Rock Hard Open Air 2005
Eines der geilsten Festivals 205 erwartete uns Pfingsten im Gelsenkirchener Amphit Theater..
Auch dieses Jahr haben sich wahre Perlen der Metalgeschichte eingefunden um über 6000 Metallern gehörig die Trommelfelle zu massieren.
Auf der Jagt nach Autogrammen hatten wir vom Autogramm-Bereich eine ziemlich gute Sicht auf die Bühne und den Backstage-Bereich wodurch uns einige gute Bilder gelangen.

Samstags machten sich zuerst Norweger Communic daran dem Publikum einzuheizen, in den etwa 45 Minuten spielten Sie fast ihr komplettes Conspiracy in Mind Album durch, welches beim Publikum recht gut ankam. Weiter ging es dann mit Heaven Shall Burn, deren Sänger Marcus von Andre (MAROON) vertreten wurde. Kurz nach den ersten Klängen begann das Publikum in bester Metal-Core Manier an zu Pogen. Das dabei niemand verletzt wurde grenzt an ein Wunder.
Nachdem das Programm kurzzeitig von Götz Kühnemund unterbrochen wurde um das Pblikum zu begrüßen, stürmten ENSIFERUM die Bühne um mit finnischem Folk Metal das Amphi zu rocken. Songs wie der Battle Song und Into Battle fanden großen Anklang und auch Ich konnte mich nicht bremsen ordentlich mitzumoshen.
Danach folgten The Haunted sowie Sonata Arctica die sich den Spass erlaubten ihre Songs mit kreativen Ansagen einzuleiten.. "unfortunately the next song is 'broken' " Sie spielten eine gute Mischung aus neuen und alten Werken. Die Finnen schreckten auch nicht davor zurück sich an Klassikern wie "I was made for loving you" von KISS zu vergreifen, was Ihnen aber niemand übel nehmen kann. Die Übergänge waren gekonnt inszeniert.

Später folgte noch ein wenig Wikinger-Metal, denn AMON AMARTH standen nun auf dem Programm. "A perfect evening for metal" donnerte Frontman Johan ins Micro, bevor Songs wie „Bleed for ancient gods“, „Masters of war“ und „Pursuit of vikings“  das Publikum kochen liessen.

Jetzt folgten Children of Bodom deren Lead-Sänger Alexi „Wildchild“ Laiho wohl den Rekord im "fuck" sagen hält. Unermüdlich servierten die Finnen dem Publikum ein beinhartes Brett nach dem anderen. Ein Song von Ihrem neuen Album beendete den Auftritt.Nun sollte das Highlight des Abends folgen: JON OLIVA'S PAIN. Die Band besteht übrigens aus der früheren Besetzung von CircleIICircle. Der Metal-Koloss rockte ordentlich zu den Songs durch die er berühmt wurde. Götz hat sein Wort gehalten.. "The Voice is back"

Setlist Jon Oliva:

1. Gutter Ballet
2. All the time
3. Jesus saves
4. Hounds
5. Midnight he grins again
6. The dark
7. People say
8. Thorazine shuffle
9. Ghost in the ruins
10. Belive
11. City
12. Dungeons
13. Sirens
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14. Power
15. Mountain King

Sonntags begann das Programm mit den Old-School-Metallern WOLF, die das Amphi wieder in die 80er Jahre eintauchen liessen. Klanglich konnten WOLF voll überzeugen und erinnerten streckenweise an die frühreren IRON MAIDEN.

Kurz darauf betraten die britischen Threshold die Empore. Andrew McDermot wetzte auf der Bühne hin und her wie ein Derwisch und schaffte es tatsächlich die Opfer die Gevatter Alkohol am vortagt gefordert hatte wiederzubeleben.

Nach UNLEASHED und den PRETTY MAIDS folgten dann MASTERPLAN die ebenfalls wie alle anderen Bands zuvor extremst gute Laune ausstrahlten.

Später wurde die Bühne dann freigeräumt für Overkill die mit Songs wie "Old school", "rotten to the core" und "fuck you" ein wahres Inferno vor der Bühne auslösten und die Security so allerhand zu tun hatte.

Wehmütig erwarteten wir nun Sentenced, die mit Ihrer Funeral Tour das Ende Ihrer Bühnenpräsenz einleiteten.
Der Opener war der Instrumental-Death-Metal Song „Where waters fall frozen“  der vom noch nicht erschienenen The funeral Album stammte.
Lauthals sang das aus allen Nähten platzende Amphitheater die bekannten Songs mit, bei den neuen Titeln war gespanntes Zuhören angesagt.
Ville verabschiedete sich mit den Worten "See you never".

Setlist Sentenced:

1. Where whaters fall frozen
2. Excause me while I kill myself
3. May today become the day
4. Nepenthe
5. Down together
6. Bleed
7. The rain comes falling down
8. Despair-Ridden hearts
9. Cross my heart an hope to die
10. No one there
11. Sun won’t shine
12. Ever-Frost
13. Noose
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14. Vengance is mine
15. Fragile
16. Farewell

Nach Sentenced sollte nun ein weiters Highlight die Bühne betreten.. keine geringeren als Accept. Es schien so als wären nun alle aus Ihren Löchern gekrochen, denn alle Ränge waren trotz der recht niedrigen Tempereaturen voll besetzt. „Starlight“ gab den Opener. Begleitet von einer genialen Lightshow mit Pyros intonierte Udo Dirkschneider „Living for tonite“ & „London Leatherboys“. Danach folgten weitere Klassiker wie „Neon Knights“, „Turn me on“. Das Absolute Song-Highlight war für mich jedoch "Princess of the Dawn".

Setlist Accept:

1. Starlight
2. Living for tonight
3. London leatherboys
4. Metal heart
5. Love child
6. Breaker
7. *Bass Solo*
8. Head over wheels
9. Neon Knights
10. *Gitarren Solo*
11. Restless / Son of a bitch
12. Turn me on
13. War
14. Monster Man
15. Flash rocking man
16. Fast as a shark
17. Princess of the dawn
18. Winter dreams
19. Balls to the wall

Fazit:

Ein durchweg geiles Festival, das preislich als auch vom Lineup her überzeugen konnte.