Auch dieses Jahr waren wir wieder auf dem größten deutschen Metal Festival zugegen. Was wir so erlebt haben und auch wie uns das Festival gefallen hat könnt Ihr im folgenden Bericht lesen.

aDienstag der  in Duisburg gegen 22:00 Uhr:
Nachdem wir erfolgreich unseren Wagen gepackt hatten ging es zu dritt los in Richtung Holy Wacken Land.
Die Fahrt verlief trotz ständig überhitzendem Motor eigentlich relativ unspektakulär, auch wenn sich nach etwa der Hälfte der Strecke der Schlafmangel bemerkbar machte und wir des Öfteren pausieren mussten.

Trotz einer 100% staufreien Strecke brauchten wir doch nahezu 6 Stunden bis wir in Wacken ankamen. Hier fuhren wir dann auf den berühmten Edeka-Parkplatz um uns noch eine Mütze Schlaf zu gönnen. Nach 4 mehr oder weniger unbequemen Stunden im Auto beschloss ich aufzustehen und vertrat mir die Beine. Dabei lief ich Ross von Van Canto über den Weg, der vor der VIP-Bändchen Ausgabe am Edeka stand. Es blieb noch Zeit für einen kurzen Plausch, bevor wir uns mit Lex und Toadie aus dem Forum trafen. Positiv fiel direkt auf, dass die Wacken Orgas dieses Jahr endlich aus dem backstage-Pass-chaos gelernt hatten und die Bändchenausgabe schon am Mittwochmorgen eröffneten.
Nachdem wir uns vom Parkplatz bewegt hatten folgte schon das nächste Highlight:
Der Ort war absolut staufrei. Man konnte Problemlos und ohne Wartezeit durch den Ort fahren.
Zur Erinnerung: Letztes Jahr hatten wir vom Ortseingang bis zum Camp-Ground statte 4 Stunden benötigt und auch die Jahre davor funktionierte die Durchfahrt nie wirklich reibungslos.
Die anfängliche Freude über das abwesende Verkehrschaos legte sich dann abe schnell, als uns die volle Wucht der Inkompetenz traf. 2 Mal mussten wir den Orskern durchfahren bis die ordner es endlich gebacken bekommen hatten, uns in die richtige Richtung zu schicken. Aber was solls.. das Wetter war relativ gut und wir hatten trotzdem gute Laune.. also machten wir uns daran unser Camp zu errichten.
Das Dekadenz-Camp 2008.  Nachdem wir den Pavillion und de Zelte hochgezogen hatten war dann auch schon Zeit für das erste Bier auf dem heiligen Campground (der sich leider mal wieder am Arsch der Welt befand).
Den Rest vom Mittwoch verbrachten wir dann mit reichlich Bier und Grillfleisch. Abends gab es dann kleines "Lagerfeuer" im Feuerkorb.

Donnerstags wanderten wir um der Tradition gerecht zu werden, ersteinaml ins Dorf um Einkäufe zu tätigen und um unsere Bändchen zu holen. Danach gings einmal über den Metal-Markt wo man wie immer allerhand Zeug erstehen konnte. Vom seltenen Kiss-Tshirt bis zum Patronengurt gab es dort eigentlich alles was das Metallerherz begehrt.  Band-Technisch interessierten mich Donnerstags nur Alestorm und Iron Maiden. Erstere lieferten eine ziemlich geniale Show im wie immer sehr stickigen Zelt der WET-Stage. Natürlich wurden nahezu alle Songs des Debut-Albums "Captain Morgan's Revenge" gespielt. Nach diesem piratigen Auftritt quetschten wir uns an den Massen die aus dem Zelt strömten vorbei und trafen ein bekanntes Gesicht: Kai Hansen..  naja nicht wirklich Kai Hansen, aber einen Bekannten der Kai wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Auch hier wurde kurz ein wenig geschäkert und sich gegenseitig zugeprostet bevor dann langsam die Zeit für Maiden reif wurde.

Den Auftritt der Briten gaben wir uns aber nicht im Getümmel, dass nachher so schlimm war, dass man durch den Haupteingang niemanden mehr reingelassen hat. Wir machten es uns stattdessen im Biergarten gemütlich und lauschten den Maiden-Klassikern bei einem gemütlichen Humpen und in sicherer Entfernung. So entgingen uns zwar nähere Einzelheiten der Show, dafür konnten wir den Sound aber relativ gut geniessen, hatten es nicht weit zum Bier und mußten keine Angst haben totgequetscht zu werden.

