Und es begab sich zu einer Zeit ...


 - die schon wieder verdammt knapp bemessen war, um noch rechtzeitig zum Konzert zu kommen - *g*

 

... da machte sich das Alpha-Squad der Metalviecher auf den Weg zum Roxy-Thronfolger in Essen Mitte. Nach einer überraschend kurzen Parkplatzsuche marschierten wir gen Eingang, vor dem sich bereits eine rege Ansammlung von Metallern erkennen ließ.


 

 

Geduldig ... - ich meine erwartungsvoll - ... reihten wir uns in die Schlange ein, die sich glücklicherweise bald fortbewegte, sodass wir endlich ins Innere gelangten. Entgegen aller Versuche uns aufzuhalten erledigten wir souverän die Eintrittsformalitäten und betraten die Haupthalle, welche – anders als bei standardmäßigen Turockbesuchen – nicht völlig verstopft war. Dies sollte im Verlaufe des Abends auch so bleiben und somit hatte man als Metaller eine breite Spielwiese für eventuelle selbst verschuldete Nackensteife und dergleichen. Auf der Bühne konnte man im Hintergrund bereits den Firewind-Schriftzug sehen, der noch unscheinbar wirkte in Ermanglung einer Beleuchtung. Das Drum Kit, geziert durch zusätzliche Becken im „eisernen-Kreuz-Look“, thronte dort ebenfalls schon und wartete sehnsüchtig auf seinen Einsatz. Gegenüber der Bühne erblickte man den Merchandise-Stand. Unaufgeklärt, wie sich wohl „Kiuas“ anhören mochten, ließ sich anhand der dort angebotenen Band-Shirts vermuten, dass es sich um eher düstere Musik handeln müsse – sprich „Grunzen“, „Krach“ usw. - Die Wahrheit sollte sich jedenfalls in Kürze offenbaren, denn eben   Kiuas war auch die erste Band, die spielen sollte. Es dauerte nicht lange, da betrat die Mannschaft von Kiuas die Bühne. Man erfuhr, dass sie aus Finnland kamen, was man sich vielleicht auch hätte denken können. Jedenfalls sorgten sie während ihres Auftritts ordentlich für Stimmung. Es gab einige schnelle Kracher mit fetzigen Soli zu hören aber auch ein langsameres Stück, dass der Sänger als eine „Geschichte“ auswies und bei dem er die Menge bat, währenddessen zu hüpfen. Überraschender Weise tat dies auch die Mehrzahl der Anwesenden und so wurde da ganze alsbald zu einer spaßigen Hopserei. Stimmtechnisch ist Kiuas keineswegs dem „Eierkneif-Metal“ zuzuordnen. Es gab aggressive Vocals zu hören, die sich aber nur selten mal in ein Geschrei verwandelten. Wer Kiuas auf CD gepresst hört, wird jedoch gewisse Unterschiede feststellen. Die Band hat live einfach mehr Potential, da sie es versteht, die Fans zu unterhalten. Aufgrund fehlender Vorinformationen kann ich hier leider keine Set List angeben. Es wurden aber auf jeden Fall einige Lieder des aktuellen Albums „The New Dark Age“ gespielt sowie einige Stücke von „The Spirit of Ukko“.

Nun zum nächsten Kandidaten des abendlichen Metal-Kommandos: Stormwarrior.

Die Jungs hatten eine Set List am Start und somit sei diese hier kurz aufgelistet :


 

1. Signe of the Warlorde

2. Heavy Metal Fire

3. Metal Legacy

4. Ragnarök

5. Thunderer

6. Heading Northe

7. Odinn's Warriors

8. Iron Prayers

9. Into The Battle

 

Damit wurde von jedem Album etwas gespielt. Glücklicherweise war an diesem Abend Kai Hansen (Gamma Ray, Helloween) nicht als Live-Bühnen-Begleitung zugegen, da er durch seinen Einfluss bei diversen anderen Auftritten Stormwarriors bisher das Spielen jeder Menge Helloween-Cover-Songs ausgelöst hatte und dadurch der „Wikinger-Anteil“ des sturmkriegerischen Song-Repertoirs eindeutig zu kurz gekommen war. Dieses mal konnte man sich nicht beschweren, denn nur als Headliner würden die Sturmkrieger eine noch bessere (weil längere) Show bieten. Man konnte jedenfalls an diesem Abend ordentlich mitgrölen, -schwingen, -Speere und Hämmer werfen (!?!) ... Wer bislang keinen Bart hatte, wird seither seinen Rasierschaum stehen gelassen haben ! Winkinger haben Bärte ! Nachdem dann die Nordmänner die Bühne geräumt hatten, hatte man noch ganz locker die Chance sich mit den Bandmitgliedern zu unterhalten. Besonders Yenz Leonhardt stand noch ziemlich lange an der Bar sowie Lars Ramcke am Merch-Stand.

Es folgte eine etwa 20-minütige Pause, die ich für den Erwerb von Sturmkrieger-Outfits nutzte.

Dann übernahmen nach einem Intro, das man sicher auch beim Armee-Aufmarsch in „300“ hätte hören können, die Firewind-Söldner die Bühne und lieferten folgende Set List :


 

  1. Into the fire

  2. Head up high

  3. Kill to live

  4. Angels forgive me

  5. Silent code

  6. Circle of life

  7. Fire & fury

  8. My loneliness

  9. Brothers keeper

  1. Mercenary Man

  2. Tyranny

  3. Till the end of time

  4. Between heaven & hell

  5. I am the anger

  6. Maniac

  7. Falling to pieces


 
 

Schnell offenbarte sich der epische Charakter der Firewind-Songs, was nicht zuletzt auch am Keyboard lag, welches während des Stormwarrior-Auftritts jedoch „abgekühlt“ war. Sehr interessant gestaltete sich die Funktion von Bandmitglied Bob Katsionis, der teils während der Songs die Instrumente wechselte von Gitarre zu Keyboard und anders herum.

Ab Lied 7 der Set List etwa wurden die Songs richtig gut, da es von nun an Ohrwürmer regnete !

Beispielsweise hat es seither „Mercenary Man“ bei mir geschafft, die Wiedergabeschleife 100 mal zu durchlaufen ! Insgesamt waren wir recht begeistert von Firewind, einer übrigens griechischen Band. Auch dies ist sehr erstaunlich, da man von dort eigentlich weniger Musik aus diesem Genre kennt. Live schlug Firewind sich jedenfalls ganz gut.

Es war anstrengend, noch bis zuletzt durchzuhalten, da man sich bereits bei den vorigen Bands ziemlich verausgabt hatte. Aber schließlich hatten wir es geschafft und „headeten West“.