv eine der stärkeren Nummern auf dem Album, auch wenn es hier nicht ganz so hart zur Sache geht, wie man es eigentlich von den Herren Schaffer und Co. gewohnt ist.  Der absolute Burner, der wohl auch diverse Konzerthallen zum kochen bringen wird ist der Song "Ten Thousand Strong" zu dem es bereits ein Musikvideo gibt. Definitiv die geilste Nummer von Iced Earth die ich seit dem Something Wicked Material gehört habe.. 

Doch eigentlich verdient es das Album nicht in einzelne Songs aufgeteilt zu werden, es ist so wie man sich ein Konzeptalbum wünscht.. stimmig in sich selber. Immer wieder werden längere Songs durch Metal-untypische Instrumente  von einander getrennt.
Die für Iced Earth so typischen Stakkato-Riffs, Tim's Shout-Einlagen und chorale Parts in den eher ruhigen Songs prägen das Album deutlich.
Und so erzählt Mr. Schaffer konsequent die Geschichte der Setianer weiter, die schliesslich von den Erwählten wider aller Wahrscheinlichkeiten, das Blatt doch noch (zum Guten?) wenden.

 

Fazit: Auch wenn ich Matt Barlows Stimme lieber gehört hätte, muss ich zugeben das Tim Owens kseine Sache sehr gut macht. Der Ripper schafft es den Songs einen eigenen Drive zu verschaffen. Abgesehen davon nutzt es ja nichts vergangenen Sängern nachzutrauern. Fans von "Something wicked this way comes" sollten sich Framing Armageddon unbedingt zulegen, denn es schliesst nahtlos  an den Meilenstein an. Framing Armageddon ist ein dermaßen geiles Album, dass ich nicht nur eine absolute Kaufempfehlung aussprechen kann, sondern einen Kaufbefehl aussprechen muss! Also... KAUFEN!

Tracklist:

  1. Overture
  2.  Something Wicked Pt. 1  [X]
  3. Invasion
  4. Motivation of man
  5. Setian Massacre
  6. A charge to keep
  7. Reflections   [X]
  8. Ten Thousand Strong [X]
  9. Execution
  10. Order of the rose
  11. Cataclysm
  12. The Clouding
  13. Infiltrate and assimilate
  14. Retribution through the ages
  15. Something wicked Pt. 2
  16. The domino decree
  17. Framing armageddon
  18. When star collide (Born is he)
  19. The awakening

[X] Anspieltipp