Als ich mich dem Veranstaltungsort, dem Jakobshof in Aachen, näherte war ich etwas erstaunt über die Menschenmassen, die vor dem Jakobshof auf Einlass warteten, denn meiner Meinung nach passten so viele Menschen gar nicht da rein und es wurden immer mehr. Was die Kapazität des Jakobshofs angeht habe ich mich letztendlich stark getäuscht, aber anscheinend wurden an der Abendkasse alle verbleibenden Tickets verkauft, denn der Laden wirkte bei Konzertbeginn ausverkauft.


Als erste Band betraten EVIL HEDGEHOG, eine Aachener Heavy Metal Kapelle, die Bühne. Die drei Jungs, das Mädel und der freundlich dreinblickende evil Stofftierigel hatten zwei Gitarren, keinen Bass, einen Gibsarm und ein Schlagzeug und gaben ein sehr interessantes Bild ab. Der Gitarrist sang und der Mann ohne Instrument (dafür mit Gibsarm), den jeder als Sänger vermutete, beschränkte sich auf Backgroundgesang und Headbangen. Wie sich später herrausstellte war er der Bassist der Truppe, welcher sich beim Aufbauen für die Show verletzt hatte, was auch die Schrammen im Gesicht erklärte. Die Mukke war trotzdem gut und kam beim Publikum sehr gut an.

Nach den bösen Insektenfressern betraten IN LEGEND für den zweiten Auftritt ihrer Bandgeschichte die Aachener Bühne. Wer sich jetzt fragt, wie eine Band für ihre ersten Auftritte direkt an das Supporten der ganzen VAN CANTO Tour kommt, dem sei gesagt, dass der Keyboarder von IN LEGEND der Schlagzeuger von VAN CANTO ist, was ihm an diesem Abend einen Doppelgig bescherte. Die Abneigung gegen Gitarren, hat er von VAN CANTO auch in seine neue Band mitgenommen, denn auch hier sucht man vergeblich einen Gitarristen. Die Band besteht aus einem Keyboarder, einem Bassisten und einem Drummer. Das Keyboard ist allerdings problemlos in der Lage die fehlende Gitarre auszugleichen und der Musik Melodie und Kraft zu verleihen. Beim Publikum schlägt die bis dato unbekannte Band ein wie eine Granate und so ist es kein Wunder, dass IN LEGEND wie ein Headliner gefeiert werden und nach dem Auftritt vom Publikum ein Nachschlag verlangt wird.

Als krönenden Abschluss des grandiosen Abends betrat Deutschlands erste und bis dato einzige A-Capella-Metalband den Jakobshof. Ein Schlagzeuger, vier Sänger und eine Sängerin feuerten ihre größten Hits ab und das Publikum feierte jeden einzelnen. Zu diesen Hits gehören neben Eigenkompositionen auch Cover, wie zum Beispiel NIGHTWISHs "Wishmaster", MANOWARs "Kings Of Metal" und auch IRON MAIDENs "Fear Of The Dark" wird uns für später versprochen, wenn wir denn lieb sind, was wir natürlich waren. Kurzum das Publikum exakt das was es haben wollte und was man von einem gelungenen VAN CANTO Konzert erwarten kann. Doch es kam noch mehr, denn die Band überraschte mit einem Medley dreier Songs, welche sie auf Gitarren begleiteten: Quasi Metal-A-Capella mit Instrumenten. Der Beweis, dass sie auch mit Gitarren spielen konnte gelang sehr gut und auch der Überraschungseffekt war auf ihrer Seite.


Die Abmischung des Sounds war wirklich erste Sahne, die Musik klang exakt wie auf den CDs. Also an dieser Stelle ein wirklich großes Kompliment an die Soundcrew.


Setlist Evil Hedgehog
Intro
Dressed In Black
Bringer Of Light
The Enemy Inside
The Ark Of truth
One Thousand Voices
Hedgehog Dominion
Phantoms Of The Dead
Devinde Marauder


Setlist In Legend
Heya
Healer
Wall
Prestinate
Pandemonium
Vortex

Setlist Van Canto
Lost Forever
Rain
To Sing A metal Song
Wishmaster
Ia Am Human
Rebellion
Water Fire Heaven Earth
One To Ten
The Bard's Song
Medley mit Gitarren (Lifetime, Take To The Sky, Hero)
Drumsolo
Speed Of Light
Kings Of Metal
My voice
The Mission / Master Of Puppets
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Fear Of The Dark
Last Night Of The Kings