Es war das dritte Wochenende im August und vermutlich eines der heißesten des ganzen Jahres, als sich im beschaulichen Dinkelsbühl  in Mittelfranken gut 100 Metalbands die Klinke in die Hand gaben. Den 11.500 Dinkelsbühler Einwohnern stand die fast viermal so große Menge Metal Heads gegenüber, welche das Summer Breeze besuchen wollten. Grund dazu gab es genug, denn mit Amon Amarth, Within Temptation, Immortal, Subway to Sally, Behemoth und vielen weiteren Bands hatte man 2012 am Line-Up mal wieder nicht gesparrt.

So kam es das bereits am Mittwoch den 15. August 2012 ein nicht enden wollender Strom Autos sich Richtung Festivalgelände zog. Durch die Glaskontrolle, welche bei jedem Auto und jedem Rucksack durchgeführt wurde, dauerte die Abfertigung an den Eingängen ein wenig länger, als bei anderen Festivals, wobei sich die Wartezeiten noch in einen erträglichen Rahmen hielten.

Obwohl das Festival noch nicht richtig begonnen hatte, ging im Party-Zelt schon mal richtig die Post ab, denn der New Blood Award lockte verschiedenste Newcomer Bands nach Mittelfranken. Der Gewinnerband wurde das Eröffnen des Festivals am Donnerstag auf einer der beiden großen Hauptbühnen versprochen und dementsprechend motiviert gingen die Truppen auch ans Werk. Den Anfang machten Arsirius gefolgt von den sehr jungen Without Words, den Polen Obscure Sphinx, den Franzosen Amoeba, den Rumänen Goodbye To Gravity und zum Abschluss betraten Buffet Of Fate mit einem sehr ausgefallenen Intro die Bühne. Als verdiente Sieger gingen Obscure Sphinx um Frontfrau Zofia aus dem Wettkampf hervor.

Nach dem New-Blood-Award stand die Nuclear Blast Labelnacht an und als ersten rückten die Thrasher  von Municipal Waste aus, um ihre Plattenfirma gebührend zu präsentieren, was ihnen auch problemlos gelang. Das vom Award aufgeheizte Publikum feierte wild und so bildeten sich im Laufe des Konzerts einige Cicle Pits und auch eine Wall Of Death musste man nicht vergeblich suchen. Doch nicht nur das Publikum rockte wie Sau, nein auch die Amis auf der Bühne viel Bewegungsfreude und Bühnenaction.

Setlist Municipal Waste
Unleash The Bastards
Mind Eraser
You're Cut Off
Wolves Of Chernobyl
The Thrashin' Of The Christ
Beer Pressure/ Authority Complex
Acid Sentence
Black Ice
Wrong Answer
Intro/The Fatal Feast
Toxic Revolution
Bangover/Sweet Attack
Headbanger Face Rip/Terror Shark
Black President
Repossession
Sadistic Magician
Born To Party

Nach zwei Bands Geballer ging es bei Rage deutlich ruhiger zu, was das Ganze allerdings nicht weniger interessant macht, so sind Peavy und seine Jungs doch immer ein Garant für Metalpartystimmung. Das Summer Breeze zeigte sich, wie sollte es auch anders sein, äußerst textsicher und so wurde jedes Lied, vom Headbangen begleitet, aus tausenden Kehlen mitgebrüllt. Etwas schade war, dass aus technischen Problemen Orchestersamples nicht eingespielt werden konnten, sodass ein Orchesterstück entfiel. Doch eine Band wie Rage hat natürlich kein Problem solche Lücken in Sekundenschnelle mit anderen Songs zu füllen, sodass die Zeit trotzdem gut genutzt wurde.

