„Die Umgebung für ihr Debüt "Skylight" platzieren AtomA im Weltraum, wo ein paar Astronauten verloren auf ihrer Reise zwischen Planeten sind, auf der Suche nach einer Zuflucht. Die Songs und Texte greifen die Atmosphäre und die Stimmungen in den Köpfen der Astronauten und ihre Emotionen auf, wie sie durch den Raum driften, um letztendlich eine massive Anomalie auf einem fremden Planeten vorzufinden. Die Geschichte der Astronauten spiegelt deutlich die eigene Entfremdung und Loslösung der Bandmitglieder von der Welt wieder, und auch eine tiefe Sehnsucht nach einer unbekannten Heimat. Auf Wiedersehen Planet Erde...“

Treffender als ihr eigener Text könnte ich dieses Album kaum beschreiben.

Der Sound von AtomA, drei Jungs aus Stockholm, ist sphärisch und weit, geprägt von einer tiefen Melancholie und Sehnsucht. Das lässt sich keinem Schema F zuordnen, soll es doch genau das wieder spiegeln, was in den Bandmitgliedern vorgeht. Es ist eine Sammlung von Emotionen, Gedanken und vor allem Ideen, die alle zusammen in Noten gepackt und zu einer musikalischen Geschichte geformt wurden.

Ebenso vielfältig und undurchschaubar wie die Geister der Künstler sind die Einflüsse, die in ihren Sound hineinspielen. Trommeln, dann Beat, und dann Elektro, Growls, die Range ist weit und alles derart ineinander verwoben, dass man sich selbst darin verliert. Synthesizer werden mit Doublebass gepaart, bevor sich ein immer dichterer Klangteppich aus weiteren Instrumenten aufbaut, nur, um von einem Moment der Stille oder einer langen Instrumentalpassage abgelöst zu werden. Hier hat man keine Angst, sich vom Songbaukastensatz wegzubewegen und einfach alles fließen zu lassen. Davon und dadurch lebt die Musik, entwickelt ihre Eigendynamik und trägt den Hörer fort. Trotz allen verschiedenen Einflüssen und Elementen wirkt die Musik auf mich nicht unruhig oder unstimmig. Man lehnt sich zurück und lässt sich treiben und vergisst darüber die Zeit.

Ein, wie ich finde, außergewöhnliches Album. Es fällt mir nicht schwer, mich darauf einzulassen und einlassen muss man sich darauf, sonst klappt das nicht. Es ist wirklich schwer zu beschreiben und ich kann nur empfehlen, sich das Album einfach anzuhören. Mein Anspieltipp: von vorn bis hinten!

 

Titel:

Skylight

Veröffentlicht am:

30.03.2012

Label:

Napalm Records

Bewertung:

8.0

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Tracklist:

Tracklist:
01. AtomA
02. Skylight
03. Hole In The Sky
04. Highway
05. Bermuda Riviera
06. Resonance
07. Solaris
08. Rainmen
09. Saturn & I
10. Cloud Nine