Mit „House Of Gold & Bones - Part 1“ bringt die Alternative-Metal Gruppe Stone Sour um Frontmann und Slipknot-Sänger Corey Taylor ihr bisher viertes Studioalbum auf den Markt. Die Scheibe stellt den ersten von zwei Teilen eines Konzeptalbums dar, wobei der zweite Teil im Frühjahr 2013 erscheinen soll.

Zum Zeitpunkt der Aufnahme bestanden Stone Sour aus Frontmann, Sänger und Pianospieler Corey Taylor (auch: Slipknot), sowie Gitarrist James Root (auch: Slipknot), Gitarrist Josh Rand, Drummer und Keyboarder Roy Mayorga. Es ist somit das erste Album ohne Shawn Economaki am Bass, welcher im Frühjahr 2012 die Band verlassen hatte. Rachel Bolan (auch: Skid Row) half bei den Aufnahmen zu beiden Teilen aus, da bisher kein fester Ersatz für Shawn gefunden werden konnte.

Die Geschichte des Albums dreht sich um einen Mann welcher an dem Punkt im Leben angekommen ist, wo er sich entscheiden muss welchen weiteren Lebenspfad er einschlagen möchte. Für diejenigen Hörer, die sich nicht durch die Songtexte lesen möchten, (oder als visueller Bonus für die besonders begeisterten Fans) wird die Geschichte auch in Form eines Comics veröffentlicht werden, wobei der Erscheinungstermin auf den 17. April 2013 festgelegt wurde, sodass sich die Interessenten noch ein wenig gedulden müssen.

Der erste Teil des Doppelalbums wartet mit einer Spielzeit von knapp über 43 Minuten auf, welche sich auf elf Songs verteilt. Obwohl es das kürzeste Album von Stone Sour bisher ist hat es doch eine angemessene Länge und der Vorwurf aus Profitgründen aus einem langen Album einfach zwei kurze gemacht zu haben lässt sich daher nicht halten.

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Im Vergleich zu älteren Alben gehen Stone Sour mit mehr Facettenreichtum an die Sache ran, sodass dem Hörer nicht langweilig wird. Zwischen  „RU 486“ einem der härtesten Songs der Scheibe - ja sogar der Band insgesamt - welcher starke Slipknot-Anleihen zeigt und dem sehr ruhigen „Tactiturn“ liegen mehrere musikalische Welten. Viele der Zwischenstufen zwischen diesen beiden Extremen sind in den anderen Songs der Scheibe zu finden, sodass ein weites Spektrum entsteht. Dies macht es dem Einzelnen sehr einfach bestimmte Songs des Albums zu mögen, wobei es vermutlich nicht viele geben wird, die bedingungslos jeden einzelnen Song mögen. Wobei man sich meiner Meinung ein wenig mehr auf die Stücke härterer Gangart hätte konzentrieren sollen. Wenn ich etwas Ruhigeres hören möchte greife ich im Laden ja nicht nach Stone Sour sondern eher nach 3 Doors Down. Aber  das was sie machen, machen sie gut, daher kann man es verzeihen.

Unvermeidbar deckt man bei Stone Sour immer an Slipknot und das wird sich auch nicht ändern, solange der Stil ähnlich und die Stimme dieselbe ist. Aber Stone Sour zeigen von CD zu CD stärker, dass sie es mehr als wert sind, als eine komplett eigenständige Gruppe unabhängig von Slipknot betrachtet zu werden. Besonders zu loben ist Corey Taylor, welcher eine brillante Leistung abliefert und mit seiner Stimme einen großen Beitrag zum Facettenreichtum beisteuern kann.


Eine solide Scheibe mit einigen Songs mit Hitpotential, sowie Liedern welche sich sehr gut zum Mitsingen eignen und daher live mit Sicherheit wunderbar funktionieren werden haben Stone Sour hier abgeliefert. Die Instrumentalisten und insbesondere der Sänger verstehen zweifelsohne etwas von ihrem Job und daher ist „House Of Gold & Bones - Part 1“ jedem Stone Sour Fan zu empfehlen. Allen anderen sei gesagt, dass sie sich auf eine große Bandbreite an Musik gefasst machen müssen, was sicher nicht jedermanns Sache ist. Wem das nichts ausmacht, kann bedenkenlos zugreifen.

Titel:

House Of Gold & Bones - Part 1

Veröffentlicht am:

19.10.2012

Label:

Roadrunner Records (Europa)

Bewertung:

7.5

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Tracklist:

01. Gone Sovereign [X]
02. Absolute Zero [X]
03. A Rumor Of Skin [X]
04. The Travellers Part 1
05. Tired
06. RU486
07. My Name Is Allen
08. Taciturn
09. Influence Of A Drowsy God
10. The Travellers Part 2
11. Last Of The Real