Setlist Rage
Twenty One
Paint The Devil On The Wall
Serial Killer
No Regrets
Refuge
Great Old Ones
Empty Hollow
Higher Than The Sky
Soundchaser

Weiter ging es mit Tankard aus Frankfurt am Main, die mit ihrer trinkfreudigen Musik die Metal-Fans zu begeistern wussten. Obwohl sich Sänger Andreas „Gerre“ Geremia über die Uhrzeit des Auftritts beschwerte (er sei ja schon was älter) spielten die Hessen einen energiegeladenen Gig, der sowohl auf als auch vor der Bühne für viel Bewegung sorgte. Obwohl ich mit Tankards Musik nicht viel anfangen konnte, musste man ihnen ihre Qualitäten als Partykracher durchaus anerkennen.

Setlist Tankard
Zombie Attack
The Morning After
Rules For Fools
Slipping From Reality
Stay Thirsty!
A Girl Called Cerveza
Chemical Invasion
Minds On The Moon
Die With A Beer In Your Hand
The Metal Lady Boy
Freibier
(Empty) Tankard

Graveworm hatten sich im Laufe des Jahres von Keyboarderin Sabine Mair getrennt und waren daher auf der Bühne des Summer Breeze mit einer Person weniger präsent, was sich natürlich auch im Sound widerspiegelte, den dieser war nun ein wenig härter, fand jedoch weiterhin Gehör bei den Zuschauern. Diese hatten sich jedoch in Anbetracht der Uhrzeit schon deutlich minimiert, was schade war, denn Graveworm konnten einiges und haben einen starken Auftritt hingelegt.

Setlist Graveworm
The World Will Die
I - The Machine
Legions Unleashed
Hateful Design
Awake
See No Future
Abhorrence
Fear Of The Dark (Iron Maiden Cover)

Al seine der ersten Bands des Donnerstags betraten Manegarm die Bretter der Pain Stage. Die anwesenden Fans feierten einen guten Mix aus harten Gitarrenriffs und Folk-Elementen, wie man ihn von den Pagan-Metalern aus Schweden kennt und erwartet. Mit „Hordes Of Hel“ wurde auch ein Vorgeschmack aufs neue Album gespielt, der von den Fans äußerst positiv aufgenommen wurde.

Setlist Manegarm

Intro
Eternity Awaits
Nattsjäl, Drömsjäl
Hordes Of Hel
I Mina Fäders Hall
Nattväsen
Arise
I Evig Tid

Direkt im Anschluss betraten die US-Amerikaner von Darkest Hour die Hauptbühne. Die Band mit ordentlichem Bartwuchs spielte Metalcore der Spitzenklasse und schaffte es die Besucher ständig in Bewegung zu halten. Bekannt für ihre energiegeladenen Shows gaben die Amerikaner in der frühen Mittagshitze alles und haben sich sicherlich den einen oder anderen neuen Fan erspielt.

Setlist Darkest Hour
Intro
The World Engulfed in Flames
No God
Savor The Kill
With A Thousand Words To Say But One
Demon(s)
Violent By Nature
Love as a Weapon
The Sadist Nation
Doomsayer (The Beginning of the End)

Für ein wenig mehr weibliche Beteiligung im Summer Breeze Billing sorgten Epica, welche mit Frontfrau Simone Simons Symphonic Metal präsentierten. Die Niederländer ließen gehörig die Haare fliegen und das Publikum tat es ihnen nach. Professionell wurde das Set runter gezockt und insbesondere Simones Stimme konnte überzeugen.

Setlist Epica
Karma (Intro)
Monopoly On Truth
Unleashed
Martyr Of The Free World
Storm The Sorrow
Cry For The Moon
Sancta Terra
Consign To Oblivion

Ordentlich Kontrastprogramm boten darauf Napalm Death, die mit ihrem Grindcore alles was nicht und nagelfest war wegfegte.  Sie treffen nicht meinen persönlichen Geschmack, aber die Anzahl an Fans, welche sich vor der Bühne versammelten gab ihnen Recht.

