Bereits seit einiger Zeit überzeugen Shotgun Express mit ihren energiegeladenen Live-Shows und nun kann schließlich mit dem Debütalbum nachgelegt werden.

Shotgun Express“ started von der ersten Sekunde an voll durch. Krachende Gitarren, harte Riffs und eine Stimme mit starkem Wiedererkennungswert machen schnell deutlich, dass hier rauer Hardrock auf die Hörer zukommt.

Zu „From the Gutter“ wurde im Vorfeld bereits ein Video gedreht und die Wahl hierzu fiel deutlich auf einen der stärksten Songs des Albums. Vor allen Dingen Refrain und Bridge sind besonders gelungen geraten und bleiben bereits beim ersten Hören im Gedächtnis hängen.

Bei „Gypsy Blues“ wird zunächst ein Gang zurückgeschaltet bis sich die ruhige Strophe in einen knallenden Chorus steigert. Gerade dieser Kontrast macht den Song zu einem der Stärkeren.

„Gentleman“ hat sich bereits auf vielen Konzerten als Mitgröhl-Klassiker erwiesen und auch wenn sich der Charme einer Live-Show nie vollkommen auf einer Platte einfangen lässt löst der Chorus zweifellos Feierlaune aus.

Der Übergang zu „Angel without Wings“, einer der beiden Balladen auf der CD wirkt im ersten Moment ein wenig irritierend. Ein starker Bruch von lautem Rock zu einer Akustik-Ballade. Schließlich spricht der Song jedoch für sich und besonders die Gitarren schaffen hier, zu begeistern und die richtige Stimmung zu vermitteln.

Nach dem sehr bluesigen Intro wird bei „A wasted Life“ deutlich, dass bei diesem Album in einem Punkt noch ein wenig Luft nach oben ist: Variation. Die Songs sind alle sehr, sehr gelungen, könnten sich jedoch noch mehr voneinander unterscheiden. Gerade bei diesem Track fehlt der gewisse Wiedererkennungswert, wogegen man jedoch die ausgedehnten Gitarrenpassagen positiv hervorheben muss.

Die kleinen Schwächen von „A wasted Life“ werden jedoch beim darauf folgenden Song wieder ausgebügelt. Die gewisse „Fuck off“-Attitüde, die beim gesamten Album mitschwingt gibt auch „Victory or Death“ seinen ganz besonderen Charme und erreicht hier einen ihrer Höhepunkte.

„L.A.M.F“ bietet eingängige Gitarrenriffs und einen etwas poppigeren Klang als die vorherigen Stücke. Poppig ist hier jedoch kein negatives Attribut da der rotzige Unterton dennoch erhalten bleibt und so eine interessante Mischung entsteht.

Der letzte Song aus eigener Feder ist „Suicide“ und zum Abschluss wird nochmal ordentlich rein gehauen bevor das Album mit einer Coverversion von „When a man loves a woman“ ausklingt. Zwar wurde der Song in der Vergangenheit nicht gerade selten gecovert, es zählt jedoch die Qualität der Coverversion und diese ist zweifellos gelungen. Der Song bekam ein neues Gewand und behielt dennoch seinen zeitlosen Charme.

 

Shotgun Express machen bereits mit ihrem Debüt deutlich, dass man in Zukunft die Augen nach ihnen aufhalten sollte. Luft nach oben ist vorhanden, aber gleichzeitig auch ganz deutlich das Potential, diese zu füllen. Ein rundum gelungenes Hardrock Album mit wenigen schwachen Momenten und umso mehr Highlights.

Titel:

Gypsy Blues

Veröffentlicht am:

05.04.2012

Label:

Sound Guerilla

Bewertung:

8.0

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Tracklist:

Shotgun Express
From The Gutter [X]
Gypsy Blues
Gentleman [X]
Angel Without Wings [X]
A Wasted Life
Victory Or Death
L.A.M.F. [X]
Suicide
When A Man Loves A Woman (Percy Sledge Cover)