Die finnischen Newcomer "Sturm und Drang" die ihr Debutalbum "Learning to Rock" im Juni diesen Jahres veröffentlicht haben und auch schon einen Live Auftritt auf dem Sweden Rock sehr erfolgreich absolvierten, sorgen bereits bei Metal Legenden wie z.b. Udo Dirkschneider für Begeisterungstürme.

 

 

Mit ihrem Melodic Powermetal-Sound rennen die Finnen, die im Durchschnitt um die 16 Jahre alt sind, offene Türen ein.
Der Opener des Albums Learning to Rock BROKEN ist eine Powermetal Hymne im Stil von Sonata Arctica. Das mag zum einen an der stimmlichen Ähnlichkeit von Frontmann André Lindmann mit Sonata Arctica Sänger Toni Kakko liegen, ein anderer Aspekt sind aber sicherlich die Keyboard Soli von Jesper Welroos, die durchaus Erinnerungen an Soli von Sonata und COB erinnern... Fans von Sonata Arctica kommen hier jedenfalls voll auf ihre Kosten und werden bei dem Opener leuchtende Augen bekommen.

Der nächste Song ist wieder etwas eigenständiger: TALKING TO SILENCE heisst das gute Stück. Zwischen eingängigen Riffs geben sich hier rasante Gitarrensoli und eher ruhigere Passagen die Klinke in die Hand. Für Abwechslung ist also gesorgt.

Weiter gehts mit FOREVER, einer weiteren kraftgeladenen Nummer. Hier stehen Gesang und eingängige Chorusparts im Vordergrund. Trotzdem darf natürlich ein Solo nicht fehlen. Dieses ist deutlich ruhiger als im vorherigen Song, aber dafür durchaus gefühlsbetonter.

Mit dem Song RISING SON, welcher auch als Single veröffentlicht wird, driften Sturm und Drang jedoch in andere Gefilde ab. Hard Rock / Heavy Metal ist hier angesagt. Mein Gefühl sagt mir, dass die Single in unseren Breiten das stärkste Zugpferd des Albums wird, weil man dazu am besten Abfeiern und sich die Grütze aus dem Kopf moschen kann. Rising son ist simpler gestrickt als die restlichen Songs auf dem Album, aber gerade deswegen frisst er sich direkt in den Gehörgang ein.

Natürlich darf auch eine Balade nicht fehlen..  diese liefern die 4 Finnen mit INDIAN, natürlich kann man sich jetzt streiten ob Baladen auf Metal Album überhaupt etwas zu suchen haben, mich stört sie nicht... sondern vervollständigt den bunten Strauss Metal der uns auf dem Album dargeboten wird.
 
Mit dem Namesgeber des Albums LEARNING TO ROCK wird dem Hörer erneut ein Heavy Metal Brett mit gallopierenden Riffs um die Ohren geschlagen. Sollte es eine zweite Single Auskopplung geben, sind meines Erachtens Learning to rock oder die Hardrock Nummer MORTALS zwei sichere Kandidaten dafür, da diese eine breitere Menge ansprechen dürften.

Abgeschlossen wird das Album durch die hymnenhafte Ballade MISERIA.

FAZIT: Alle Achtung.. ich muss doch gestehen das ich eher mit einer Metal-Ausgabe von Tokio Hotel gerechnet habe.. Hätte nie geglaubt, dass SuD soviel Spass machen können. Das Album ist mit seiner Mischung aus traditionellem Heavy Metal, Powermetal und Hardrock so abwechslungsreich, dass es problemlos in jedes CD-Regal passt. Hier kann ich nur eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen!

 

01 Broken [X]
02 Talking to silence
03 Forever
04 Rising son [X]
05 The raven
06 Indian
07 Learning to rock [X]
08 Fly away
09 Mortals [X]
10 Miseria

[X] Anspieltipp