Nach dem Kick off Ihrer Art of War Tour in Essen waren Sabaton ganze anderthalb Jahre mit Ihrem aktuellen Album "The Art of War" unterwegs um Spaß und Verwüstung in die Welt zu tragen.  Am Montag den 14.12.2009 schloss die Band dann endgültig die Tour ab. Ort des denkwürdigen Spektakels war das Turock in Essen.
 Die Grailknights aus Grailham City hatten bereits einen großen Teil der Art of War Tour Seite an Seite mit Sabaton absolviert.  Beide Bands haben sich im Verlauf der Tour angefreundet, was lag also näher für die verrückten Schweden, als die Grailknights als Support einzuladen?
Ich war schon relativ frühzeitig am Turock und hatte so die Gelegenheit schon vorab ein paar Worte mit beiden Bands zu wechseln. Die Stimmung war ausgelassen und so bekam ich auch das Privileg dem Soundcheck von Sabaton beizuwohnen.  Nachdem mir dabei fast das Gehör weggeblasen wurde, machte ich mich auf die Suche nach einem Bierchen und harrte der Dinge die da kommen sollten. 

Es dauerte nicht allzu lange bis sich die Pforten des Turock öffneten und eine Schar partywilliger Metalheads in die Halle strömte. Das Turock füllte sich relativ schnell, was eigentlich auch keine große Überraschung war. Schließlich war das Konzert schon lange ausverkauft.

Es dauerte dann auch nichtmehr lange bis das neue! Intro der Grailknights ertönte.  Das Intro weckt sofort  Erinnerungen an die 80er Jahre, wo Cartoons wie Masters of the Universe relativ beliebt waren.  Während des Intros stahl der miese Dr. Skull den heiligen Gral und die Show nahm ihren Lauf.

Die Grailknights betraten in ihren neuen Battle-Rüstungen  die Bühne und legten mit Grailsquest Gladiators direkt richtig los. Das Publikum  ging sofort mit in die Vollen und es scheint so als würde die Schnittmenge aus dem Sabatonschen Panzerbatallion und dem Grailknights Battlechoir 100% ergeben.  Der nächste Song auf der Liste war "In for the kill".  Das Stück wurde ebenso begeistert aufgenommen wie der Einstiegssong und so sollte es den ganzen Abend weiter gehen.

Nach dem zweiten Song kam dann auch schon die heiß ersehnte Bierstute Zapfbeauty auf die Bühne um den  durstigen Battle Choir mit kühlem Grailsquell zu versorgen.  Bei der folgenden Bierdusche wurden nicht nur die Fans, sondern auch die Band selber ordentlich eingeweicht.  Nach einigem obligatorischen Gepose tauschte Sir Optimus Prime mit Mac Death das Lead-Micro und stimmte denn Klassiker "Nameless Grave" ein. Die Stimmung kochte bereits und es war unerträglich heiß in der Halle. Das hielt die Knights aber nicht davon ab, das Publikum zu mit ihren Grailrobic-Übungen zu sportlicher Ertüchtigung zu ermuntern. Nach der kurzen Sportstunde war es auch schon an der Zeit für den Sea Song, den unser grüner Ritter mit dem Akkordeon begleitete. Zwischendurch wurden die Knights immer wieder von Morph und Skull belästigt.