Setlist Napalm Death

Circumspect
Errors In The Signals
Everyday Pox
Protection Racket
Silence Is Deafening
The Wolf I Feed
Practice What You Preach
Quarantined
Analysis Paralysis
Dead
Deceiver
When All Is Said And Done
Unchallanged Hate
Nom De Guerre
Suffer The Children
Nazi Punks Fuck Off
Scum
You Suffer
Instinct Of Survival

Die Bühne war zu Beginn noch von einem Vorhang vorhangen, welcher jedoch schnell gefallen war und die Sicht auf die energiegeladene Show der Reiter freigab. Wer die Reiter kennt, weiß dass ein Konzert der Truppe eine sehr schweißtreibende Angelegenheit ist. Für den Gig auf dem diesjährigen Summer Breeze hatte man sich etwas Besonderes ausgedacht und die Show um Konfettikanonen und das Verteilen von kostenlosen T-Shirts erweitert. Musikalisch top konnten die Reiter auch ordentlich Stimmung machen und damit zeigen, dass sie ihren Platz unter den besten Liveacts mehr als verdienen.

Setlist Die Apokalyptischen Reiter
Vom Ende der Welt
Riders On The Storm
Es wird schlimmer
Revolution
Der Adler
Wir reiten
Die Boten
Die Schönheit der Sklaverei
Nach der Ebbe
Komm
Seemann
Reitermania
Die Sonne scheint

Sicherlich ein Highlight des Festivals war der Auftritt von Behemoth. Man muss auf CD kein großer Fan Black-Metal sein, aber was Behemoth auf der Bühne zelebrierten suchte seinesgleichen. Die gewaltige Energie der über alles erhaben wirkenden Polen war beeindruckend. Die überstandene Leukämie-Erkrankung von Sänger Adam Michal „Nergal“ Darski merkte man ihm nicht an, er wirkte eher noch stärker.  Als Sahnehäubchen wurde mit Feuer gespielt.

Setlist Behemoth
Ov Fire And The Void
Demigod
Moonspell Rites (And The Forests Dream Eterenally)
Conquer All
Christians To The Lions
Alas, Lord Is Upon Me
At The Left Hand Of God
Slaves Shall Serve
Chant For Ezkaton 2000 E.V.
23 (The Youth Manifesto)
Lucifer

Der Menge wurde keine Pause gegönnt, denn schnell stand mit Eluveitie die nächste von vielen erwartete Band auf der Bühne. Die Schweizer Pagan-Metaler konnten mit Songs wie „Meet The Enemy“, „Uprising“ oder „Inis Mona“ überzeugen, bei denen fast das ganze Summer Breeze  mit headbangenden Menschen gefüllt war. Die Stimmung war gut und Frontmann Christian „Chrigel“ Glanzmann tat sein Übriges um das Ganze noch weiter anzufeuern.

Setlist Eluveitie

Intro
Helvetios
Luxtos
Neverland
Meet The Enemy
Uis Elveti
A Rose For Epona
Inis Mona
Alesia
The Uprising
Kingdom Come Undone
Havoc
The Siege
Outro

Mit Subway to Sally betrat eine Band die Dinkelsbühler Bühne, die für ihre starken Liveauftritte bekannt ist. Auch wenn die Studioalben meiner Meinung nach an Qualität verlieren sind die Potsdamer um Eric Fish immer eine feste Größe wenn es um Konzerte geht. So ist es verständlich, dass sich viele Besucher vor der Main-Stage versammeln um die von Pyroeffekten unterstützte Show zu bewundern.  Obwohl die Band einen repräsentativen Querschnitt durch ihr Schaffen spielten, fehlte doch „DER“ Subway to Sally Song schlechthin: „Julia und die Räuber“. Schade!

