Nach unserem Interview mit Chris von Black Stone Cherry dauerte es nicht mehr allzu lange, bis das Palladium seine Tore für die zahlreiche wartenden Gäste öffnete.  Keine Minute zu früh, denn es war ordentlich kalt.  Nachdem wir einige bekannte Gesichter wahrgenommen hatten machten wir uns auf ins Getümmel.

Meine gute Laune bekam leider recht zügig den ersten Dämpfer als meine Kamera sich vom Tragegurt löste und sich zügig in Richtung Boden bewegte. Aber  halb so wild, dem guten Stück ist nichts passiert. Gegen 19:30 betraten dann Black Stone Cherry die Bühne des Palladiums.
Die Southern Rock Combo aus Edmonton schöpften aus den Vollen und sorgten für richtig gute Stimmung.  Leider war die Zeit für die Jungs aus den Südstaaten sehr knapp bemessen und so schien es so als würden sie sich extra anstrengen um das Publikum für sich zu begeistern.  Keine Sekunde blieben sie auch nur auf einem Fleck stehen, permanent wurde so derb gebangt,  dass ich gar nicht wissen will wie sich die 4 nach der Show gefühlt haben. Black Stone Cherry sind ein Garant für gute Stimmung.

Setlist BSC:

  • Rain Wizard
  • Yeah Man
  • Maybe someday
  • Lonely train
  • We are the kingsder w

 

 Nach einer relativ kurzen Pause bekam "Der W." seine Chance. Das Soloprojekt von Stephan Weidner, seines Zeichens Ex-Frontmann der "Böhsen Onkelz" wurde bereits gespannt erwartet.  Leider zog eben diese Band auch ziemlich viel recht fragwürdiges Publikum.  Wie dem auch sei, "Der W." machte dennoch dort weiter, wo die Jungs aus dem Bible Belt aufgehört hatten.  Auch wenn der Onkelz-Ableger nicht mehr mit die Härte brachte, die ich erwartet hätte, konnte Herr Weidner doch überzeugen.  Das Publikum sah das ähnlich und wurde so passend auf Motörhead eingestimmt.
Der W. setzten Ihr Programm gekonnt in Szene und sind wohl die neue Hoffnung am deutschsprachigen Rock Himmel.

Setlist Der W.

  • Der W Zwo Drei
  • Liebesbrief
  • Mein bester Feind
  • Heiss
  • Waffen und Neurosen
  • Schatten
  • Und wer hasst dich
  • Stille Tage
  • Tränenmeer
  • Bitte töte mich
  • Geschichtenhasser
  • Gewinnen kann jeder
  • Pass gut auf dich auf


 Zur letzten Band am Abend muss  man eigentlich nichtmehr viel sagen.  Mit der berühmten Einleitung  "We are Motörhead and we play Rock 'n' Roll" ist eigentlich schon alles gesagt. Mr. Ian Kilmister tritt ordentlich Arsch und zeigt so manchem Metal-Jungspund noch was richtige Musik ist.
Die Bühnenshow ist allerdings nicht unbedingt die dynamischste Sache der Welt. Lemmy stand starr an seinem Mikro und bewegte sich keinen Zentimeter. Nur die Hintergrundbeleuchtung änderte sich gelegentlich. Dazu kam noch ein Sound wie man Ihn von Motörhead-Konzerten kennt: Laut und Gesangsparts die klingen als würde Lemmy eine Socke im Mund haben. Spaß gemacht hat es trotzdem und der Sound ist inzwischen schon so eine Art Tradition.

Setlist Motörhead:

  •  Iron Fist
  •  Stay Clean
  •  Be My baby
  •  Rock Out
  •  Metropolis
  •  Over The Top
  •  One Night Stand
  •  I Got Mine
  •  Cradle To The Grave
  •  In The Name Of Tragedy
  •  Just 'Cos You Got The Power
  •  Shoot 'em Down
  •  Going To Brazil
  •  Killed By Death
  •  Bomber
  • Zugaben:
  •  Whorehouse Blues
  •  Ace Of Spades
  •  Overkill