Freitag
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Um 18:00 sollte die Matrix für die Gäste des Steel Meets Steel  die Tore öffnen. Um 17:30 waren wir also reichlich spät dran und machten uns eiligst auf den Weg nach Bochum-Langendreer.
Unterwegs wurden wir von verwirrten Duisburgern verfolgt, die anscheinend den MetalViecher Schriftzug auf meinem Auto erkannt hatten. Später stellte sich dann herraus, dass Dennis Schunke von Van Canto einer der Verwirrten war. Jetzt mussten wir uns nur noch schnell an der Kasse vorbei und dann konnte es los gehen..  Die erste Band am Abend war Stormrider, die direkt vom Anfang an gute Stimmung verbreiten konnten. Zum Anfang hin war es in der Halle noch nicht allzuvoll und man konnte sich noch recht bequem überall vorbeischlängeln. Stefan, seines Zeichens Frontmann bei Stormrider, schwang des öfteren zu Songs wie "Armies of Valor" nicht nur metaphorisch die Kriegsaxt. Zum Schluss forderten Stormrider das Publikum noch auf weiter zu Marschieren, "March On" war der letzte Song in der Stormrider Setlist.
Nach Stormrider gaben die Powermetaller von Custard Gas. Nach und nach füllte sich die Röhre
Orden Ogan standen als zweite Band auf der Running Order des S-M-S. Die Band die mir jetzt vom Namen her so rein gar nichts sagte überraschte mich dann doch ein wenig.
Der Orden präsentierte folkig angehauchten Fantasy-Metal und gaben in der knapp bemessenen Spielzeit einen guten Einblick in ihr Repertoire. Die Stimmung in der Röhre, die sich schon recht gut gefüllt hatte, war passend zum Programm der Fantasy-Metaller recht ausgelassen.
Nach Orden Ogan war es endlich an der Zeit für Van Canto. Die a capella Metaller präsentierten sich dann auch gleich mit einem neuen Drummer,
nachdem Dennis Strillinger die Band aus persönlichen Gründen verlassen hat. Bastian, der neue Drummer sorgte aber für einen guten Einstieg und bewies das er dem Tier hinter den Drums in nichts nachsteht (auch wenn er nicht so abgeht wie Strilli). Bei Van Canto war die Halle fast bis auf den letzten Platz gefüllt, nicht schlecht für eine Band die es noch nicht sooo lange gibt. Leider hatte die Band mit einer schlechten Akkustik zu kämpfen und so kam es zu dem ein oder anderen verpassten Einsatz. Trotzdem legten die 6 eine solide Show hin und präsentierten gleich 2 neue Songs.
Zum einen huldigten sie Manowar mit ihrer Interpretation von "Kings of Metal" und brachten dann mit "Pathfinder" noch eine neue Eigenkomposition unter die Massen. Ansonsten entsprach das Programm eigentlich den letzten Gigs. So begann z.B. das Konzert mit dem Intro von Ronja Räubertochter und auch das Maiden Cover "The Trooper" fehlte nicht.
Nun folgte die obligatorische Umbaupause die wir dazu nutzten uns mit Getränken einzudecken. Es dauerte nicht allzulange bis Sabaton letztendlich auf die Bühne kamen. Das schwedische Panzerbattalion war gut gelaunt wie eh und je, schliesslich war dieser Auftritt ein ganz besonderer. So gab es gleich zu Beginn für den Sabaton Sänger Joakim Brodén ein Geburtstagsständchen aus dem Publikum.  
Sabaton zogen konsequent eine absolut geile Show durch und liessen auch Songs wie das WWII inspirierte "Rise of Evil" und die Sabaton Hymne schlechthin "Primo Victoria" nicht vermissen.

Samstag
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Da wir Samstags viel zu früh in Bochum ankamen, nutzten wir die Gelegenheit noch schnell eine Runde durch den anliegenden Real-Markt zu drehen. Nach Einlassbeginn machten wir uns dann auch umgehend auf den Weg zur Bühne, denn die Grailknights sollten den Abend eröffnen. So kamen dann die Grailknights auch wie gewohnt zum Intro von Ronja Räubertochter (diesmal jedoch nicht a Capella ;) ) einer nach dem anderen, wild posend, auf die Bühne. Die Knights hatten wieder ihr Standardrepertoire im Gepäck und heitzten dem fiesen Dr. Skull mit "Across the galaxy" kräftig ein.
Während des Gigs riss Lord Lightbringer eine Saite, was aber nicht dramatisch war. Die Knights verzückten den zahlreich erschienenen Battlechoir mit Gepose.  Gegen Mitte des Programms kam dann die treue Stute Zapfbeauty auf die Bühne um die Menge mit kostenfreiem Bier zu versorgen. Danach folgten noch Songs wie Regicide..
Leider war die Schlacht gegen Dr. Skull viel zu schnell vorbei und der Gral viel zu früh wieder in Besitz der Grailknights.
Dafür war dann aber mit Fatal Embrace eine Thrashmetal-Kapelle aller erster Güte auf der Bühne, auch wenn das Outfit des Heiländers seit ca. 1857 verboten wurde.. Leggins und Nieten.. UAH! Naja egal.. Hauptsache die Show und die Mucke ist geil, und das sind zwei Vorraussetzungen die Fatal Embrace problemlos erfüllten.
Nachdem dann ca 45 Minuten kompromissloser Thrash die Bühne in der Tube regierte waren dann Aardvarks aus Bonn an der Reihe. "Hör Dir die an, die sind gut" hatte ich im Vorfeld mehr als einmal von Bekannten gehört und ich muss sagen sie hatten Recht. Aardvarks (wer bitte ist auf DEN Namen gekommen, rockten das Haus und waren sich auch für das ein oder andere Spässchen nicht zu schade. So trug die Band gegen Ende, als Frontmann Guido langsam Hunger bekam, noch ihre Ode an das Mettbrötchen vor. Gemeint war damit natürlich der Song "Meat" aus dem Programm der Bonner.
Die Blood&Gore-Deathmetal Combo Debauchery sollte dann auf dem Steel Meets Steel die sprichwörtlichen Lampen ausmachen, heizte dann dem Publikum aber noch  mit Blood for the Bloodgod mächtig ein. Die Stimmung war durchweg geil als Debauchery Deathmetal Bomben wie Torture Pit und Back in Blood soielte um die Hallen der Matrix in Schutt und Asche zu legen. Die blutverschmierten Recken aus Stuttgart wartete dem Publikum dann gegen Ende mit ihrer Stripperin auf, die sich dann gegen Ende des Gigs auf der Bühne (natürlich mit reichlich Kunstblut) entblätterte.


Fazit
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Das Steel Meets Steel hat sich zu einem ernst zu nehmenden kleinen Metal Festival gemausert. Leider ist mit der Matrix meiner Meinung nach nicht die optimale Location gewählt worden. Die Matrix ist nunmal nicht wegen Ihrer genialen Akkustik berühmt geworden (und das zu Recht). Die Getränkepreise bewegten sich in den normalen Diskothekenregionen.Bis auf die schlechte Akkustik gab es allerdings nicht viel zu Bemängeln. Ein Ausreichend großer Parkplatz ist vorhanden, so dass man nicht lange suchen musste. Die Bandauswahl war auch ok, wobei man das Programm in der Röhre besser hätte mischen können.