Setlist Subway to Sally
Intro
Kämpfen wir!
Schlagt die Glocken
Mephisto
Das schwarze Meer
Wo Rosen Blüh'n
Eisblumen
Mir Allein
Wenn Engel hassen
Besser Du rennst
Tanz auf dem Vulkan
Kleid aus Rosen
Sieben
Ohne Liebe
Veitstanz
MMXII

Wer sich am Vorabend nicht die letzten Bands angesehen hatte schaffte es vielleicht sich zu Roterfeld aus dem Schlafsack zu rollen und Richtung Bühnengelände zu torkeln. Die Sonne knallte unbarmherzig und daher wirkte der Auftritt in dickem Mantel mit Schleppe ein wenig albern, aber hier geht es ja um Musik. An dieser gab es beim Roterfeld Auftritt auch nichts zu meckern, den der solide Rock ließ einige Köpfe der - leider nicht gerade zahlreich erschienen - Zuhörer nicken.

Setlist  Roterfeld

Sick Of Being Bored
Don’t Be Afraid Of The Dark
I Would Rather Ride Into Hell
Great New Life
Blood Diamond Romance
Stop

Als nächstes sah ich mir den Auftritt der deutschen Power-Metaller Mystic Prophecy an, welcher mir als Support auf der diesjährigen Powerwolf "Wolfsnächte" Tour schon sehr gut gefallen hatte. Die Band, welche mit einer wirklichen Bühnensau als Frontmann gesegnet ist, machte wirklich Laune und konnte die anwesenden Summer Breeze Besucher schnell in Partystimmung versetzen. Die unerbittliche Sonne hingegen sorgte dafür, dass viel Bewegung im Publikum eher ausblieb.

Setlist Mystic Prophecy
Eyes Of The Devil
Savage Souls
Die Now
Sacrifice Me
Endless Fire
Ravenlord
We Kill, You Die
Satanic Curses
Evil Empires

Im Vergleich zu den meisten anderen Bands des Summer Breeze Line Ups stachen Mono Inc. Als etwas ruhiger heraus. Neben dem Mono Inc. Hit schlechthin “Voices Of Doom” wurden auch neue Songs wie „Arabia“ oder “After The War” des gleichnamigen Albums gespielt. Da das Datum des diesjährigen Summer Breeze auf den Releasetermin dieser Scheibe fiel konnten sich Fans direkt mit der neuen Platte eindecken. Visuelle Unterstützung gab es durch Pyroeffekte, die jedoch aufgrund der hellen Tagessonne nicht optimal zur Geltung kamen.

Setlist Mono Inc.

This Is The Day
Temple Of The Torn
After The War
Arabia
Passenger
Drum Solo
Revenge
Voices Of Doom
Get Some Sleep

Metalcore amerikanischer Machart gab es im Anschluss mit Unearth und dieser zog viele Menschen vor die Main-Stage. Wall Of Deaths, Circle Pits und Moshpits verschiedener Größe zauberten die Amerikaner vor die Bühne und die Fans feierten euphorisch mit. Abkühlung für die fleißigen Sportler gab es von der Feuerwehr, welche mit ihren Schläuchen großzügig Wasser ins Publikum spritzten.

Setlist Unearth

The Great Dividers
Watch It Burn
Arise The War Cry
This Lying World
Bloodlust Of The Human Condition
Zombie Autopilot
This Glorious Nightmware
Eyes of Black
Endless
Giles

Mit Within Temptation trat auf dem Summer Breeze Festival 2012 eine der größten niederländischen Bands auf. Drummer und Keyboarder hocken links bzw. rechts auf hohen Podesten und auch die Lichttechnik wurde für Within Temptation ordentlich aufgestockt. Zusätzlich gab es eine große LED-Videowand im Hintergrund, wo neben einem Introvideo auch andere visuelle Effekte die Show vervollständigten. Musikalisch präsentieren sich die Niederländer in Topform und insbesondere die stimmliche Leistung von Sängerin Sharon Janny den Adel war hervorragend. Die Setlist erhielt sowohl alte, als auch neue Songs vom aktuellen Album „The Unforgiving“, wobei der Fokus auf dem neueren Material lag. Alles in allem ein würdiger Headliner und ein grandioses Ende für den ersten Festivaltag.

