Zufallsfotos vom Sabaton - World War Tour mit Alestorm und Thauropod 05.10.2010 in Köln (LMH)

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Sabaton, Alestorm, Thaurorod

Ich gebe zu, ich habe mich schon die ganze Zeit wie ein kleines Kind gefreut auf die Show von Sabaton und Alestorm. Erstere hab ich letztes Mal auf dem Rockstad:Falun gesehen, letztere auf dem Burgfolk. Beide Bands sind definitive Stimmungsgaranten.  Da kann doch eigentlich auch gar nichts schief gehen...

Als wir um 19 Uhr an der Live Music Hall eintrafen hatte sich am Eingang bereits eine beträchtliche Schlange gebildet. Trotzdem bekamen wir problemlos einen Parkplatz, was in Köln eher die Seltenheit ist.  Das Personal schaffte es sogar recht zügig die Schlange abzuarbeiten und so waren wir auch recht schnell auf dem Gelände der Live Music Hall. Nur mein Kamerarucksack schien die Securities zu überfordern und so durfte ich gefühlte 100 Mal mein Sätzlein mit dem Fotopass und der Gästeliste aufsagen bevor ich zur Kasse durfte.
Wir wuselten in die erste Reihe und harrten der Dinge die da kommen sollten.
Die Finnen von Thaurorod  teilen sich auf der Tour den ersten Slot mit den Bandkollegen von Steelwing, die somit für die zweite Hälfte der Tour zuständig sind.  Der Sound der Finnen, die in bester Powermetal Manier loslegten konnte durchaus überzeugen, allerdings merkte man dem Publikum deutlich an auf wen gewartet wurde. So richtig konnte der Funke nicht überspringen. Das schwere Los der Vorbands..
Bei Alestorm sah das allerdings ganz anders aus, viele schienen die Piraten aus Schottland schon lange erwartet zu haben wofür auch die diversen Piraten im Publikum sprachen.  Angekündigt wurden die Chaoten dann durch ihre Interpretation des Pirates of the Carribean  Themes im C64-Gewand.  Humor haben die Jungs ja.. keine Frage, der Reihe nach kamen sie auf die Bühne und legten auch gleich mit einem gelungenen Mix der beiden bisher erschienenen Alben los. 

Für Schotten im Allgemeinen und Alestorm im Besonderen erstaunlich nüchtern gab sich Sänger Chris relativ Wortkarg und verzichtete weitestgehend auf langes Gerede und so gab es für das Publikum schon von Anfang an bei "Wenches and Mead" kaum Gelegenheit zu Atem zu kommen. Nur die etwas ruhigeren Songs wie "Nancy the Tavern Wench"  ließen einem die nötige Zeit zum durchatmen.  Auch "Captain Morgans Revenge" und die neue Mitgröhl-Hymne "Wolves of the Sea" durften natürlich nicht fehlen, bevor das Piratenschiff wieder von der Bühne segelte um Platz für die unbestrittenen Stars des Abends zu machen.

Auch wenn der Final Countdown von Europe nicht ganz unkultig ist.. so langsam sollten sich die Jungs von Sabaton mal einen neuen Song für ihren Einmarsch organisieren. Den Song immer in voller Länge hören zu müssen wird nämlich schnell zur Qual. Alternativ könnten die Jungs aus Falun den alten Gassenhauer ja mal selber einspielen.. Hätte sicher auch was!
Ich will aber nicht gleich zu viel meckern.. denn sonst war die Show einfach perfekt! 
Gleich nach dem Intro legten die Jungs mit der fixen Nummer Ghost Division los, was zu vielen fliegenden Haaren im Publikum führte. Natürlich durften auch Songs vom neuen Album nicht fehlen, schließlich war man unterwegs um eben dieses zu promoten und so folgten kurz darauf Uprising und Aces in Exile. Als Schmankerl für die ganz alten Fans warf die Band dann noch mit Hellriders einen Song vom ersten Album in den Ring und traf damit voll den Nerv des begeisterten Publikums. Die "Noch Ein Bier" Rufe des Publikums versuchte Joakim allerdings dann abzuwiegeln, er müsse sonst ins Mikro rülpsen meinte Jocke. Der eigentliche Grund war aber wohl eher, dass Joakim Geburtstag hatte und vorher wohl mit seinen Bandkollegen rein gefeiert hat. Obwohl Joakim heute wenig trinkfreudig war bewies er Flexibilität, denn die Fans brachten ihn dazu spontan die Setlist um Back in Control zu erweitern.
Darauf sollte eigentlich  40:1 folgen, doch hier wurde der gute  fast von der Reaktion des Publikums weg geblasen  bevor seine Bandkollegen dafür sorgten das man Ihm ein Geburtstagsständchen dar bot.  Danach folgte dann doch noch der Song 40:1 von einem sichtlich gerührten Joakim.
Der darauf folgende Song war mein persönliches Highlight der Show. The Final Solution wurde gespielt und ich war gespannt auf die Reaktionen des Publikums, schließlich ist der Song gerade hier in Deutschland sicher nicht ganz unbrisant.  Beim Publikum kam der Song jedoch ziemlich gut an und dürfte sicher zumindest bei denen die sich mit dem Songtext auseinander gesetzt haben für Aufarbeitung der schrecklichen Ereignisse des Holocaust dienen.  Alles in allem eine perfekte Show mit einer sehr guten Auswahl an Songs.  Ärgerlich war eigentlich nur das Verhalten der Securities die Gespräche von Fans mit Bandmitgliedern jäh unterbrachen und aus der Halle schoben als wären sie nur eine lästige Notwendigkeit.

Setlist Sabaton:
Intro
Ghost Division
Uprising
Aces in Exile
Hellrider
Cliffs of Gallipoli
Back in control
40:1
Final Solution
Attero Dominatus
Coat of Arms
Saboteurs
Swedish Pagans
Price of a Mile
_____________
Art of War
Primo Victoria
Metal Medley
Outro

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