Nach dem die EP „Civil War“ schon recht vielversprechend war, stehen Civil War mit ihrem Debutalbum vor der Türe. Wer bei Civil War aufgrund der Besetzung einen Sabaton-Abklatsch erwartet wird angenehm überrascht. Die Band, die hauptsächlich aus Ex-Mitgliedern von Sabaton besteht leiht sich zwar das Kriegsthema, musikalisch kann man die Jungs aber nur bedingt vergleichen. The Killer Angels kommt rauer und erdiger rüber und auch der Keyboard-Bombast hält sich bei den Schweden stark in Grenzen.

Was hat man denn zu erwarten? Ich würde sagen schnörkellosen Powermetal mit der Stimme von Astral Doors Sänger Nils Patrik Johansson. Nach einem atmosphärischen Intro geht es mit „King of the Sun“ los, einem recht eingänglichen Stampfer. Bei First To Fight steigern Civil War dann das Tempo ihres Albums. Die Nummer ist ordentlich fix und nicht so eingänglich wie King of the Sun. Verspielter und Party lastig wird es dann mit dem Song „Saint Patricks Day“ der sich melodisch eindeutig an den eher irischen Klängen orientiert. Thematisch geht es allerdings aber nicht um’s Saufen, sondern um die Flucht des heiligen Patrick. Auch wenn ich es eigentlich vermeiden wollte, Civil War klingen wie Sabaton ohne Bombast und mit einer absolut genialen Stimme. Es gibt weniger hymnenartige Songs, dafür aber thematisch mehr Tiefgang. Natürlich sind sich die Songs alle doch recht ähnlich, hervorstechen vor allem Saint Patricks Day und Lucifers Court. Ersteres aufgrund der irischen Einflüsse, letzteres weil die Synthies einen angenehmen 80er Klang erzeugen.

Alles in allem ein sehr gelungenes Album, das ich persönlich wesentlich besser finde als das letzte Werk der „anderen“ Band.

 

Titel:

The Killer Angels

Veröffentlicht am:

11.06.2013

Label:

Despotz Records

Bewertung:

8.5

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Tracklist:

01 KING OF THE SUN
02 FIRST TO FIGHT
03 SAINT PATRICKS DAY [X]
04 ROME IS FALLING [X]
05 SONS OF AVALON
06 I WILL RULE THE UNIVERSE
07 LUCIFERS COURT [X]
08 BROTHER JUDAS
09 MY OWN WORST ENEMY
10 GETTYSBURG
11 MARCH ACROSS THE BELT (BONUS TRACK)