Traditionell bewegen sich am 30.04. viele Feierwütige in die Tanztempel um in den Mai zu tanzen. Etwas ähnliches hatten wohl auch die Macher des Rock Hard Magazins im Sinn als sie die Warm Up Show für das noch kommende Rock Hard Festival planten.  Stattgefunden hat das Event im Dortmunder FZW (Freizeit Zentrum West).  

Geladen waren neben dem Headliner D-A-D  (Disneyland After Dark) aus Dänemark auch die Hardrocker Wolf und  Metal Inquisitor aus Koblenz.  Nach der Show von D-A-D wurde zur Metal-Disco  in einem Nebenraum geladen. Hier spielte die Girl-ACDC-Coverband Black Thunder Ladies.
Wir waren schon relativ früh vor Ort und so konnte ich die ersten Minuten dazu nutzen das FZW zu erkunden, denn zuvor hatte ich noch keine Gelegenheit die Location kennen zu lernen.  Die Halle machte einen guten Eindruck, die Bierpreise waren human und das Sicherheitspersonal war freundlich. Gute Voraussetzungen für einen gelungenen Abend also.
Spielte ich zu Anfang noch mit dem Gedanken mir ein D-A-D Shirt zu kaufen, verwarf ich den Gedanken allerdings schnell wieder.  25 Euro für ein Shirt und 65 Euro für einen Pulli wollten sich die Dänen in die Taschen stopfen.  Ziemlich unverschämt in meinen Augen. Es war daher auch nicht verwunderlich, dass sich der Ansturm am Merchandise Stand in Grenzen hielt.  
Ohne T-Shirt, aber dafür mit einer ganzen Ladung guter Laune positionierte ich mich dann günstig in der Halle und erwartete den Beginn des Konzerts.  Metal Inquisitor aus Koblenz, die man bereits 2007 auf dem Rock Hard bestaunen durfte, machten den Einstieg.   Der inzwischen extrem kurzhaarige Sänger "El Rojo" rechtfertigte sich auch gleich deshalb. Diese Lösung sei die beste gewesen, da ihm eh die Haare ausgingen meinte er verschmitzt.  Die Pfälzer hatten zu Anfangs echte Probleme das Publikum für sich zu gewinnen und so beschwerte sich "El Rojo" des Öfteren,  dass "erste Reihe auch mitmachen"  bedeute.  Langsam taute das Publikum auf.  Man muss den Jungs aber zu Gute halten, dass erst relativ wenige Leute da waren. Es scheint sich aktuell eher der "Ich komme erst zum Headliner" -Trend durch zu setzen, was echt schade für die Support Bands ist.  Auch wenn der Funke nicht so ganz überspringen mag, legen sich Metal Inquisitor ins Zeug und widmen sogar meinen Hassobjekten, den Rentnern im Straßenverkehr, den Song "Zombie Driver"
Nach einer kurzen Pause waren Wolf an der Reihe.  Wie Metal Inquisitor und D-A-D waren auch Wolf schon zu Gast auf einem vergangenen Rock Hard Festival und sollten nun die inzwischen etwas gewachsene Menge für D-A-D anheizen. So richtig begeistern konnten mich die Schweden allerdings nicht. Irgendwie hatte ich die Jungs deutlich cooler in Erinnerung.  Man spielte sich zwar passioniert durch einen kleinen Überblick der bisherigen Schaffensphase, aber ich fieberte schon dem Auftritt von D-A-D entgegen auf die ich mich schon diebisch freute.   Ich täte dem Quartett aber nun unrecht wenn ich behaupten würde Wolf wären nicht gut gewesen, sie haben mich nur nicht so überzeugt wie ich es mir gewünscht hätte. Das WOW-Gefühl blieb einfach aus.  Unter dem sonstigen Publikum schienen aber einige Wolf-Fans zu stecken und so ging der Auftritt der Jungs nicht unter. Es waren doch einige schwingende Matten zu sehen und auch der Abstand zwischen der ersten Reihe und der Bühne verringerte sich deutlich.  Nach dem Abschluss-Song "In the Shadow" verschwanden Wolf dann von der Bühne um sich unter das Publikum zu mischen.
Es dauerte noch eine kurze Weile bis dann die ersten Klänge von "Ride my train" den Auftritt von D-A-D einleiteten. Jetzt war es angenehm voll in der Halle, denn die Dänen wollte sich wohl niemand entgehen lassen. So profitierten die Herren um Jesper Binzer deutlich von den Bemühungen der beiden Vorbands, das Publikum aufzuheizen.  So rockten die Jungs sich durch ein spezielles, nahezu komplettes Set ihrer großen Songs und auch Stigs riesige Bass-Sammlung durfte natürlich nicht fehlen.  Die Bekloppten  (und das meine ich jetzt echt nicht negativ) hatten keine Schwierigkeiten das Publikum zu begeistern und so wurde mitgesungen, geheadbangt, getanzt und getrunken was das Zeug hielt.  Die Jungs von D-A-D gelten nicht umsonst als Party-Garant und füllen in ihrer Heimat auch ganz große Hallen.  Die Dänen sind total Verrückt und gaben neben ihren All Time Classics Sleeping my Day Away und It's after Dark auch noch, in absolut haarsträubendem aber sympahtischen Deutsch)  Geschichten über die Arbeiteraufstände im Ruhrgebiet zum Besten (Komm schon Laust, wir wissen du schaffst es).  Zwischendurch konnte man im Publikum Götz Kühnemund erspähen,  dem ein fettes Grinsen ins Gesicht gemeißelt schien.  Es schien also auch dem Chef Redakteur des Rock Hard gefallen zu haben.  So dürfen wir wohl auch hoffen, D-A-D im nächsten Jahr wieder auf dem Festival im Gelsenkirchener Amphitheater sehen zu dürfen.

Der Abend war absolut gelungen und wer es bis dato nicht geschafft hatte, konnte sich noch schnell mit Tickets fürs Rock Hard und dem dazugehörigen T-Shirt eindecken.  

Fotos gibt es hier

Setlisten:


Metal Inquisitor

  1. Star Chaser
  2. Take Revenge
  3. Extinction
  4. Doomsday
  5. Battle Battalion
  6. Zombie Driver
  7. Neropolis
  8. Restricted Ag.
  9. Daze of Avalon
  10. R.I.F

Wolf
  1. Speed
  2. The Bite
  3. Electric Rage
  4. I will kill again
  5. Hail Caesar
  6. Curse you salem
  7. Coodoo
  8. Genocide
  9. Evil Star
  10. In The Shadow


D-A-D

  1. Ride my train
  2. A good Day
  3. Road below me
  4. P.O.V
  5. Everything Glows
  6. Lawrence Of Sub
  7. 1900
  8. Grow or Pay
  9. Johnnie
  10. Ridin with Sue
  11. Jihad
  12. Beautiful together
  13. Monster Philosophy
  14. Bad Craziness
  15. Marlboro Man
  16. Sleeping my day away
  17. Laugh & 1/2
  18. It's after dark