Unglaublich wie schnell man merkt wieviel Herzblut in ein Album geflossen ist. Gerade bei  dem neuen Album von Powerwolf, das den mystischen Namen „Blood of the Saints“ trägt. Der Titel nimmt Bezug auf ein kontrovers diskutiertes Zitat aus der Offenbarung von Johannes: „Und ich sah die Frau, betrunken vom Blut der Heiligen“.  Mit liegt hier die absolut edel gestaltete Limited Edition des Albums vor, welche als Bonus eine zweite CD beinhaltet.

CD 1 ist das reguläre Album, das wie für das Wolfsrudel typisch mit einem Kirchenorgel-Intro anfängt. Um dann mit weniger Bombast als üblich, aber dennoch bombastisch genug mit der absolut genialen Nummer „Sanctified with Dynamite“ weiter zu machen. Der Song ist aufgrund des einfachen Refrains absolut eingängig und lässt einen erahnen was denn da noch so kommen mag.  
„We drink your blood“  ist eine weitere Hymne der Wölfe mit Hitcharakter, die durch den stampfenden Rhythmus absolut geil kommt und gerade live sicher ordentlich Stimmung macht. Wie schon auf den Vorgängern dieses Albums merkt man Frontschnauze Attila Dorn deutlich die Opernsänger Ausbildung an, die dem Album zur zu Gute kommt.   Es findet sich auf dem Album keine Nummer die man als Ausfall bezeichnen könnte, höchstens ein Song bei dem man meint ihn schonmal auf einem der anderen Powerwolf alben gehört zu haben..  So klingt „Murder at Midnight“ verdächtig nach „Panic in the Pentagram“ oder „Saturday Satan“. Ist aber nicht schlimm, denn das sind wie „Murder at Midnight“ echt geile Nummern. Wer weiß.. vielleicht haben die Wölfe hier auch einfach nur einen Gag , ähnlich wie Sabaton mit Metal Crue / Machine / Ripper für die Fans eingeschmuggelt.  
CD 2 beinhaltet eine kleine Auswahl an Powerwolf Songs, darunter neue sowie alte, die mit einem Orchester eingespielt wurden). Das Ergebnis ist durchaus hörenswert und eine nette Dreingabe für Powerwolf-Fans. Hier geht man einen anderen Weg als andere Metal-Bands und verzichtet gleich auf E-Gitarren.


Fazit: Mein lieber Herr Gesangsverein,  man kann wirklich nicht meckern. Powerwolf haben ein astreines Album ohne Ausfälle produziert und bleiben damit Ihrer Linie treu.  Knackige Powermetal-Riffs gewürzt mit einem ordentlichen Schuss Orgelmusik, bombastische Hintergrundchöre und mystisch angehauchte Texte sind eine Mischung die für Powerwolf absolut aufgehen. Bleibt noch zu erwähnen das die Wölfe keine Mühen gescheut haben und die Chöre sowie die Orgel in entweihten Kirchengemäuern eingespielt haben, um den mystischen Klang noch dichter zu zaubern.

{addInfoMain=1063}

Titel:

Blood of the Saints

Veröffentlicht am:

29.07.2011

Label:

Metal Blade Records

Bewertung:

10.0

MP3s kaufen
Album kaufen

Tracklist:

CD1
1. Agnus dei (0:48)
2. Sanctified with Dynamite (4:25) [X]
3. We drink your Blood (3:42) [X]
4. Murder at Midnight (4:47)
5. All we need is Blood (3:36)
6. Dead Boys dont cry (3:25)
7. Son of a Wolf (3:59)
8. Night of the Werewolves (4:30) [X]
9. Phantom of the Funeral (3:09)
10.Die, die, crucified (3:00)
11.Ira Sancti (When the Saints are going wild) (6:25)
CD 2
1. Raise Your Fist, Evangelist
2. In Blood We Trust (Orchestral Version) (4:50) [X]
3. Sanctified With Dynamite (Orchestral Version) (5:26) [X]
4. Ira Sancti (When The Saints Are Going Wild) (5:28)
5. Moscow After Dark (Orchestral Version