Der Kanadische Amboss Anvil ist zurück und hat ein neues Album geschmiedet. Leider wirkt die Platte auch in etwa so angestaubt wie die Erfindung des Amboss im 21. Jahrhundert wirken muss.

Auch wenn ich mit der Musik an sich ganz gut leben kann, geht mir gerade die „gesangliche“ Leistung von Anvil Fronter Lips schon in der Mitte des Titelsongs auf den Senkel und ist an Eintönigkeit eigentlich kaum zu überbieten. Aber darauf muss man sich wohl einlassen wenn man als Anvil-Fan zuschlägt, weiß man schließlich schon was einen erwartet. Hope in Hell bewegt sich im unteren Mid-Tempo. Der folgende Song „Eat your Words“ entpuppt sich dann als eine recht fixe Nummer die mit einem gescheiten Text und richtigem Gesang sicher Potential gehabt hätte. Besonders der Solo-Teil macht hier Laune. Der nächste Song „Through with you“ klingt melodisch wie ein etwas verunglücktes Cover des Deep Purple Klassikers „Smoke on the Water“ ohne Orgel mit mehr Gitarren ansonsten gibt es hierrüber auch nichts Aufregendes zu berichten. Die nächsten 3 Songs, „The Fight is never won“, „Pay the Toll“ und „Flying“ sind astreine Rocknummern, die sogar mir gefallen und bei denen Lips‘ nicht gerade melodischer Gesang eigentlich ganz gut passt. Nach diesem Hoffnungsschimmer folgt das schwerfällige „Call of Duty“, das mit den abgehackten Strophen allerdings eher nervt als Stimmung aufbaut. Zum Glück verstecken sich dann doch noch einige Lichtblicke auf dem Album. Die Rocknummer „Bad Ass Rock ‚n‘ Roll“ gehört definitiv dazu, ebenso wie der Song „Time Shows No Mercy“ und die punkige Schlussnummer „Shut the Fuck up“. Als Totalausfall kann man wohl den Song „Mankind Machine“ verbuchen, der eine sehr industriell-roboterartige Stimmung erzeugen soll. Was mit Gitarren bestens funktioniert lässt sich aber nicht auf Gesang übertragen. Leider absolut unhörbar der Song.

Gut... Ein Totalausfall ist die Scheibe von Anvil nicht. Aber auch kein Quell der Freude. Zu eintönig, zu langweilig. Da können leider auch die 4 besseren Songs nicht viel rausreißen. Schade, da wäre echt mehr drin gewesen.

Titel:

Hope in Hell

Veröffentlicht am:

27.05.2013

Label:

SPV Steamhammer

Bewertung:

4.5

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Tracklist:

1. Hope in Hell (4:49)
2. Eat your Words (3:47)
3. Through with you (4:55)
4. The Fight is never won (4:36)
5. Pay the Toll (2:52) [X]
6. Flying (4:58) [X]
7. Call of Duty (4:00)
8. Bad Ass Rock 'n' Roll (4:43) [X]
9. Time shows no Mercy (4:44)
10. Mankind Machine (4:21)
11. Shut the Fuck up (11:07)