Der Steinbruch..

unendliche Weiten..


Der Steinbruch ist eine kleine gemütliche Kneipe im Duisburger Süden und bis vor kurzem wusste ich nicht einmal dass dort Konzerte stattfinden.  Durch einen Zufall entdeckte ich die Ankündigung für ein Konzert der Heavies. Metal  meets Akustik wurde da versprochen.  Interessiert beschloss ich mir das Spektakel anzuschauen.

Da ich mir darunter aber noch nicht allzu viel vorstellen konnte, beschloss ich nachzuforschen, wer sich denn hinter dem Projekt verbirgt. Ein paar Mouseclicks später war ich dann schlauer: Der Comedian Moses W.  und der Songwriter Eddie Arndt stecken dahinter. Dann wird's sicher lustig dachte ich mir und sollte nicht enttäuscht werden.


 Im Steinbruch erwartete mich ein kleiner Konzertraum,  der spärlich mit ein paar Teelichtern beleuchtet wurde. Obgleich die Bühne liebevoll mit alten Plattencovern und Gitarren dekoriert war sah das ganze eher nach Lesung als nach Konzert aus. 

Das änderte sich als die beiden Ausnahmekünstler auf die Bühne kamen.   Mit viel Liebe zum Detail und einer Prise Humor widmeten sich die beiden Akustik-Metaller einem Programm das buntgemischter nicht sein konnte.

Von alten KISS-Klassikern (und hiervon gab es reichlich) über Iron Maiden, Slayer und Judas Priest bis hin zu AC/DC war eigentlich jeder wichtige Metal-Meilenstein dabei . Sogar vor Nu-Metal-Songs wie 10.000 Fists von Disturbed machten die beiden nicht halt.


Dass das Programm als Hommage an die Originale gedacht war blieb keinem verborgen. Natürlich gab es auch den ein oder anderen Seitenhieb, jedoch ohne die Songs ins Lächerliche zu ziehen.
Zwischen Ratespielen mit dem Publikum welche NWOBHM Band denn jetzt gespielt werden würde und spaßigen Ansagen (so sind The Heavies z.B. weltberühmt dafür Intros täuschend echt nachzuahmen) folgten dann Songs die einem teilweise die Kinnlade runterklappen ließen. 

Es ist zum Beispiel echt eine Leistung  die Slayer-Bolznummer "Seasons in the abyss" auf nur 2 Gitarren ohne Schlagzeug zu spielen ohne dabei albern zu werden.  Es wurde einem schnell klar: Die Heavies stehen für handgemachte Musik von Fans für Fans (Jaaa.. ich weiß.. aber obwohl  Slogan ausgelutscht ist, passt er nun mal hier am besten)


Jedem der die Möglichkeit hat und offen dafür ist mal über den Tellerrand des Stromverstärkten Metal zu blicken sei nahegelegt sich die Heavies unbedingt man anzuschauen!


Setlist:


Rock you like a hurricane
Hell's bells
Strutter
Breaking the law
Seasons in the abyss
Out in the fields
Touch too much
10.000 Fists
Hallowed by thy name/Flight of Icarus Medley
Moses W. Solo
Perfect Stranger
Number of the beast


Pause

Enter Sandman
Rock'n Roll Outlaw
God of thunder
Eddie Solo
2000 Man
I wanna be somebody
You shook me all night long
Holy Diver
Kings of Metal
Shout at the devil
Ace of spades
Rock'n Roll all night
Sharp Dressed Man
I want you to want me