Kurz nach meinem Eintreffen an der Live Music Hall in Köln bekam meine gute Stimmung einen kleinen Dämpfer, als ich erfuhr, dass J.B.O. leider zu viele Interviewanfragen (und demnach zu wenig Zeit) haben um uns ein Interview zu geben. Sehr schade, wir versuchen aber momentan das irgendwie, notfalls per eMail, nachzuholen. Wenn sich diesbezüglich etwas tut werdet ihr das Resultat natürlich hier finden.

BeatallicaSo blieb mir nichts anderes übrig, als mich hinten anzustellen und artig auf den Einlass zu warten. Die Geschichte stellte sich durchaus als sehr amüsant heraus, da ein paar Jungs vor mir die Kapazität der Live Music Hall zu schätzen. Alle Beteiligten gaben an schon einmal dort gewesen zu sein, daher konnte ich mir die Vorschläge, die von 800 bis 8.000 gingen teilweise nicht erklären. Erstaunt stellte ich fest, dass einige Fans tatsächlich aus dem fernen Franken angereist waren. Nun zu den Bands:


Beatallica
Die Band spielte eine recht eigensinnige Mischung aus den Beatles und Metallica, welche beim Großteil des Publikums gut ankam. Ich persönlich konnte dem Spektakel nicht viel mehr als ein "joa ganz okay" abgewinnen, was natürlich auch daran liegt, dass ich weder die Beatles noch Metallica in die Liste meiner 500 Lieblingsbands aufnehmen würde. Die vier Amerikaner hatten sichtlich Spaß und spielten sich routiniert durch ihren knapp einstündigen Auftritt. Der Gesang kam dabei erstaunlich nahe an das Original von James Hetfield (Metallica) ran.


JBOJ.B.O.
Nach einer akzeptablen Umbaupause war es endlich soweit und der einzig wahre Blödsinn begann. Die vier Franken um die Sänger Vito und Hannes enterten mit dem Partyhit „Ein Fest“ die Bühne und die Fans begannen sofort die rosa Truppe zu feiern. Direkt im Anschluss gab es den Titelsong, des brandneuen J.B.O. Albums „I Don’t Like Metal – I Love It“ und einen weiteren Song dieser Scheibe. Während wir den Fotograben verließen spielten J.B.O. gerade den Hit Bolle, doch soweit wir es mitbekommen haben erfuhr die Welt auch heute nicht den Grund für Bolles Tod. Vielleicht ein anderes Mal. Während des sehr gelungenen Auftrittes der Erlangener Band wurde auch wieder ein unveröffentlichter Song namens „Rammstein Reggae“ gespielt, welcher beim Publikum gut anzukommen schien. Nach ganzen neunzehn Songs verließen die vier Jungs die Bühne der äußerst gut gefüllten Kölner Live Music Hall. Doch natürlich sollte dies nicht alles sein und so kamen sie insgesamt noch zweimal für je zwei Lieder auf die Bühne um im dreiundzwanzigsten Lied ihren Stand als die Verteidiger des wahren Blödsinns zu festigen.


Alles in allem war es ein sehr gelungener Abend und bei so vielen J.B.O. Liedern war wohl für jeden was dabei. Auch die Mischung zwischen Songs des neuen Albums und alten Klassikern wird die meisten wohl nahezu wunschlos glücklich gemacht haben. Über die Vorband kann man streiten, aber dem Großteil der anwesenden Fans war anzusehen, dass ihnen die Truppe durchaus Spaß gemacht hat. Es kann ja nicht immer jedem gefallen...

Fotos vom Abend gibt es hier

 

Setlist Beatallica

  1. Battery
  2. Enter Sandman
  3. Masterful
  4. Bleed Face
  5. Helladay
  6. Hero 'o day
  7. Sgt. Hed's Band
  8. Bass Solo
  9. Fuel Hill
  10. Ktulu No Ending
  11. Garage Dayz / Guit Solo
  12. Hey Dude
  13. Choke (lounge)

Setlist J.B.O.

  1. Ein Fest
  2. I Don't Like Metal
  3. Dio In Rio
  4. Bolle
  5. 1001 Nacht
  6. Sex Sex Sex
  7. Gänseblümchen
  8. Das Eine
  9. Du bringst mich um
  10. Ich liebe dir
  11. Ich vermisse meine Hölle
  12. Ein bisschen Frieden
  13. Rammstein Reggae
  14. Ist da irgendjemand da?
  15. Geh mer halt zu Slayer
  16. M.E.t.A.L.
  17. Bimber Bumber Dödel Dei
  18. Ein guter Tag zum sterben
  19. J.B.O.
  20. Kuschelmetal / Gimme Doop Joanna
  21. Ich sag' J.B.O.
  22. Ich will Lärm
  23. Verteidiger des wahren Blödsinns