Bereits seit längerer Zeit geistert der Song "We are Pirates" von Oden Ogan als Video und kleiner Vorgeschmack auf das kommende Album "Easton Hope" durch das Netz.  Das Album wurde von uns bereits gespannt  erwartet, also war es selbstverständlich für uns auch die Release Party zu besuchen.  

Stattgefunden hat das Spektakel im wohl allseits bekannten Turock in Essen. Neben den beiden Gastgebenden Bands Orden Ogan und Dream Evil waren auch noch Everflow und Solar Fragment mit von der Partie und versprachen ein interessantes Programm ganz im Sinne des Powermetals.


 Nachdem wir mehr oder weniger über einen spiegelglatten Parkplatz geschlittert waren, kamen wir pünktlich zum Einlass der Show am Turock an. Besser hätten wir den Zeitpunkt nicht abpassen können, denn die Türen öffneten sich just  zu unserer Ankunft. Also.. hieß es für uns: Rein ins Vergnügen! Schnell noch die Jacke abgegeben, ein leckeres Guinness organisiert und dann ab in die erste Reihe.  Langsam füllte sich der Raum, die erwarteten Massen blieben aber aus. Die Jungs von Everflow ließen sich aber auch von einer vielleicht zu 30% gefüllten Halle nicht beirren und sorgten mit einer energiegeladenen Mischung aus Prog und Powermetal für gute Stimmung .  Gerade in den ersten Reihen konnte man das auch deutlich sehen so flogen doch einige Matten durch die Luft. nach 5 Songs waren Everflow dann auch schon durch ihr kurzes Set gerast und es gab eine kleine Verschnaufpause.  


Solar Fragment waren die nächste Band die es sich zum Ziel machte da Publikum auf  die beiden Highlights des Abends vorzubereiten. Inzwischen waren noch einige Leute mehr angekommen und es wurde merkbar voller.  Das Quintett hat sich ebenfalls dem Powermetal verschrieben und hatte exakt einen Song mehr Zeit um dem Publikum die Ohren durch zu pusten.  Erwähnenswert ist dabei, das Solar Fragment auf Hilfe der Vorband zurückgreifen mussten, denn ihr Gitarrist Marc war dieses Mal nicht von der Partie und so sprang Marc von Everflow ein. Man musste sich also nicht mal einen neuen Namen merken.  Die Show war ganz cool aber auch wie bei den Vorgängern viel zu schnell vorbei.  


Langsam wurde es Zeit für den eigentlichen Grund zum Feiern:  Orden Ogan betraten die Bühne um das neue Album standesgemäß zu promoten. Anscheinend hatten viele die Show der Bombast-Powermetaller gewartet  denn es wurde langsam ordentlich voll.  Man konnte sich zwar noch relativ frei bewegen, der Unterschied zu den beiden Vorbands war aber enorm.  Seeb und seine Compadres  präsentierten eine solide Show hin, die allerdings nicht von technischen Pannen verschont blieb. So schien Seebs Gita rre defekt zu sein. Was das Publikum dazu verleitete lautstark nach einem Drumsolo zu schreien. Mit Erfolg, denn Gnuh erfüllte diesen Wunsch prompt. Wie des nun mal beim Publikum im Pott so ist..  Reicht man ihm den kleinen Finger, will es gleich die ganze Band und so folgten die ersten Rufe nach einem Keyboard Solo welche von Nils mit einem "Ihr seid doch total bekloppt" kommentiert wurden.  Inzwischen hatte Seeb auch schon eine Ersatzgitarre organisiert (stilecht mit Preisschild) und es konnte weiter gehen.  Gezockt wurde eine bunte Mischung als alten und neuen Songs. Natürlich durfte auch das heiß ersehnte "We are Pirates!" nicht fehlen.  Orden Ogan wissen wie man Parties feiert.  Es schien auch so zu sein, als wäre ein Großteil der Besucher nur für Orden Ogan gekommen, denn nach der Show wurde es wieder deutlich leerer im Turock.

Dream Evil hatten auch Grund zum Feiern: Die Schweden hatten nämlich das Brandneue Album "In the night" im Gepäck. Das die Jungs nicht alle auf der Pfanne haben können bewies Ritchie Rainbow dann damit, dass er die Bühne mit 2 über die Ohren gestülpten Brötchen betrat. Die Show war ganz cool und es wurden viele Klassiker gespielt. Auch das obligatorische Book of Heavy Metal durfte natürlich nicht  fehlen. Ich hatte mir allerdings mehr Bühnenpräsenz gewünscht., denn irgendwie wirkte der Auftritt der Schweden doch etwas statisch.
Alles in allem gab es aber an dem Abend nichts zu meckern, denn es hat wirklich Spaß gemacht. Vor allem die totale Ausrichtug auf Powermetal rannte bei mir offene Türen ein.

Setlist Everflow:
Proteus
Homing vulture
The Escapist
Helena
The Loss of ID


Setlist: Solar Fragment
Fragment of the sun
To Thy Crown
Empty Eyed
In our hands
Take me higher
Man of faith


Setlist: Ordan Ogan
N/A


Setlist: Dream Evil
Immortal
In the night
Made of metal
Crusaders Anthem
Heavy Metal in the night
Bang your head
In the fires of the sun
The chosen ones
In flames you burn
Fire! Battle! In Metal!
United
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Children of the night
The Book of Heavy Metal