Running
Nachdem ich das Artwork des neuen Albums von Running Wild gesehen hatte schwante mir schon nichts Gutes. Doch ich hatte keine Ahnung wie mies ich das Album wirklich finden würde. Mit „Resilient" hat Rock N Rolf es endlich geschafft ein totes Pferd solange zu reiten bis es auseinander fällt, es handelt sich hierbei um das schlechteste Running Wild Album das ich je gehört habe.

„Shadowmaker" fand ich ja noch passabel, wenn auch nicht brilliant. „Resilient" setzt der Einfallslosigkeit aus dem Hause Kasparek allerdings die Krone auf und erweckt den Eindruck dass man immer, wenn ein neues Projekt nicht so richtig Fahrt aufnehmen will, den verlausten Piratenhut aufsetzt. Die Riffs sind nervig-eintönig und beschränken sich größtenteils auf eine Komplexität welche man in der zweiten Gitarrenstunde lernt. Zugegeben ein bis zwei Songs die entfernt an die alten Running Wild erinnern finden sich auf der Scheibe, der Rest ist allerdings eine blutarme Schlaftablette die eher an einen Piraten ohne Säbel und Rum erinnert. Dazu kommt erschwerend, dass Rolfs Stimme auf der aktuellen Scheibe ziemlich sägend und nervtötend rüberkommt.

Ich denke es ist an der Zeit Running Wild zu versenken, der Ruhm aus längst vergessenen Zeiten ist längst verflogen, der Lack ist ab und Rolf hackt ohnehin schon seit Jahren ein Loch in sein Piratenschiff, leider taucht es immer wieder auf. Nicht einmal aus Nostalgiegründen würde ich (obwohl ich sonst alle Alben von Running Wild im Regal stehen habe) zu einem Kauf raten. Den einzigen wirklich brauchbaren Song „The Drift" kann man sich mit Sicherheit auch bald einzeln runterladen.

Titel:

Resilient

Veröffentlicht am:

04.10.2013

Label:

SPV Steamhammer

Bewertung:

2.5

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Tracklist:

1. Soldiers Of Fortune (4:26)
2. Resilient (4:42)
3. Adventure Highway (4:17)
4. The Drift (4:46) [X]
5. Desert Rose (5:18)
6. Fireheart (4:40)
7. Down To The Wire (4:03)
8. Crystal Gold (4:27)
9. Bloody Island (9:56)