Zufallsfotos vom "The Eastpak Antidote" Tour in Düsseldorf

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Eastpak Antidote Tour

Kaum sind die Festivals vorbei geht es mit den Festivaltouren auf Hochtouren weiter. Ein Beispiel wäre die „Eastpak Antidote Tour“, des gleichnamigen Taschenherstellers, die am 28.11.2010 mit Sum41, The Black Pacific, The Riverboat Gamblers und Veara auch im Düsseldorfer Stahlwerk zu Gast war.


Das Stahlwerk ist eine lang gezogene Halle, die mit dem ÖPNV gut zu erreichen ist. Es gibt mehrere Getränkestände, mehrere Garderoben und sogar eine Möglichkeit Pizzastücke zu kaufen. Direkt daneben befand sich passender Weise der Stand von PETA und im Anschluss direkt der Merchtisch der Bands.

Den Anfang machte Veara aus den USA und das Publikum zeigte schon bei der ersten Band Einsatz, was bei der guten Leistung der Musiker auch angebracht war. Direkt auffällig ist, dass hier eine Frau am Schlagzeug sitzt, was man nur bei äußerst wenigen Bands beobachten kann. Auf der Bühne werden Köpfe geschüttelt und gesprungen, dass es eine wahre Freude ist zuzuschauen. Die Show ist energiegeladen und der Funke springt schnell über, sodass das relativ Junge Publikum auch nicht still stehen kann. Während des Gigs wurde die Halle immer voller, da von der Schlange vor der Tür immer mehr Fans nachrückten.

Nach einer kurzen Umbaupause gingen die Mannen von The Riverboat Gamblers auf die Düsseldorfer Bühne. Die aus Texas stammende Punkrockband existiert schon seit 1997 und diese Erfahrung sieht man ihnen auf der Bühne auch an. Sie zeigten sich spielfreudig und voller Elan, sodass auch hier dem Publikum keine andere Wahl gegeben wurde, als diese großartige Band gebührend zu feiern. Natürlich musste von der Band auch die gesamte Bühnenbreite genutzt werden um von einem Punkt zum anderen zu rennen, springen oder um einfach abzugehen und Spaß zu haben. Vorne im Publikum wurde es zwar immer enger, denn die Halle füllte sich immer weiter, doch auch hier war ihnen der Spaß an dem starken Auftritt anzusehen.

Erneut wurde ein wenig auf der Bühne umgebaut und mit The Black Pacific näherten wir uns immer weiter dem enthusiastisch erwarteten Auftritt von Sum41. Doch die Wartezeit verging wie im Flug, denn auch die dritte Supportband konnte mich vom ersten Lied an überzeugen. Auch hier ist geballtes Know-How am Werk, denn Jim Lindberg, der ehemalige Sänger von Pennywise, und Marc Orrell, der ehemalige Gitarrist der Dropkick Murphys, waren mit ihrer neuen Band am Start. Mit „Blitzkrieg Bop“ wird ein Ramones Klassiker gecovert, der mit lauter Kehle vom Publikum mitgesungen wird. Bei den meisten anderen Liedern ist es eher stumm, da der Großteil des Publikums nur Alben und Songs des Headliners kannten. Wert sie zu kennen waren die Lieder des selbstbetitelten Debüts allemal und beim nächsten Konzert werden unter Garantie mehr Fans mit Textkenntnis anwesend sein. Musikalisch war auch hier wieder - wen wundert’s - der Punk Stil prägend, wenn auch vielleicht ein wenig Metallastiger als bei den anderen Bands.

Die darauf folgende Umbaupause war übertrieben lange und für die sehr gequetschten kaum 16 Jahre alten Mädchen auch etwas zu hart, sodass sich eine in den Fotograben übergab und mehrere von den Securitys raus geholt werden mussten.

Als Sum41 dann endlich die Bühne betraten war die Stimmung in der vielleicht zu 70% gefüllten Halle in Sekundenschnelle auf Rekordhoch, denn keiner der Anwesenden wollte auch nur einen Song ungefeiert lassen. Glücklicherweise sah die Band das genauso, sodass sie einen Hit an den anderen reihten. Auch bei der letzten Band des Abends war die Spielfreude spürbar und hier drehten die Fans wirklich ab und es wurde gefeiert ohne Ende. Die Security war nun wieder gefragt um eine Handvoll Mädchen aus der ersten Reihe zu retten. Alle anderen Menschen hatten sichtbar - und vor allem hörbar - ihren Spaß.
Als Sänger Deryck Whibley den Fans die Möglichkeit einräumte aktiv die Show mitzugestalten meldeten sich viele und einige wurden ausgewählt und in den Backstagebereich geleitet. Das Prozedere wiederholte sich ein paar Mal und war am Ende eher nervig, doch die Fans hatten natürlich den Traum gleich mit ihren Idolen was Cooles auf der Bühne zu machen. Bis kurz vor Ende der Show tat sich nichts, sodass die „Auserwählten“ von der Show wenig bis nichts mitbekamen. Da ich das Ende nicht mehr anschauen konnte, kann ich nicht sagen, was die Band vorhatte und ob es sich gelohnt hätte den überwiegenden Teil des starken Auftrittes zu verpassen.
Während der Show wurden einige Coversongs angeschnitten, wobei die Publikumsreaktion auf Namen wie Iron Maiden oder Metallica eher verhalten waren. Das sehr junge Publikum dürfte wenig bis gar keine Lieder der etwas älteren und vor allem härteren Bands gekannt haben. Daher waren die Cover (vor diesem Publikum) meines Erachtens ziemlich überflüssig. Technisch wurde jedoch eindrucksvoll demonstriert, dass nicht nur die eigenen Songs perfekt beherrscht werden.



Ich bin kein wirklicher Punk-Rock-Fan und mehr als drei Lieder der vier Bands kannte ich vorher auch nicht, doch ich muss ehrlich sagen, dass mich jede einzelne Band überzeugt hat. Bühnenperformance und Sound ließen keine Wünsche offen und der Abend hat mir viel Spaß bereitet.

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