Am Freitagabend (01.10.2010) spielte die deutsche Speed-Metal Formation Warrant mit Necronomicon als Vorprogramm im Rocktempel in Kerkrade. Wir waren natürlich vor Ort, um zu berichten und Fotos zu schießen.

Leider fanden nur sehr wenige Metalfans den Weg in die niederländische Kleinstadt nahe Aachen, sodass die Bands nur vor um die 25 Personen auftraten. Wirtschaftlich wird sich das kaum gelohnt haben, doch die Anwesenden bekamen trotzdem das was sie erwarteten, nämlich feinsten Metal. Es versteht sich von selbst, dass es schwer bis unmöglich ist wirklich Stimmung aufkommen zu lassen, wenn im Prinzip niemand da ist, schade.

Als erstes traten Necronomicon mit einer Viertelstunde Verspätung auf die Bühne. Die Thrash-Metaller aus Bad Bellingen in Baden-Württemberg lieferten eine super Show ab und zeigten sich davon unbeeindruckt, dass es wenig Fans gab, und spielten trotzdem mit viel Spaß und Leidenschaft.

Bassist Andi stand kaum zehn Sekunden still und rannte von der einen Bühnenseite zur anderen. Währenddessen headbangte eine Handvoll Teenager in der ersten Reihe, als gäbe es kein Morgen. Davon sehr angetan ging Freddy das ein oder andere Mal darauf ein und feuerte sie noch weiter an. Die Leere im Publikum nutzte Bassist Andi gerne um ein wenig abseits der Bühne mit seinem Bass Gassi zu gehen.

Als die Zeit für Warrant reif war, betrat, wie hätte es anders sein können, zuerst das Bandmaskottchen, der Enforcer, mit Henkersmaske und Axt die Bühne um das Publikum auf das einzustimmen, was nun folgen sollte. Und das ist Speed-Metal mit langer Tradition: Bereits 1983 gegründet haben Warrant bisher nur eine EP und ein Album veröffentlicht, wenn man wieder neu aufgenommenes ausnimmt.

Etwas albern waren die Ansagen, die darauf abzielten, dass das Publikum dazu zu animieren Liedtitel oder Songtextfragmente mitzubrüllen, denn schon nach den ersten Versuchen war klar, dass das Publikum nicht wirklich fit war und so kam oft keine Antwort aus dem Zuschauerraum.

Als besonderes Special konnten die Anwesenden die Warrant CD „Ready to Command 2010“, welche erst zwei Wochen später offiziell erscheinen wird, exklusiv kaufen.

Doch trotzdem begeisterten sie mich, denn an der musikalischen Performance gab es nichts auszusetzen und der Sound war gut. Ich hatte also meinen Spaß und die anderen Anwesenden werden mir da zustimmen. Das kaum Stimmung aufkam, weil der Laden so leer, war ist sicherlich schade und ärgerlich. Aber wenn man nur das Geschehen auf der Bühne bewertet, dann blieben (bei beiden Bands) kaum Wünsche offen. Wünschenswert wäre natürlich, wenn Bands dieser Größenordnung auch in den Niederlanden mehr Gehör finden würden.

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