Aufgrund des knappen Zeitplanes ging es dann nahtlos mit "Holding out for a Hero ", "Brüder ich komm nach Haus'"  und "Moonlit Masquerade" weiter. Danach gab sich Dr. Skull geschlagen und händigte den Knights ihren Gral wieder aus.  Danach folgte der Song "Return to Castle Grailskull" sowie die Zugaben "When good turns evil" und "Across the galaxy".
Schade nur, dass die Knights dieses Mal den Drachen Urks nicht bekämpfen konnten. Wie Dr. Skull später in einem privaten Gespräch erklärte, hatte sich der Drache wohl auf der Headliner Tour der Knights mit der Schweinegrippe infiziert und liegt momentan krank in seiner Grotte.
Da Sabaton ihren Soundcheck im Vorfeld schon abgeschlossen hatten verkürzte sich die Umbaupause  dementsprechen. Um das Ganze noch etwas mehr zu beschleunigen, verzichteten die Schweden dieses Mal auf den "Final Countdown", welcher inzwischen schon das typische Intro für einen Sabaton Gig ist. Stattdessen ging es mit zügig mit "Ghost Division" los. Ohne große Umschweife folgte dann auch gleich der eher bombastische Titelsong des aktuellen Albums "The Art of war". Da unter anderem auch Fans aus Polen angereist waren, durfte natürlich auch 40:1 nicht fehlen. Natürlich reichte man Joakim, dem Sänger von Sabaton, die polnische Flagge auf die Bühne.  Danach rollte das Panzerregiment Sabaton in die Türkei um den Klippen von Gallipoli Tribut zu gedenken.  Jetzt begann der wirklich interessante Teil.

Joakim, der inzwischen schon das ein oder andere Bier konsumiert hatte, realisierte plötzlich dass gar keine Setlist auslag. So nutzte man die Gelegenheit das Publikum Wünsche äußern zu lassen. Diese Möglichkeit wurde dankbar aufgegriffen, wobei sich die angereisten englischen Fans am lautesten zu Wort meldeten. Den ersten Wunsch, "Unbreakable", konnten Sabaton leider nicht erfüllen, da sie wie ihr Frontmann lachend zugab, sich nichtmehr daran erinnerten wie man den Song spielt.

Stattdessen einigte man sich auf das nicht minder geniale "Wolfpack" und die Party ging weiter.  Der Sabatonsche Frontmann Joakim erwähnte mehrfach wie genial die Atmosphäre in der Halle war und dass er mehr stolz ist ein weiteres Konzert mit den Grailknights über die Bühne bringen zu dürfen.  Unermüdlic h erfüllten Sabaton Publikumswünsche wie zum Beispiel  "Nuclear Attack" sowie "Panzerkampf" und "Panzerbatallion". Zwischendurch sorgen die Streiche, die die Sabaton Crew der Band spielten für Erheiterung.  So bekam Jocke plötzlich eine diabolisch dunkle Stimme oder es wurden öfter mal Samples eingespielt.  Es war ein unvergesslicher Abend und zum Schluss gaben Sabaton noch bekannt das die Grailknights auf der Releasparty für das neue Album spielen werden. Die Releaseparty findet im Rahmen des Rokstad Falun statt, einem jährlich stattfindenden Festival in Sabatons Heimatstadt Falun. Das Konzert endete damit das Jocke sich in die Menge stürzte um zu Crowdsurfen. Als er wohlbehalten wieder zurück kam, spielte man noch die letzten Zugaben und ein absolut geiler Konzertabend ging zu Ende.  Danke Turock, danke Grailknights, danke Sabaton!

Die Bilder vom Konzert gibt es hier

Setlist Grailknights
  1. Intro
  2. Grailquest Gladiators
  3. In for the kill
  4. Nameless Grave
  5. Sea-Song
  6. Holding out for a hero
  7. Brüder ich komm nach Haus'
  8. Moonlit Masquerade
  9. Return to Castle Grailskull
  10. When Good turns evil
  11. Across the galaxy
  12. Outro
Setlist Sabaton
  1. Ghost Division
  2. Art of War
  3. 40:1
  4. Cliffs of Gallipoli
  5. Wolfpack
  6. Nuclear Attack
  7. Panzerkampf
  8. Panzerbattalion
  9. Into the fire
  10. Attero Dominatus
  11. Price of a mile
  12. Talvisota
  13. Light in the black
  14. Union
  15. Primo Victoria
  16. MetalMedley
  17. Rise of Evil
  18. Back in Control