Es war wieder ein Jahr vorrüber und endlich sollte das 17. W:O:A beginnen.
Also packten wir uns wieder zu dritt ins Auto um vom eher regnerischen NRW nach Wacken zu pilgern.
Gut 5 Stunden später kamen wir an. Schnell noch im Wacken Office die Entlohnung fürs Flyer verteilen abgeholt und dann nix wie ab auf den Campingplatz.
Das Wetter war eher mau.. es sah ziemlich nach Regen aus. Doch wir hatten Glück, denn das Wochenende sollte relativ warm und trocken werden.

Eigentlich wollten wir es dieses Jahr zum letzten mal tun..

Der Wetterbericht bestärkte uns noch in dieser Meinung:

Mittwoch: Regen und Gewitter
Donnerstag: Regen und Gewitter
Freitag: Regen und Gewitter
Samstag: Nur Regen
Sonntag: Regen und Gewitter

Das wir unsere Meinung doch noch ändern würden sollte uns bald klar werden.

Mittwochs gegen 11 Uhr machten wir uns auf in Richtung Bottrop um noch jemanden einzusammeln.
Gegen 12 Uhr ging es dann los in Richtung Holy Campground.
Die Fahrt war recht anstrengend, und obwohl wir weitestgehend alle Staus umfahren konnten, waren wir doch erst gegen 19 Uhr auf dem Camping-Gelände angelangt.

Das The Following Camp half uns dann, recht schnell unser Zelt aufzubauen. Danach konnte die Party steigen. Nach diversen Grillfleischfressattacken und einigen Bieren ging der Tag für uns dann schon zu Ende. (Geregnet hat es nicht)

Donnerstags machten wir uns erstmal auf in Richtung Sparmarkt bzw Edeka um unsere Pressepässe & Bändchen zun holen. Hier sollte uns während unserer gut 1 1/2 Stunden Wartezeit ein kalter Schauer erwischen. Zum Glück hatten wir (warmes) Bier.. %) 

Nachdem wir unsere Pässe hatten sind wir noch schnell in den Edeka gesprungen, Fleisch einkaufen.

Abends gaben dann die Jungs von Victory einen genialen Einstand und rockten sich den Arsch ab.
Bei Songs wie Checks in the Mail und Backseat Rider wird der ein oder andere Nacken gut gelitten haben.

Ansonsten gab es noch die Scorpions zu sehen, die aber eine (meiner Meinung nach) eher mäßige Show lieferten, obwohl sie einige echte Klasicker gespielt haben konnten die Jungs aus Hannover mich nicht so recht überzeugen.

Die erste Band die ich Freitags, nach einem Ausflug ins Dorf zu Gesicht bekommen habe waren Six Feet Under.
SFU Frontschwein  Chris Barnes grunzte in gewohnter Manier seine Kehlkopfkrebs verdächtigen Vocals ins Mikro und liess dabei seine gut einen Meter langen Rastas durch die Luft propellern um gegen Ende die Menge gekonnt zu TNT explodieren zu lassen.

Das W:OA hatte auch dieses mal wieder eine Menge zu bieten, auch wenn z.B. der Metalmarkt eher langweilig war. Viel neues gab es dort nicht zu sehen.
Positiv war allerdings das die Ordner dieses Jahr besser Bescheid zu wissen schienen wo es lang geht als im vorherigen Jahr.

Die Wacken-Orgas hatten wohl, so wie wir auch nicht mit einem warmen Wochenende gerechnet und so kam es, dass man ewig weit laufen musste, um einen Wassertank zu finden. Naja.. aber wir haben es überlebt.

Als problematisch bewerte ich allerdings die Tendenz des W:O:A immer größer zu werden. Die Kapazität des Geländes ist langsam mehr als ausgeschöpft. Hier würde man sich eine Rückkehr zu den Wurzeln wünschen d.h. eine Begrenzung der Besucherzahlen.

Ausser den angesprochenen Kritikpunkten, der (bereits gewohnten) schlechten Akkustik und der Tatsache das immer mehr "Szenefremde" Bands zum Festival kommen gab es eigentlich nichts zu meckern, schliesslich bekam der gemeine MetalFan die Chreme de la Chreme der Krachmacher geboten (Motorhead, Morbid Angel, Carnivore) und auch für soliden Rock war gesorgt. (z.b. Victory, Scorpions, Whitesnake).

 

Jack Black für MetalViecher.de