Cryptic
Mit Signpost veröffentlichen Cryptic Lane aus Recklinghausen / Castrop Rauxel in Eigenregie ihr Debutalbum das sich hören lassen kann. Vom Stil her kann man das Quartett gut in die Kategorie Heavy-Rock stecken, wobei manche Songs durchaus auch powermetal-tauglich sind. Bereits der erste Song „Kill The Oppression" legt rockig los und besitzt dermaßen eingängige Riffs dass man nicht anders kann als mit dem Kopf zu wippen. Auch der Refrain kann überzeugen und bleibt recht schnell hängen. „Breaking Out" und „Never Enough" sind ebenfalls etwas härtere, schnellere Nummern die vor allem das Metal-Publikum ansprechen werden. Schnell merkt man, die Jungs um Frontmann René haben ihre Hausaufgaben gemacht. Alles ist stimmig, die Soli fügen sich perfekt ins Gesamtbild ein und die Melodien sind allesamt so eingängig, dass es schon mit dem Teufel zugehen müsste wenn auf den Cryptic Lane Konzerten keiner mitsingen könnte. Der Song „The Light Deep Inside" ist dann gleich zweimal auf dem Album vertreten, einmal in einer normalen Version mit hardrockigem Intro und einem Radio Edit mit eher seichtem Einstieg. Letzteren braucht meiner Meinung nach allerdings kein Mensch, da schon die normale Version durchaus radiotauglich ist.
Ich muss zugeben, ich war zuerst skeptisch als ich das Päckchen mit dem neuen Album von Cryptic Lane aus dem Briefkasten zog, doch meine Skepsis ist schon nach den ersten Klängen verflogen. Oft schwächeln so „junge" Bands an der wichtigsten Position, nämlich dem Sänger. Cryptic Lane haben mit René Wilhelm aber einen enorm fähigen Mann am Mikro, der die Heavy-Rock-Songs sowie die ruhigeren Stücke wie zum Beispiel das Akkustik-Stück „Dream Of You" auch glaubwürdig rüberbringt. Diese Stärke der Band ist aber zumindest auf dem vorliegenden Album auch ihre Schwäche, denn die Instrumente treten hinter Renés Stimme oft in den Hintergrund. Das mag bei „Deam Of You" passend sein, nimmt aber den ansonsten einwandfreien, härteren Songs ein wenig den Wumms. Wenn man diesen kleinen Kritikpunkt aber außer Acht lässt, präsentieren Cryptic Lane mit Signpost ein Album, welches man problemlos jedem empfehlen kann der Gitarrenmusik steht und Spaß am Spaßhaben hat (sorry ihr Grim Frost Blackmetaller, ihr seid leider raus). Kauft Euch die Scheibe für den schmalen Kurs von 10 € direkt bei Cryptic Lane ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) und behaltet die Jungs im Auge (und im Ohr). Ich jedenfalls schäme mich fast schon ein wenig dafür, dass die Jungs bisher total an mir vorbei gegangen sind.

Titel:

Signpost

Veröffentlicht am:

23.02.2013

Bewertung:

8.5

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Tracklist:

1. Kill the oppression (3:46)
2. Breaking out (4:33) [X]
3. Never enough (4:00)
4. Time for myself (3:38)
5. Someone who wasn\'t me (5:58)
6. The light deep inside (4:56) [X]
7. Dream of you (4:54)
8. The final call (4:38)
9. The light deep inside (radio edit) (3:22)