Montags halb Zehn in... halt.. nicht ganz richtig.
Also nochmal von vorne: Montags 18:45 in Köln.. nach einer erstaunlicherweise sehr stress- und staufreien Anreise noch schnell ein Frikadellenbrötchen einer bekannten Imbiss-Kette eingeworfen und ab zur Live Music Hall...

TurisasObwohl der Einlass erst um 20 Uhr stattfinden sollte, hatte sich bereits eine respektable Menge der Gattung Homo Metallius vor der LMH eingefunden. Gegen 19 Uhr öffneten dann die Tore des Vorhofes der LMH, anscheinend war mir der vorgezogene Einlass entgangen.

Halb so wild, ich war schließlich pünktlich. Um 20:00 öffnete sich dann auch das Tor der eigentlichen Halle in der das Konzert stattfinden sollte. Das Konzert begann dann auch recht pünktlich und ohne Verzögerungen um 20:30. Finnischer Battle Metal stand mit den in Felle gekleideten Kriegern von TURISAS auf dem Plan. Die 6 Finnen legten ordentlich los und sorgten von Anfang an für gute Stimmung.
Nach der obligatorischen "Umbaupause" und einem schnell abgeschlossenen Soundcheck betraten die Jungs von ANNIHILATOR die Bühne. In den (geschätzten) 45 Minuten Spielzeit folgte ein Thrash-Brett nach dem anderen.  Jeff Waters raste permanent über die Bühne und blieb selten länger als 60 Sekunde  an der selben Stelle stehen. Die anderen Bandmitglieder waren leider weniger bewegungs- und posier-freudig.Annihilator Den mittleren Part des Gigs schlossen Annihilator dann mit Alice in Hell ab und machten die Bühne für ICED EARTH frei. Zum Intro des aktuellen Longplayers kamen dann nach und nach John Schaffer, Tim "The Ripper" Owens,  Brett Smedley, Troy Seele und Dennis Hayes auf die Bühne. Nach dem Einmarsch ging es nahtlos mit dem Opener des Framing Armageddon Albums "Something Wicked Pt. 1" weiter.

Im Laufe des Abends erwartete uns eine gute Mischung aus alten Iced Earth Songs wie z.B. "Vengeance is mine" und dem legendären "Stormrider" sowie neueren Songs, der Glorious Burden und dem aktuellen Album. Trotz der stickigen Luft war die Stimmung spitze und viele im Publikum nutzten die Gelegenheit um ordentlich zu headbangen. Der Ripper meisterte die alten Songs des, von einige  schmerzlich vermissten, Mr. Matt Barlow, erstaunlich gut.  (Ausser Stormrider welcher von Iced Earth Mastermind John Schaffer eingesungen wurde.)

iced earth Natürlich wurde auch reichlich Material vom neuen und vom vorletzten Album dargeboten. Auch einen Song vom Longplayer "Horror Show" hatte Mr. Schaffer im Gepäck.  Alles in allem las sich die Setlist wie eine Reise durch die Iced Earth Ära, wobei der Schwerpunkt natürlich auf den neueren Songs lag. Den Abschluss eines durchweg genialen Konzertes machten die schon etwas älteren, aber dennoch sehr geilen Songs Melancholy, My own savior und zu guter letzt Iced Earth.

 

 

Setlist Iced Earth:

Overture
Something Wicked Pt. 1
Invasion
Man's Motivation
Setian Massacre
Burning Times
Declaration
Violate
Vengeance is mine
A Charge to keep
Stormrider
Dracula
Waterloo
The Hunter
Ten thousand strong
Hold at all cost
High watermark
Melancholy
My own savior
Iced Earth 

 

Fazit:
Das Konzert war alles in allem sehr geil. Negativ sind eigentlich nur die verhältnismäßig hohen Getränkepreise in Verbindung mit den  saunaartigen Temperaturen in der LMH aufgefallen. Der Sound war bis auf einen Song von Iced Earth (Stormrider) sehr gut abgemischt  und auch das Merchandise war mit 15 € für ein T-Shirt recht günstig. Positiv fiel unter anderem auch auf das die Live Music Hall nicht bis an die Kapazitätsgrenze gefüllt war, so dass man sich noch bequem bewegen konnte.