Das Rock Hard ist vorbei.. schade.. war ein geiles Festival mit einigen Überraschungen!

Freitags morgens besorgte ich mir noch schnell meinen Backstage Pass und begegnete einem gut gelaunten Götz im Presse-Container..

Danach machte ich mich aber wieder auf den Weg nach Hause, denn Abends sollte gegrillt werden...


Samstags ging es dann los..

Das Wetter ist relativ bescheiden. Naja... eigentlich ist es ganz ok.. es regnet nicht. Es ist halbwegs warm und die Sonne knallt auch nicht sonderlich heftig. Also machen wir uns auf den Weg in Richtung Gelsenkirchen um im Amphittheater Gelsenkirchen andächtig den Klangmustern diverser Gitarren und Schlagzeug Virtuosen zu lauschen.  Nachdem wir einen guten Platz gefunden  und uns schliesslich breit gemacht hatten, baute ich schnell noch das Stativ auf und die Party konnte beginnen...Den Einstieg gaben  die deutschen Power Metaller von MYSTIC PROPHECY die eine ziemlich gute  Show hinlegten und das Publikum in den Ihnen gegönnten 45 Minuten mit gut ausgewählten Metalbrettern allererster Güte ihrer 4 Alben   versorgten. Danach mussten die Deutschen den Platz räumen, (wird sicher auch bei der WM vor kommen) und Platz für die holländischen Trash & Death Metaller LEGION OF THE DAMNED räumen. Das so wachgerüttelte Publikum begrüsste die Niederländer mit einem freudigen Haareschütteln. Nachdem die Menge von den derben Klängen nun wach war, gaben sich die Herren von  PRIMORDIAL die Ehre und beglückten uns mit Irischen Pagan Metal Klängen, die den Vergleich mit Bathory nicht zu scheuen brauchen. Frontmann Alan Nemcheanga vermochte es Problemlos das Publikum mit seiner doomigen Stimme, der martialischen Körperbemalung im Stile eines irischen Kriegers und der ausladenden Gestik in seinen Bann zu ziehen.  Der Gig war leider viel zu früh zu Ende, denn meines Erachtens hätte man die nun folgende Band zu Gunsten von Primordial wieder nach Hause geschickt.  Die gegelte  Hupfdohle der Essener Band CALIBAN kam schliesslich eher albern daher. Gut.. Metal Core ist nicht mein Ding.. Doch auch wenn ich alle Reste von Toleranz zusammenkratze.. Caliban konnten einfach nicht überzeugen.Die schwäbischen BRAINSTORM jedoch vermochten wahre Wunder zu vollbringen. Mit Songs wie Worlds are coming und Highs without low knallten Sie uns deftige Powermetal-Raketen um die Ohren, die von dort direkt ins Gehirn und vor allem den Nacken gingen.Das Gesangsquintett aus dem Schwabenlande überzeuge jedoch nicht nur musikalisch. Den Jungs konnte man ihre Bühnenerfahrung ansehen. Kurzzeitig musste das Konzert jedoch bei dem Song Shadowland unterbrechen, denn ein heiratswilliger Schweizer erklomm die Bühne und hielt bei seiner Holden um ihre Hand an. Diese willigte gleich ein und die Party konnte weitergehen. Danach sollten die hochgepriesenen NEVERMORE das Publikum beglücken, konnten zumindest mich jedoch nicht so recht begeistern. Die Show machte einen eher langweiligen Eindruck und klang irgendwie eher nach Einheitsbrei.. schade.. hier hatte ich mir mehr erhofft..Sehr geil war jedoch die Show von SODOM die von Fans (mit Stummer Ursel) angemessen Begrüßt wurden. Die Jungs liessen eine Menge Stoff ihres neuen Albums, aber auch alte Kracher wie Bombenhagel und Ausgebombt granatengleich in der Menge explodieren. Das absolute Highlight des SODOM Gigs war jedoch der Moment, als Götz Kühnemund die Bühne betrat und mit Sodom und seinen ehem. Bandkollegen von  RANDALICA derbe Klassiker wie "Tote auffer Tanzfläche" und "Nach uns die Sintflut" zum besten gaben.  Nach dem SODOM GIG wurde das Publikum von einem heftigen kalten Regenschauer begrüßt, was zur Folge hatte das eine Masse Metaller zum Campingground strömte.  
BOLT THROWER prügelten den verbliebenen Fans trotzdem jede Menge Death Geschraddel um die Ohren und Freunde des gepflegten Krachs kamen voll auf Ihre Kosten. Die Briten präsentierten eine gute Mischung aus aktuellen und älteren Werken. Nach einem schon verlängerten Konzert ereilte uns eine Schocknachricht..