Setlist Within Temptation

Intro-Film
Shot In The Dark
In The Middle Of The Night
Faster
Fire And Ice
Ice Queen
Our Solemn Hour
Stand My Ground
Sinéad
What Have You Done
Iron
Angels
Jillian (I'd Give My Heart)
Neverending Story
Mother Earth

Dark Tranquillity sind eine dieser Bands, mit der man bei der Planung eines Metalfestivals nicht viel falsch machen kann. Sympathisch, spielfreudig und sichtlich bei guter Laune präsentierten sie sich auch auf dem Summer Breeze 2012. „Terminus (Where Death Is Most Alive)“, „Therein“ oder „Misery´s Crown“ wurden von den Fans euphorisch abgefeiert, so dass sich Frontmann Mikael Stanne höflich bedankte und seine Freude hier zu spielen zum Ausdruck brachte.

Setlist Dark Tranquillity
Terminus (Where Death Is Most Alive)
In My Absence
The Treason Wall
The Wonders At Your Feet
The Mundane And The Magic
Inside The Particle Storm
Zero Distance
The Sun Fired Blanks
Misery's Crown
ThereIn
Final Resistance
The Fatalist

Als letzte Band des Freitags auf der Hauptbühne waren die „Sons Of Northern Darkness“ Immortal am Start, um dem Breeze eine ordentliche Portion Black-Metal zu verpassen. Wenig Gerede, viel Nebel und martialische Bühnenoutfits im genre-typischen Pandadesign gehörten zur Immortal-Show und kamen bei den Festivalbesuchern gut an. Von alten bis neuen Songs war für jeden Fan was dabei und mit Pyroeffekten gab es als kleinen Bonus auch noch etwas für’s Auge.

Setlist Immortal
Withstand The Fall Of Time
Solarfall
Sons Of Northern Darkness
Rise Of Darkness
Damned In Black
Triumph
At The Heart Of Winter
In My Kingdom Cold
Tyrants
One By One
Beyond The Northwaves
All Shall Fall
The Sun No Longer Rises

Für uns ging es am finalen Tag des Summer Breeze Festivals 2012 mit den deutschsprachigen Punk-Rockern Betontod aus Rheinberg. Die Truppe gab sich sichtlich Mühe die anwesenden Fans in Bewegung zu halten und sie hatten dabei Erfolg. Doch auch auf der Bühne war viel Bewegung, wie es sich für eine Punkband gehört. Musikalisch bot der Auftritt eingängige Punkriffs und die Reibeisenstimme Oliver Meisters passte perfekt zur Musik.

Setlist Betontod
Schwarzes Blut
Feuer frei
Kinder des Zorns
Nichts
Popsongs
Glück auf
Viva Punk
Entschuldigung für nichts
Ewigkeit
Auf eine gute Zeit

The Unguided waren im Anschluss auf der Main Stage an der Reihe und mit ihrem Melodic-Death-Metal hatten die Schweden den jüngeren Teil des Publikums schnell in ihrem Griff. Den ein oder anderen Anwesenden dürfte die Kapelle an Sonic Syndicate erinnert haben, was auch gut begründet war, denn die ehemaligen Sonic Syndicate Mitglieder Roland Johansson, Richard Sjunnesson und Roger Sjunnesson gründeteten 2010 The Unguided.

Setlist The Unguided
Inherit The Earth
Pathfinder
Iceheart Fragment
Betrayer Of The Code
Where The Frost Rose Withers
Collapse Of My Dream
Green Eyed Demon
Phoenix Down

Tanzwut stand als nächstes auf dem Programm. Mit Rock mit verzerrten Gitarren, gepaart mit Dudelsäcken und Keyboards überzeugten die Berliner die Festivalbesucher: Partystimmung, hunderte tanzende Leute und Metalpolonaisen eingeschlossen. Beeindruckend, wie es der Band gelang das Publikum trotz der enormen Hitze in Bewegung zu bringen. Für ein wenig Abkühlung sorgten auch hier wieder „die Männer mit dem großen Schlauch“ von der Feuerwehr. Als besonderes Schmankerl war der Die Ärzte Song „Bitte, Bitte“, welcher aus voller Kehle mitgesungen wurde.

