Zufallsfotos vom Progression Tour in Köln - Live Music Hall, Köln (06.05.2014) -

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Progression Tour 2014

Progression
Die Progression Tour 2014 war am 06. Mai 2014 zu Gast in der Live Music Hall im Kölner Stadtteil Ehrenfeld. Mit Caliban, The Ghost Inside, The Devil Wears Prada, I Killed The Prom Queen und Breakdown Of Sanity gaben sich da einige bekannte Namen der internationalen Metalcore Szene die Klinke in die Hand. Brachiale Breakdowns, Circle Pits, Walls Of Death und generell viel Bewegung im Publikum waren zu erwarten.

Aufgrund des mit fünf Bands relativ vollen Programms mussten Breakdown Of Sanity schon ziemlich früh auf die Bretter. Sodass wir sie uns leider nicht angucken konnten. Man erzählte sich aber, dass es ein würdiger Opener gewesen sei. Glauben wir das doch einfach mal.

I Killed The Prom Queen aus Australien bestehen aus Kevin Cameron  (E-Gitarre), Jona Weinhofen (E-Gitarre), Benjamin Coyte (E-Bass), Jamie Hope (Gesang) und Shane O'Brien (Schlagzeug) und ließen es in Köln so richtig krachen. Natürlich durften neue Songs der 2014 erschienen „Beloved“ betitelten Platte nicht fehlen. Die Bewegung auf der Bühne war schon sehenswert, aber das Publikum war noch nicht so richtig aufgetaut. Es gab zwar einen Circle Pit und kurze Zugaberufe am Ende des Sets, aber die Begeisterung war durchaus noch ausbaufähig.

Weiter im Programm:  The Devil Wears Prada aus Uhio in den USA bestehen aus  Mike Hranica (Gesang), Jeremy Depoyster (Gesang, E-Gitarre), Chris Rubey E-Gitarre), Andy Trick (E-Bass) und Daniel Williams (Schlagzeug) und wollten natürlich nicht im Schatten ihrer Vorgänger untergehen. Und so schafften sie einen soliden Auftritt inklusive einem Bad in der Menge von Sänger Mike. Der Sound war leider nur als mäßig zu bezeichnen, aber Stimmung konnten sie trotzdem ein wenig generieren.  Von den vier Bands, die wir  an diesem Abend zu Gesicht bekam waren The Devil Wears Prada mit ihrem christlichen Metalcore vermutlich die schwächsten.

Obwohl die ersten beiden Bands sich schon einen ordentlichen Ruf in der Szene erarbeiten konnten, waren sie an diesem Abend für uns bloß Füllmaterial, denn die wirklich interessanten Kapellen waren The Ghost Inside und Caliban. Erstere vermutlich noch ein wenig mehr. 2008 gegründet konnten Aaron Brooks (E-Gitarre), Zach Johnson (E-Gitarre), Jim Riley (E-Bass), Jonathan Vigil (Gesang), Andrew Tkaczyk (Schlagzeug) bis dato viele Erfolge feiern. Los ging es mit „Engine 45“, einem wahren Kracher, der das Publikum wach rüttelte und zum ersten richtigen Mitsingchor des Abends führte. Davon sollte es in der nächsten halben Stunde noch einige mehr geben, denn The Ghost Inside setzen ein bisschen weniger auf Tempo sondern auf eingängige Melodien und Refrains die zum Mitsingen einladen. Die Kölner hatten auch ihre Hausaufgaben gemacht und sangen bei Songs wie „Unspoken“, „Dark Horse“ textsicher mit. Als letzten Song gab es was Älteres: „Faith Or Forgiveness“ dröhnte aus den Boxen und die komplette Live Music Hall sprang.

Glücklicherweise sind Caliban eine routinierte Livetruppe, sonst hätten sie Probleme bekommen gegen The Ghost Inside anzukommen.  Andreas Dörner (Gesang), Denis Schmidt (E-Gitarre), Marc Görtz (E-Gitarre), Marco Schaller (E-Bass) und Patrick Grün (Schlagzeug) waren mit ihrem aktuellen Album „Ghost Empire“ angereist und hatten ihre Bühne auch dementsprechend geschmückt. Das Bühnenbild war schick und wirkte stimmig und mit jeder Sekunde die man es betrachtete und auf die Band wartete wuchs die Erwartungshaltung. Dann war es so weit und mit „King“ und „We Are The Many“ gingen die Mannen um Fronter Andy in die Vollen, doch schnell war es wieder vorbei. Aufgrund eines kleinen Problems mit dem Mikrofonkabel wurde noch einmal kurz die Geschwindigkeit rausgenommen, bis der Caliban Zug wieder volle Geschwindigkeit aufgenommen hatte und Köln überrollte. Obwohl laut Andy Köln der Endgegner in Sachen Publikum sei, ging es ordentlich zur Sache und die Securitys bekamen etwas zu tun. Die Halle war ordentlich gefüllt, aber noch lange nicht ausverkauft. Mit KoRn als direktem Konkurrenten im Palladium und dem Impericon Fest, welches ein paar Tage zuvor mit Boysetsfire und anderen Bands stattfand, war dies jedoch vollkommen okay.

Das Set war gespickt mit Klassikern, aber natürlich kam auch das neue Album nicht zu kurz. Den Fans war vermutlich eh egal, was gespielt wurde, denn die machten einfach konstant Party bei jedem Song. Wall Of Death, Circle Pits oder Crowdsurfen, irgendwas war immer, sodass jeder ins Schwitzen kam. Ein gutes Hardcore/Metalcire Konzert ist nun mal auch eine sportliche Herausforderung und wenn fünf Bands hintereinander spielen gilt dies erst recht.

Obwohl es fünf (für uns  vier) Bands waren verging die Zeit wie im Fluge und plötzlich schallte schon „yOUR Song“ von Caliban durch die Boxen in der Kölner Live Music Hall, was das Ende des Konzertabends einleitete. Es war ein großartiger und lohnenswerter Abend mit zwei super Bands und zwei anderen die auch ordentlich, aber ausbaufähig, waren. Wir freuen uns auf die nächste Ausgabe.