Freitags liessen wir es erst einmal ruhig angehen. Da Sabaton für uns zum Pflichtprogramm gehörten, setzten wir uns rechtzeitig in Bewegung um Jocke und seinen Bandkumpanen beizuwohnen. Sabaton waren in Höchstform und lieferten einen furiosen Auftritt.  Alle wichtigen Songs wurden gespielt und die Menge sprang und bangte und feierte ordentlich mit, als Sabaton Attero Dominatos, Art of War, 40:1 und diverse andere Songs in die Menge feuerten.  Nach Sabaton wanderten wir dann zur True Stage um noch ein wenig den Klängen von Sonata Arctica zu lauschen. Etwas weniger Spass hatten wohl einige Wacken Besucher am morgen.
Ein Auto und diverse Zelte sind komplett abgebrannt. Auch Sanis gingen in Flammen auf.
Das bis auf Rauchvergiftungen nichts passiert ist grenzt an ein Wunder.  Als letzer Punkt standen für uns dann Van Canto auf dem Programm. Die a Capella Metaller aus Bingen schafften es problemlos die WET-Stage bzw den Raum davor zu füllen. Dargeboten wurden jede Songs des ersten Albums "a Storm to come" aber auch Songs des zu dem Zeitpunkt noch nicht erschienenen Albums "Hero". Auf dem Gelände und den umgebenden Zeltplätzen gab es wie in jedem Jahr auch wieder jede Menge skuriles und einige Freaks zu sehen. Wobei die "Freak-Rate" wie auf den anderen Festivals in diesem Jahr auch.  

Samstags wude es für mich dann wieder etwas interessanter, was das Bandgeschehen betraf: mit Axxis, Kreator, Nightwish und Lordi war für mich ein relativ dichtgepacktes Programm am Start.
Nightwish habe ich leider auf nur dem Weg zum Festivalgelände mitbekommen und natürlich verklangen gerade die letzten Töne als wir endlich da waren..  Dafür waren Axxis um so geiler :)
Der Wolle Petry des Metals hatte mal wieder einige lockere SPrüche drauf und war sich auch nich zu schade um eine Blondine auf die Bühne zu holen, die jetzt nicht unbedingt eine Percussion-Karriere machen wird. Lustig war es alle mal und die Stimmung war einfach Bombe.
Während Axxis noch spielten war neben an bei Kreator die Hölle los. Auch wenn Thrash jetzt so der SOund meiner Wahl ist war die Atmosphäre bei den Jungs aus dem Pott unglaublich dicht und man konnte während des ganzen Gigs zahllose Crowdsurfer beobachten. Lordi machten dann den Rauswerfer auf dem WOA. Ich fand den Zeitpunkt im Billing nicht ganz so gerechtertigt, hätte man dch den Finnen einen wesentlich atraktiveren Slot zugestehen können.. Die Monster machten ihre Sache allerdings sehr gut und konnten auch  um 2 Uhr nachts noch mit einer riesigen Menge Metalheads das ende des W:O:A feiern.  Auch Udo Dirkschneider war als Gast der Monster-Metaller zugegen und intonierte mit Mr. Lordi  "They only come out at night". Nach dem Konzert folgte dann noch ein etwa einstündiger Irrlauf über die Campingplätze, da nahezu alle Orientierungshilfen zerstört waren. Und dann hiess es für mich nur noch Schlafen um fit für die Fahrt zu sein.


Fazit:

Vieles ist auf dem Wacken Open Air besser geworden, aber nicht alles . Wie bereits erwähnt ist das Verkehrschaos bei Ab- und Anreise so gut wie verschwunden. Die Ordner wissen dafür allerdings immer noch nicht wo es lang geht. Zumindest erschien es uns bei der Anreise so...  Die sanitäre Situation war dafür relativ gut. Die neuen Dixis, die mit einer Art Fliessbandsystem arbeiteten, waren sehr sauber. Eine ausreichende versorgung mit Wasser war allerdings Fehlanzeige.  
Mit Schrecken mussten wir feststellen dass es dieses Jahr keinen Body-Wash auf dem Festivalgelände gab. Schade eigentlich, denn Duschen ist kein Metal.

Positiv fiel der geänderte Eingang zur Partystage auf. Diese konnte jetzt auch problemlos von Ausserhalb aufgesucht werden. Auch die Einführung von Strassennamen, die ja schon im letzten Jahr stattgefunden hatte war eine gute Idee. Leider gibt es aber auf jedem Festival ein paar, entschuldigt meinen Dialekt, ARSCHLÖCHER die sich einen Spass daraus machen, Übersichtskarten zu Zertreten und Strassenschilder zu klauen. Sowas erschwert nichtnur die Orientierung sondern ist auch blanker Vandalismus der nun wirklich nicht sein muss.