Setlist Tanzwut
Weiße Nächte
Vulkan
Meer
Merseburger Zaubersprüche
Gift
Rückgratreißer
Der Wächter
Bitte Bitte
La Filha Dau Ladre

Zwischen fünf und sechs Uhr waren Lacuna Coil aus Italien an der Reihe, die ihre gewohnte Mischung aus Gothic- und Alternative-Metal präsentierten, welche insbesondere durch das Zwischenspiel des Sängers Andrea Ferro und der Sängerin Cristina Scabbia funktionierte.  Während auf der Bühne viel Bewegung stattfand war das Publikum nur selten gewillt in der Hitze großartig Sport zu treiben.  Verständlich aber doch schade, denn die Performance der Italiener machte Spaß und hätte ein wenig mehr gewürdigt werden können.

Setlist Lacuna Coil
I Don't Believe In Tomorrow
I Won't Tell You
Kill The Light
Heaven's A Lie
Our Truth
Upsidedown
To The Edge
Fragile
Swamped
Give Me Something More
Trip the Darkness
Spellbound

Mit Oomph! betrat die Enttäuschung des Summer Breeze Festivals 2012 die Bühne (und das obwohl ich nahezu keine Erwartungen hatte). Lächerliche Matrosenoutfits gepaart mit zu soften Songs und unheimlich dämlichen Gelaber. Die Fans hatten erstaunlicherweise trotzdem ihren Spaß...

Setlist Oomph!
Intro
Unzerstörbar
Labyrinth
Mein Schatz
Bis der Spiegel zerbricht
Träumst Du
Kleinstadtboy
Mitten in Herz
Gott ist ein Popstar
Seemannsrose
Niemand
Sandmann
Augen auf

ASP in der schwarzen Szene sehr bekannt, waren ein optisches Highlight: Die Stimmung die die Band verbreitete konnte von Lichttechnik, Nebel, Kunstschnee und Pyrotechnik perfekt umgesetzt werden und auch am Sound gab es nix zu meckern.  Auch an Kleinigkeiten hatten die Mannen um Sänger Alexander "Asp" Spreng gedacht, so wurde mal ein Galgen auf die Bühne geholt oder Luftballons ins Publikum geworfen. Dieses nahm die Bemühungen der Band war und feierte sie nach allen Regeln der Kunst ab, wozu (zur Abwechslung auch mal) Tanzen statt Headbangen gehörte.

Setlist ASP

A Prayer For Sanctuary
Wechselbalg
How Far Would You Go
Eisige Wirklichkeit
Ich bin ein wahrer Satan
Krabat
Kokon
Werben
Schwarzes Blut
Und wir tanzten
Ich will brennen

Im Anschluss war es an den Wikingern von Amon Amarth das Summer Breeze in Schutt und Asche zu legen. Im Vergleich zu 2009 wo man mit Wikingerschiff als Bühnendeko angereist war, wurde es diesmal eher dezent gehalten. Kein Problem, denn Nebelschwaden verdeckten eh die Hälfte der Bühne. Die Mannen um Johann Hegg begeisterten das sehr zahlreich anwesende Publikum mit ihrer brachialen und doch melodischen Musik, sowie der im Dunkeln der Nacht besonders gut wirkenden Pyroshow. Amon Amarth bildeten für uns den glorreichen Abschluss eines wie immer erstklassigen Festivals, dass vom Wetter wieder mit mehr als genug Sonne bedacht worden war.

Setlist Amon Amarth
War Of The Gods
Runes To My Memory
Destroyer Of The Universe
Death In Fire
Live For The Kill
Cry of the Black Birds
Fate Of Norns
Pursuit of Vikings
Northern Star
For Victory Or Death
Victorious March
Twilight Of The Thunder God
Guardians Of Asgaard



[Setlisten zum überwiegenden Teil aus dem offiziellen Bericht des Festivals]