ImageGestern Abend waren wir für euch in der niederländischen 50.000 Einwohner Stadt Kerkrade, um über das im „The Rock Temple“ stattfindende „German Metal Meeting Part III“ zu berichten. Als Bands waren Dark Age, Herman Frank, Powerwolf und Destruction geladen. Image


Für mich persönlich war der Rocktempel eine neue Location und da ich denke, dass die wenigsten diesen Veranstaltungsort kennen werde ich einleitend ein paar Worte dazu verlieren. Der Rocktempel liegt keine zwei Kilometer hinter der deutsch/niederländischen Grenze und ist mit einem Bus aus Aachen in weniger als 25min zu erreichen. Der Rocktempel ist relativ klein und demnach sehr gemütlich. Das Personal war äußerst freundlich und auch jemand ohne jegliche Niederländischkenntnisse, wie ich, konnte sich sehr gut verständigen, da alle Mitarbeiter die ich traf deutsch sprachen. Die Getränkepreise waren mit 2€ für ein Bier oder eine Cola meiner Ansicht nach in Ordnung. Der Sound war im Großen und Ganzen gut. Ich werde vermutlich nicht das letzte Mal da gewesen sein.

Nun zu den Bands:

Die Melodic-Death-Metaller Dark Age um Sänger Eike Freese hatten als Opener einen sehr schweren Stand, da der Rocktempel noch nicht mal ansatzweise gefüllt war. So ist es nicht verwunderlich, dass auch vor der Bühne noch nicht allzu viel los war. Die fünf hat dies allerdings nicht im Geringsten gestört und sie haben sich mit viel Spaß durch ihren 45 Minuten langen Auftritt gezockt. Viel Spaß hatten auch die wenigen Fans, die so früh den Weg in das etwas verschneite Kerkrade gefunden hatten. Man konnte einige fliegende Haare sehen, da viele Songs auch Leuten die sich erst kurz vorher über Dark Age informiert hatten über deren MySpace-Seite bekannt waren. Die Songauswahl war meines Erachtens sehr gelungen, da von den frühen Alben bis zum aktuellen Album „Acedia“ von allem etwas dabei war. Leider war der Sound bei ihnen eher schwach abgemischt und auch die Lichttechnik wurde nicht im Geringsten ausgereizt. Sehr schade! Trotzdem war es ein gelungener Auftritt der Band.

Die zweite Gruppe an diesem Abend war der Accept Gitarrist Herman Frank mit seiner nach ihm benannten Band. Ich muss gestehen, dass ich kein einziges seiner eigenen Lieder kannte, doch der Auftritt hat mich sehr überzeugt. Der Sänger der Band wirkte manchmal etwas benebelt, aber an seinem Gesang gab es absolut nichts auszusetzen. Der Sound war im Gegensatz zu Dark Age besser abgemischt und auch das Licht war deutlich besser. Der Saal war viel voller, was auch darin liegt, dass meinen Informationen nach an diesem Abend eigentlich nur er auftreten sollte.

Als nun Powerwolf an der Reihe waren, war da wieder dieses Phänomen, was ich bei den letzten zwei Powerwolfauftritten auf Festivals erlebt habe: Obwohl Powerwolf nicht Headliner sind ist der überwiegende Teil, in diesem Fall geschätzte 35 Prozent, der anwesenden Fans mit einem Powerwolf T-Shirt bekleidet. Aber eben diese Fans bekamen während des Auftritts der Power-Metaller ganz genau das was sie wollten: Vampire, Werwölfe, gute Musik und eine Band die sichtlich Spaß auf der Bühne hat und sich nicht ganz ernst nimmt. Auch die Setlist ließ wohl nur wenige Wünsche unerfüllt. Die fünf Jungs um den Rumänen Atilla waren wie gewohnt weiß geschminkt und der Sänger segnete die Zuschauer. Ob dabei in seinem Weihrauchfass wirklich etwas drin war, was rauchte konnte man dabei leider nicht erkennen, da die Nebelmaschinen des Rocktempels nahezu durchgehend arbeiteten. Atilla Dorn zeigte sich von den Niederlanden sehr angetan, da man dort gut Urlaub machen könne, da das Fahrradfahren durch die fehlenden Berge deutlich schöner sei.

Zum krönenden Abschluss dieses sehr gelungenen Abends stürmten die drei Thrashmetallegenden von Destruction die kleine Bühne. Leider starteten sie mit fast einer halben Stunde Verspätung, sodass ich nicht mal die Hälfte des Konzertes mitbekam, da der letzte Bus heimwärts schon um 23:30 fuhr. In der Zeit in der ich noch anwesend war zeigten sich Destruction spielfreudig und die Fans begeistert. Der Sänger Marcel Schirmer forderte die Zuschauer des Öfteren zu kleinen Moshpits, so genannten Babymoshpits, auf und die Fans gehorchten brav.



Alles in allem war es ein sehr schöner Abend. Der Preis von unter 20€ war für diese Lineup mehr als angemessen und so freue ich mich schon auf den möglichen vierten Teil dieses Festivals.


Setlist Dark Age
Intro
Kingdom Nevercome
Zero
The Dying Art Of  Recreation
Daily Combat
Minus Exitus
10 Steps to Nausea
Fix The Focus
Zeitgeist (Ghost In A Machine)
Last Words
Suicide Crew


Setlist Herman Frank
Welcome To Hell
Moon II
7 Scars
Father Burns Son
Hero
Get Mooned
Balls To the Wall
Bastard Legion
Welcome To The Show
Checks In The Mail
Metal Gods


Setlist Powerwolf
We Take It From The Living
Prayer In The Dark
Raise your Fist, Evangelist
Panic In The Pentagram
In Blood We Trust
Werewolves Of Armenia
Campires Don’t Die
Resurrection By Errection
Saturday Satan
Lupus Dei


Setlist Destruction
Intro 1
Curse Of The Gods
Butchers Strikes
D.E.V.O.L.I.T.O.N.
Eternal Ban
Life Without Sense
Intro 2
Thrash Till Death
Nailed To The Cross
Damned/Cracked/Reject
Metal Discharge
Urge-The Greed
Bestial Invasion
Intro 3
Total Desaster
Mad Butcher
Outro

 

Links

The Rock Temple, Kerkrade

Destruction

Powerwolf

Herman Frank

Dark Age