Kiss Alive 35 (Konzert-Bericht)

Oberhausen Rock City, so könnte man das Geschehen bezeichnen das sich vor der Arena Oberhausen abspielt.
Menschenmassen stehen vor dem Gebäude, Fahrzeuglawinen quälen sich zu den Parkhäusern..  Ausnahmezustand.
Hier und da kann man viele geschminkte Gesichter erkennen. Viele sehen aus wie das Starchild, einige wie Gene Simmons.
Ein bunt durch alle Altersklassen gemischtes Publikum hat sich eingefunden um DEM größten Event der vergangenen 8 Jahre beizuwohnen. Die Stimmung ist atemberaubend, anders kann man es einfach nicht sagen. Das Publikum fängt schon an mitzusingen, als nur der ACDC KLassiker TNT aus den Boxen dröhnt. Dann ist es endlich soweit: Kurz vor Konzertbeginn wird mit einem Knall ein riesen KISS Banner  enthüllt, dass die ganze Bühne verdeckt. Das Licht geht aus.. blaue Scheinwerfer zerfetzen den Nebel. "You wanted the best, you get the best!" dröhnt es aus der PA bevor auch dieser Vorhang fällt und den Blick auf die Bühne freigibt. Das Publikum jubelt!
KISS stehen auf einer "Raumschiff-Plattform" die sich langsam absenkt. Es ist das erste Konzert seit 8 Jahren dieser Art in Europa.
KISS wollten nichtmehr wieder kommen, bis es für sie möglich war die volle Show zu bieten.. das ist Ihnen gelungen! Aber zuweit vorgreifen will ich hier nicht.  Die Bühne ist eingerahmt von 4 Videoleinwänden. Eine Treppe von Boxen füllt den gesamten Hintergrund der Bühne. Oben über den Drums prangt
eine riesige KISS Lecuhtschrift. Deuce ist der erste Song und das Publikum rastet aus. Das Starchild springt und wirbelt über die Bühne, dass man sich fragen muss wie er das macht ohne sich mit seinen Plateaustiefeln die Beine zu brechen.
Am Ende von Hotter than Hell füllt rot-oranger Bodennebel den Bühnenboden und Gene Simmons betritt mit einem brennenden Schwert die Bühne.
Natürlich lässt er es sich nicht nehmen, das Publikum mit einer Feuerspuckeinlage zu begeistern. Paul Stanley sagt nach Deutschland kommen wäre so als würde er nach Hause kommen. Seine mutter käme aus Deutschland sagt er.. dann geht es auch schon weiter mit mit Firehouse und dem von Eric Singer gesungenen "Nothing to lose". Auch Songs die bisher weniger oft bis gar nicht gar nicht gespielt wurden haben ihren Weg in das Programm gefunden: Parasite!  
Nach Parasite folgt die Frage ob wir es lauter und heller wollen würden, dass wäre kein Problem. Und mit "She" bewahrheitet sich die Ansage.  
Danach folgt ein Solo von Tommy Thayer in dessen Mitte er mit der Rückseite seiner Gitarre den Spotstrahler reflecktiert und über das Publikum jagt. Ein beeindruckender Effekt. Nicht minder beeindruckend wie sein Gitarrenspiel über Kopf. Dann ein Gitarrenwechsel.. weiter geht es eher Basslastig um zum Abschluss Funkenfontänen in den Himmel zu jagen. "Your Hausen is my Hausen" tönt es von Stanley, bevor es mit watching you weitergeht. Danach bekommen wir, wie auf einem KISS Konzert zu erwarten entblöste Brüste zu sehen. Das Publikum jubelt aufgrund der falschen Silikonpracht. Am Ende vom 13. Song, dessen Name mir leider nicht bekannt ist schleudert Stanley sein Mikro durch die Gegend um es jedesmal auch wieder gekonnt aufzufangen.  
Beim letzten regulären Song "Rock n Roll all nite" erheben sich Simmons und Thayer auf ihren Platformen in die Luft um hoch oben abzurocken. Konfettikanonen decken die ganze Arena mit weissen Papierschnipseln ein.
Hiernach folgt "Shout it out loud", das Gene mit seinem AXT-Bass spielt. Jetzt folgt "Lick it up" untermalt von sehr eindeutigen Gesten, die den ganzen Abend durchzogen haben. KISS sind SEX PUR! Jetzt folgt ein Basssolo des Dämons. Der boden ist von rot-grünem Bodennebel bedeckt und Gene verbreitet eine höllische Atmosphäre als er sich das Kustblut den Hals herunterrinnen lässt. Am Ende des Solos erhebt sich Gene an Drahtseilen auf ein Podest hoch oben unter das Dach der Arena. Hier oben geht es weiter mit "I Want it loud" und "I was made vor loving you".
Zu "Love Gun" fragt Stanley ob das Publikum will das er in den Innenraum kommt. Natürlich wird dies bejaht. Also schwingt er sich an einer trapezählichen Konstruktion durch die Halle um auf einer Miniplattform in der Mitte des Innenraums zu landen, begleitet vom frenetischen Jubel der Fans.  Der letzte Song des Abends ist Detroit Rock City, bei dem Sich eric Singer mit seinem Drumkit in luftige Höhen erhebt, und einen Funkenregen auf die Bühne niedergehen lässt.  Nach insgesamt 2 1/2 Stunden Spielzeit ist das Spektakel vorbei. Das Licht geht wieder an und es fliegen immer noch Papierschnipsel in der Luft herum. Zurück bleibt das Gefühl etwas gesehen zu haben , dass sich so schnell nicht wiederholen wird.
Das Warten hat sich gelohnt: We wanted the best, we got the best. Oberhausen Rock City


Setlist:
  1. Deuce
  2. Strutter
  3. Got to chhose
  4. Hotter than hell
  5. Firehouse
  6. Nothing to lose
  7. Come on and love me
  8. Parasite
  9. She
  10. Solo Tommy Thayer
  11. Watching you
  12. Rock Bottom
  13. 100.000 Years / Drumsolo Eric Singer
  14. Cold Gin

  15. Let Me Go Rock And Roll
  16. Black Diamond
  17. Rock n Roll all nite
-------Zugaben--------
  1. Shout it out loud
  2. Lick it up
  3. Bass Solo Gene Simmons
  4. I love it loud
  5. I was made for loving you
  6. Love gun
  7. Detroit Rock City