Dass Devil Side Festival feierte am 28.06.09 sein Debut im Landschaftspark Nord in Duisburg.
Die Location war gut gewählt, ist doch der Landschaftspark vor allem Abends  an Atmosphäre kaum zu übertreffen.

Allerdings gilt das wohl nur für konzertfreie Abende, denn die Wiese die als Festivalgelände verwendet wurde, war das einzige, was die Besucher des Devil Side Festivals zu Gesicht bekamen.  Abgesehen davon, dass der Landschaftspark wegen des Festivals  großflächig gesperrt war,  durfte man das Festivalgelände nichtmehr verlassen nachdem man einmal drin war.
Festival-Bändchen waren leider Fehlanzeige.  Das alleine macht aber ein Festival noch nicht schlecht.. schlimmer ins Gewicht fielen da schon andere Ärgernisse.
Wenn man  ein Gelände nicht verlassen darf um sich mit Getränken und Essen zu versorgen wären eigentlich faire Preise angebracht gewesen, doch einen Spar-Döner für 5 Euro oder eine Portion Currywurst mit Pommes für 6 Euro sind meines Erachtens  nicht wirklich fair sondern eher unverschämt.  Die Getränkepreise wären für ein Festival  an sich ganz okay gewesen, doch  dafür bekam man Cola und warmes Bier ohne Kohlensäure geboten.  Auch das kennt man von anderen Festivals besser.  Lange Wartezeiten an den Bierständen von 15-30 Minuten waren keine Seltenheit, aber richtig garstig wurde es so gegen 16 Uhr, als den ersten Ständen die Getränke ausgingen.
Dazu durfte man sich dann auch noch vom Personal, das offensichtlich Schwierigkeiten hatte das Wechselgeld zu berechnen, an motzen  lassen. Auch für das Programmheft hätte man eventuell  nochmal die Rechtschreibprüfung durchlaufen lassen sollen.
Am Line Up gab dafür allerdings nicht viel zu meckern. Hier hatte das Team vom Devil Side es wohl extra gut gemeint und 21 Bands für den ganzen Tag gebucht.  Allerdings... das Gegenteil von "gut" ist "gut gemeint" sagte mal ein weiser Mensch.. und darunter litt das Festival ein wenig. Auch wenn die Bands für ein rassiges Rockfestival sehr gut ausgewählt waren, waren es einfach zu viele.
Weniger Bands und dafür längere Pausen und eine längere Spielzeit hätten das Festival wesentlich angenehmer gemacht. So hatte jede Band im Schnitt 45 Minuten Spielzeit und es wurde kurz vor Spielzeit-Ende richtig hektisch, da alle schnell zur gegenüber liegenden Bühne pilgerten.  
Erschwert wurde das allerdings durch ungünstig platzierte Bierstände und in der Mitte des Geländes sitzende Festivalbesucher.  Es gab auch so gut wie keine "Ton-Pause", was ich als ziemlich nervig erachte, wenn es absolut keine Rückzugsmöglichkeit gibt. Um Bands die man nicht hören wollte kam man nicht drum herum.
 Da auf dem Gelände Mülltonnen Fehlanzeige waren, sah es in kürzester Zeit aus wie auf einer Müllkippe.
Fazit:
Auch wenn es sehr viele Kritikpunkte gab möchte ich anmerken, dass das Festival kein totaler Schuss in den Ofen war. Die Bandauswahl war hochkarätig und auch die Location ist schön.  
Der Kartenpreis war mit 39 Euro durchaus im grünen Bereich
Aus dem Devil Side Festival könnte ein gutes Festival werden, wenn die Crew die Kritikpunkte verbessert.


Wir wünschen uns:
•    Weniger Bands bei längeren Spielzeiten
•    Faire Preise
•    Festival-Bändchen damit man auch mal raus kann.
•    Leute die wissen wie man Bier zapft und genug Getränke
•    Mülltonnen auf dem Gelände