Leider mussten CELTIC FROST ihren Gig kurzfristig absagen, denn Tom Gabriel Fischer musste mit einer Nierenkolik ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ohne die charismatische Stimme von Celtic Frost ging natürlich GAR NICHTS , was sicher auch allen Fans klar war. Man konnte die Enttäuschung derjenigen die in dem  heftigen Regenschauer  ausgeharrt hatten richtig spüren. An dieser Stelle wollen die Metal Viecher Tom alles Gute wünschen!

Auch wenn Celtic Frost an diesem Abend nicht aufgetreten sind wurden die Fans zumindest halbwegs entschädigt, denn SODOM SOILWORK und NEVERMORE sprangen kurzfristig ein.

Sonntag
Nachdem wir CRUCIFIED BARBARA aufgrund eines exessiven MEtal-Frühstücks verpasst hatten,
lag es in der Verantwortung der dänischen Band VOLBEAT uns ordentlich auf den Rest ddes Rockhards einzustimmen..
Dieser Verantwortung kamen die Jungs auch prompt mit songs wie Soulweeper oder Another Day nach.
Der eingängige Sound, dem man zuweilen die Elvis-Einflüsse deutlich anmerkt, des Gespannes um Frontmann Michael Poulsen vermochte durchweg zu übereugen.

Danach wurde es Zeit für "GreenPeace DeathMetal" aus Frankreich, GOJIRA machten ihrem Namen alle Ehre und knallharter
Knüppelmetal Sound gepaart mit tiefen Growls pflügte wie die gleichnamige Riesenechse durch die Menge. Die Barden aus Frankreich
waren neben Brainstorm eines der Highlights des RH2006.

Etwas enttäschend hingegen fand ich den Gig von Tim "the ripper" Owens BEYOND FEAR, der irgendwie nicht so recht zu überzeugen wusste.
Der Shouter, der sich bereits bei Judas Priest und Iced Earth einen Namen gemacht hat, kam nicht so richtig rüber.
Als dann gegen Ende noch ein Stück der aktuellen Iced Earth Scheibe gezockt wurde (The Reckoning) , konnte ich mir jedoch
nichtmehr verkneifen zu Bangen.. Manche Dinge stimmen eben versönlich.

EVERGREY warteten schliesslich mit einem guten Prog-Metal Eintopf auf, der düsterer nicht sein konnte. Technisch am ehesten mit Virtuosen wie Dream Theater zu vergleichen,
servierte das schwedische Erfolgsquintett keinen laffen Einheitsbrei sondern ein spritzig düsteres Gemisch aus filigranen Keyboards, stimmgeladener
Gitarre sowie Drums und einer Charismatischen stimme.

Kurz darauf galt es FINNTROLL mit ihrem neuen Sänger zu begrüßen.. Die Band wirkte um einiges schlanker als das letzte mal..
Hatte doch der Keyboarder auf dem Dong Open Air 2005 sogar Stühle zum einbrechen gebracht..
Der neue Schreihals Matthias Lillmanns konnte überzeugen und machte den Verlust von Wilska mehr als wett. Die gut gelaunten Finnen
präsentierten einen Mix Ihrer ganzen Schaffensphase und liessen die Menge eine Fette Trollparty feiern.

Nachdem SOILWORK schon vor 3 Jahren das Rock Hard rockten und auch am Vortag kurfristig für Celtic Frost einsprangenwar es nun an der Zeit die Truppe erneut zu begrüßen. Diese legte auch gleich los und lies ihren unverkennbarenMelodic Death Sound auf die Menge los. Hauptsächlich neuere Songs wurden gespielt während viele die Gelegenheit nutzten auf der Menge zu surfen

FATES WARNING verpassten wir leider da wir kurzfristig das Gelände verpassen mussten, allerdings schafften wir es noch rechtzeitig zurück um uns
die Spassgeladene Show von EDGUY geben zu können. Tobi der Bekloppte vom Dienst könnte eigentlich auch alleine auf der Bühne stehen und würde die Menge angemessen bespassen.
Ich vermute allerdings das er sich bei seinem hyperaktiven Rumgezappel irgendwann einmal derbst aufs Gesicht legen wird.
Songs wie King of Fools Superheros und Tears of a Mandrake die klinke in die Hand. Schade das Festivalbedingt keine Zugaben möglich waren.
Die Menge hätte sich diese sicher gewünscht.

Zu guter Letzt blieb nur noch der kleine große Mann übrig.. Rhonny James DIO betrat die Bühne. Im Gegensatz zum (wieder) aktuellen Black Sabbath Goldkehlchen
Ozzy lässt DIO jedoch keine Gerüchte über ein plötzliches Ableben aufkommen sondern rockt als wäre er 20 Jahre alt.
Das er über 60 ist sieht (und hört) man ihm nicht an. Songs wie Rainbow in the dark und Holy Diver liessen die Arena vor Erfurcht erzittern bevor
das Rock Hart seine Pforten mit dem Sabbath Klassiker Heaven and Hell schloss.